Der Beziehungs-Ratgeber

Ein Blog von Sebastian Bred
Von Depressionen nach der Geburt bei Frauen wird schon seit einigen Jahren berichtet. Zwischen 15% (Dänemark) und 30% der Frauen (USA)  sollen davon betroffen sein. Dass Depressionen jedoch sich auf Männer übertragen weiß kaum jemand. Zwischen 10 und 25% der Männer erleben zwischen 3 und 6 Monaten nach der Geburt eines Kindes eine postnatale Depression. Amerikanische Wissenschaftler der Eastern Virgina Medical School haben in einer Meta-Analyse Daten von 28.000 Eltern aus 16 verschiedenen Ländern analysiert, die in 43 verschiedenen Studien ausgewertet worden waren.
Der dänische Psychologe Svend Aage Madsen von der Klinik for Psykologi, Pædagogik og Socialrådgivning in Kopenhagen hat die Auslöser für postnatale Depressionen bei Männern beschrieben:
  • Der Mann soll mit dem Kind zum  ersten Mal alleine sein (z.B. in der Nacht)
  • Erstmalige Alleinverantwortung für das Kind für eine bestimmte Zeit
  • Der Partner ist für einige Zeit fort
  • Der Mann wird verlassen
  • Der Tod sehr nahestehender Personen

Die Kennzeichen einer postnatalen Depression sind laut Svend Aage Madsen ähnlich wie die einer “normalen” Depression. Der wesentliche Unterschied ist der Umstand, dass es um “das Eltern sein” geht. Gefühle wie Hilflosigkeit (“Ich kann es nicht überschauen”, “Nichts hilft”), Hoffnungslosigkeit (“Wir hätten nie ein Kind haben sollen”), geringe Selbsteinschätzung (“Ich bin ein schlechter Vater”), Schuldgefühle (“Ich bin nicht gut genug”), Schlaflosigkeit und Appetitlosigkeit sowie Angst sind in einer postnatalen Depression zu beobachten.

Die amerikanischen Untersuchungen zeigen, dass die Depressionen der Frau auf ihren Mann ansteckend wirken können. Umso mehr gilt es auf beide Elternteile ein genaues Auge zu haben. Neben dem Effekt auf die Männer scheint es auch negative Effekte von postnatalen Depressionen auf die Kinder zu geben.
Was kann ich tun? Rechtzeitig Hilfe holen. Sei es bei einem Psychiater oder bei Paartherapeuten. Und mit ihrem Partner / ihrer Partnerin darüber sprechen, was Sie sehen, wie es Ihnen geht. Denn oft ist Paaren nicht klar, welcher Anteil ihrer Probleme und Streitigkeiten vom Schlafmangel, der Umstellung auf eine neue Situation bzw. von Depressionen kommt. Das gemeinsame Gespräch ist der erste Schritt der Hilfe zur Selbsthilfe. Eine Gesprächstherapie mit einem Therapeuten der nächste Schritt.

Quelle Foto: Herbert Haderer

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Wir werden im Laufe einer Beziehung mit immer mehr Herausforderungen konfrontiert. Manchmal wird es leichter, diese zu bewältigen. Oft wird es schwieriger. Denn…

  • wir werden älter und – ohne Beziehungspflege – bequemer und weniger kompromissbereit in der Beziehung.
  • die Kommunikationsdichte nimmt ab.
  • Kinder schlagen oft wie eine Granate in der Beziehung ein.
  • Familie und Freunde setzen der Beziehung zu.
  • “Von den Lippen lesen” ist eine Erwartungshaltung und keine Fähigkeit!Und die Erwartungen in eine Beziehung werden oft nicht ausgesprochen, geschweige denn ausgetauscht. Mit den Jahren wird es immer schwieriger, da Mann/Frau denken, dass Sie wissen sollten, was ER/SIE sich wünscht.

Kein Wunder also, dass viele Paare den Hut drauf hauen und sagen es reicht ihnen. Wenn die Folgen einer Trennung bzw. Scheidung nicht so bedenklich wären, würde ich sagen kein Problem. Aber da sowohl die Eltern als auch die Kinder unter Trennungen und Scheidungen leiden und langfristige Schäden davon tragen können, gilt es hier etwas zu verändern. Etwas zu tun. Und sei es ein regelmäßiger Beziehungs-Check. Ein Gespräch mit dem Partner, ob eh alles noch passt. Eine Auseinandersetzung damit, was sich in den letzten 5 Jahren getan hat und wohin der gemeinsame Weg gehen soll. Ein bewusster Blick auf die Kommunikation miteinander.

Machen Sie einen schnellen Beziehungscheck, indem Sie folgende 4 Fragen beantworten. Stellen Sie sich folgende Fragen und notieren Sie auf einer Liste jeder für sich mit JA/NEIN was Sie darüber denken:

1. Stimmt das Verhältnis positive zu negative Kommunikation noch? Kommunizieren Sie 5 mal mehr positiv als negative Botschaften an ihn/sie?

2. Hören wir uns aktiv zu? Höre ich ihm/ihr zu und kann wiederholen was er/sie gesagt hat? Nicht was ich glaube gehört zu haben, sondern was wirklich gesagt wurde?

3. Lasse ich ihn/sie ausreden? Denken Sie an den heutigen Tag, die heutige Woche zurück? Wie oft habe Sie ihn /  sie unterbrochen? Wie oft hat er/sie Sie unterbrochen?

4. Verbringen wir Zeit miteinander in der  es nicht um Kinder, Alltag, Aufgaben geht sondern um Beziehung, Austausch und Wertschätzung? Wann war das letzte Mal an das ich mich erinnern kann? Wann habe ich das letzte Mal die Initiative gesetzt, dass wir gemeinsame Paarzeit erleben? Wann hat dies mein Partner/meine Partnerin getan?

Wenn Sie diese 4 Fragen beantwortet haben, dann sollten Sie mindestens 8 Antworten haben. Einmal für sich (was sie (nicht) tun und einmal für ihren Partner / ihre Partnerin (was er/sie (nicht) tut). Tauschen Sie die Antworten miteinander oder lassen Sie sich gegenseitig erraten, was Sie denken, das der /die andere geschrieben hat. Dies hilft ein wenig mehr Luft, Sonne und Klarheit in die Beziehungs-Themen zu bringen. Und es zeigt Ihnen, wie es um die Kommunikation in der Beziehung steht. Und wie nah bzw. weit ihre jeweiligen Standpunkte beieinander bzw. auseinander liegen.

Trauen Sie sich. Denn es zahlt sich aus. Der berühmte erste Schritt mag schwierig erscheinen. In den allermeisten Fällen funktioniert dieser Check wie ein Eisbrecher. Danach fließt die Kommunikation leichter. Und um einiges aufmerksamer und klarer.

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Ich sitze mit einem Paar zusammen, das bei mir einen Beziehungs-Check macht. Ich versuche herauszufinden, wie dieses Paar miteinander kommuniziert. Beide sind seid einigen Jahren zusammen und beide haben keine augenscheinlichen Konflikte. Sie machen den Check bei mir, um herauszufinden, ob alles passt. Als Vorsorge-Maßnahme. Als ersten Schritt sehen wir uns ihre Kommunikations-Kultur an.

Ich unterscheide hier zwei Typen an Paarkommunikation. Die eine Gruppe sind die Vielredner. Sie tauschen jeden Tag bis zu 10.000 Worte miteinander aus. Erzählen sich gegenseitig alles, was in der Arbeit, zuhause, mit den Kindern, etc. passiert ist. Das Ziel: Bescheid wissen. Der Vorteil: Wichtige Kommunikations-Werkzeuge wie “Entschlüsseln von Begriffen” und “aktives Zuhören” werden in den Alltag integriert. Der Nachteil: Diese Kommunikationsform braucht Zeit. Andere “Lieblingsaktivitäten” wie Fernsehen, mit Freunden unterwegs sein, Sport machen müssen damit unter einen Hut gebracht werden.

Die zweite Gruppe sind die Schweiger. Es wird wenig gesprochen. Die Sätze die gesprochen werden sind kurz. Das Wesentliche wird ausgedrückt. Es gibt lange Pausen zwischen den Sätzen. Jeder denkt gut nach, bevor er spricht. Das Ziel: Nichts unüberlegtes sagen. Der Vorteil: Ruhige Kommunikation, wenig Missverständnisse. Der Nachteil: Oft fehlen die Worte für “Beziehungs-Themen”, weil die Übung sich miteinander auszutauschen fehlt. Abwesenheit von Kommunikation kann zu Eiszeit in der Beziehung führen. Wortlosigkeit macht es schwerer in Krisenzeiten herauszufinden worum es geht, bzw. anzusprechen was einen stört.

Das Paar vor mir gehört zu den Schweigern. Der Beziehungs-Check beginnt daher mit einer Entschlüsselungs-Übung. Damit ich feststellen kann, ob er/sie wichtige Beziehungsbegriffe wie Wertschätzung, Nähe und  Zärtlichkeit in die eigene “Beziehungs-Sprache” übersetzen kann. Weiß er/sie was gemeint ist, wenn der Partner / die Partnerin einen Wunsch äußert? Oder glauben beide einander “blind” zu verstehen? Weil sie schon so lange zusammen sind…

Darauf folgt eine Übung zum Thema Selbstbild-Fremdbild. Wie weit gehen die Vorstellungen auseinander bei gemeinsamen Zukunftsprojekten? Woll will das Paar in 5 oder 10 Jahren sein? Wer unterstützt hier wen? Ist es Zeit für eine Neuaufteilung der Aufgaben? Eine Veränderung der Rollen?

Nach einigen Terminen ist das Paar dann soweit. Sie haben sich einen Überblick verschafft über die relevanten Beziehungs-Themen. Und dabei einige praktische Übungen ausprobiert, die sie  zuhause (immer wieder) anwenden wollen. Denn Kommunikation nutzt sich ab. Und das kann Beziehungen auch passieren. Dass sie sich abnutzen. Es sei denn das Paar kümmert sich um die Beziehung. Nimmt sich eine gemeinsame Auszeit. Richtet den Blick auf das Gemeinsame, auf das Verbindende und auf die Dinge, die nicht so gut laufen. Ein Beziehungs-Check ist die Gelegenheit gemeinsam neue Positionen auszuloten. Oder einfach herauszufinden wie es weiter gehen soll. Danach – so berichten die meisten Paare – ist es einfacher, leichter miteinander über “schwierige” Themen (z.B. Sex, Nähe, Hausarbeit, Geld) zu sprechen. Vorausgesetzt die Beziehungspflege wird aufrecht erhalten.

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Kommunikation ist die hohe Kunst der Beziehungspflege. Wir lernen diese Kunst zuhause von unseren Eltern. Wir kopieren ihren Kommunikations-Stil, den die Eltern miteinander “pflegen”. Wir lernen als Kinder 1:1, wie die Eltern es machen mit der Kommunikation. Laut, oft, wenig, eisig, untergriffig, respektvoll, positive oder negative Kommunikation. Und mit diesem Kommunikationsverhalten stürzen wir uns dann mehr oder weniger erfolgreich in die eigene Welt der Beziehungen.

Doch meistens wissen Paare nichts darüber, was sie von zuhause mitbekommen haben. Denn die Eltern erklären ihren Kindern nicht wie sie mit ihrem Partner / ihrer Partnerin kommunizieren. Sie tun es einfach. Und die Kinder nehmen es einfach mit. Und wenden diese Art der Kommunikation dann in ihren Beziehungen an.

Natürlich ist es  nicht immer so. Nur sehr oft. Denn Kinder kopieren Kommunikation. Wenn die Eltern wortgewandt sind und viel reden  (z.B. mit dem Kind) so ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Kinder einen großen Wortschatz erlernen. Tun Eltern dies nicht, so ist die Gelegenheit von den Eltern zu lernen bzw. zu kopieren geringer. Und das färbt ab auf die eigenen Kommunikationsfähigkeiten. Ebenso kopieren Kinder die Kommunikation zwischen den Eltern.

Die Startposition für Beziehungspflege hängt somit von den eigenen Kommunikationsfähigkeiten ab. Dazu kommt der Umstand, dass die Kommunikationsdichte in Beziehungen mit der  Zeit abnimmt. Denn unsere Ohren werden über die Monate und Jahre “fauler”. Bzw. wir hören immer wieder die gleichen Worte, erleben ähnliche Abläufe im Beziehungsalltag. Und beginnen somit Annahmen zu treffen basierend  auf unseren Erfahrungswerten.

Oft bedeutet dies, dass wir die Veränderungen im Kommunikationsverhalten nicht mehr wahrnehmen. Wir sind so im Beziehungsalltag verstrickt, dass es schwierig ist festzustellen, wo sich die Beziehung gerade befindet. Trocknet sie aus? Oder gibt es Schwierigkeiten beim Entschlüsseln von Begriffen?

Wie können Sie dies feststellen? Indem Sie sich die Kommunikation im Alltag miteinander anschauen. Oder den Blick in die Zukunft richten und feststellen, wie es mit gemeinsamen Projekten und Plänen aussieht. Sie können auch spielerisch miteinander Kommunikations-Werkzeuge auffrischen. Oder ganz einfach einen Tag lang “nur” aktiv zuhören.

Denn die Entscheidung zur Beziehungspflege ist eine Entscheidung für die Beziehung. Eine Entscheidung mehr positive als negative Kommunikation miteinander zu erleben. Und auch eine Entscheidung den eigenen Kindern positive Kommunikation vorzuleben. Damit sie dann “später” es “leichter” haben.

Spielerische Kommunikation für Paare finden Sie im Beziehungskoffer, der 7 verschiedene Kommunikations-Werkzeuge enthält.  Die hohe Kunst der Beziehungspflege können Sie auch ohne Beziehungskoffer erlernen. Indem Sie miteinander kommunizieren und aktiv zuhören, entschlüsseln sowie dafür sorgen, dass das Verhältnis zwischen positiver und negativer Kommunikation 5:1 ist.

Zeigen Sie ihren Kindern, ihren Freunden und ihrer Familie wie es geht. Mit Spaß und spielerisch. Im Alltag und im Urlaub. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim gemeinsamen Erleben und Durchleben der Beziehungspflege.

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Scheidungen lösen mehr Stress aus als körperliche Verletzungen, der Tod eines nahestenden Familienmitglieds oder sogar Gefängnisaufenthalte. Und dieser Stress macht krank. Mitunter sehr krank. Die amerikanischen Psychiater Thomas Holmes und Richard Rahe sahen sich über 5.000 Krankenakten an, um festzustellen, inwiefern stressige Ereignisse zu Krankheiten führen. Dabei wurden die Patienten gebeten 43 “Life events” (z.B. Scheidung) zu bewerten. Die Ergebnisse sind bis heute besorgniserregend. Denn sie stammen aus dem Jahre 1967-1970. Auf Basis der Daten entwickelten die Forscher die Holmes and Rahe Stress Scale, die auch die Social Readjustment Rating Scale (SRSS) genannt wurde. An erster Stelle steht als “Life Event” der am meisten Stress verursacht “Tod eines Ehemannes/ einer Ehefrau”. An zweiter Stelle kommt dann bereits “Scheidung”!

Was ist aus heutiger Sicht besorgniserregend daran? Dass wir über 40 Jahre später immer noch so wenig über die Zusammenhänge zwischen Scheidung und Krankheiten wissen. Damals war die Scheidungsrate wesentlich niedriger als heute. Bei einer heutigen Scheidungsrate von 50% ist diese Unwissenheit erstaunlich. Dabei ist schon seit Jahrzehnten klar, dass Scheidungen für Kinder und für Erwachsene Stress zur Folge haben, der zu ernsthaften Krankheiten führen kann!

Doch die Holmes and Rahe Stress Scale zeigt auch, dass Scheidungen allein nicht automatisch bzw. immer krank machen. Vielmehr wird deutlich, dass Scheidungen mehr Stress hervorrufen als z.B. der Tod nahestehender Familienmitglieder. Und damit auch eher eine Krankheit auslösen kann.

Es geht wie so oft um das Gesamtbild. Treten z.B. innerhalb eines Jahres mehrere “Life Events” ein, die Stress auslösen, so steigt das Krankheitsrisiko erheblich. Haben Sie innerhalb eines Jahres geheiratet und ein Kind gekriegt? Ist einer ihrer nahen Angehörigen gestorben in dieser Zeit? Dann steigt die Wahrscheinlichkeit dass Sie krank werden erheblich.

Aus meiner Sicht bedenklich ist der Umstand, dass wir seit  1970 (!) wissen, dass Scheidungen krank machen können und nichts dagegen tun. Paare werden in ihrem Scheidungsprozess noch immer sehr alleine gelassen. Der Gang zum Richter – uU. begleitet von einem Anwalt – ist selten stressmindernd. Bei einer Mediation ist dies (wahrscheinlich) besser, da Bedürfnisse und Gefühle angesprochen werden und eine eigenverantworliche Lösung erarbeitet wird. Nach der Scheidung sind die Paare jedoch auch hier meistens auf sich allein gestellt. Es sei denn, sie vereinbaren, dass sie die Resultate der Mediation nach 6 Monaten re-evaluieren.

Worum geht es eigentlich? Eine Scheidung wird oft als Ausweg oder als Lösung empfunden.   “Danach wird alles besser.” Die Wahrheit sieht anders aus. Danach kann – laut Holmes und Rahe – alles schlimmer werden. Denn eine Scheidung ist eine erhebliche Belastung. Ein ernst zu nehmender Stressauslöser. In Kombination mit anderen Faktoren machen Scheidungen krank. Daher sollten wir ein Auge haben auf Freunde und Familien-Angehörige, die durch eine Trennung und/oder Scheidung gehen. Insbesondere wenn stressvolle Events wie Weihnachten (ist auch auf der Liste!) oder Urlaube anstehen.

Mein Tipp: Machen Sie den Stress-Test von Holmes und Rahe (eine Möglichkeit finden Sie hier). Für sich selbst. Für ihre betroffenen Freunde und Familienangehörigen. Sprechen Sie darüber. Sorgen Sie vor. Lassen Sie stressvolle Events (wie z.B. Weihnachten, Urlaube) “ausfallen”. Entstressen sie diese indem sie dafür sorgen, dass ihre Bedürfnisse gedeckt werden. Sprechen Sie mit ihrem Partner / ihrer Partnerin über diese Bedürfnisse. Sorgen Sie vor. Für sich und ihre Familie.

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Wie sieht es aus – das richtige Geschenk für IHN/SIE? Worüber wird ER/SIE sich am Meisten freuen? Nach jahrelangem Beschenken von allen Seiten fehlen einem die Ideen. Aber eines gibt es noch. Eines, das viel wertvoller ist als alles andere, das wir haben. Eines das für jeden von uns einzigartig ist. Von dem wir immer weniger haben. Und immer mehr wollen, je älter wir werden. Richtig – es ist ZEIT.

Schenken Sie ihrem Liebsten  / ihrer Liebsten ZEIT. Beziehungs-Zeit. Wie sieht diese aus? Sie schenken IHM/IHR soviel Zeit, wie Sie möchten.

Hier einige Zeit-Schenk-Ideen:

- Zeit um etwas gemeinsam zu erleben
- Zeit zum Kommunizieren
- Zeit zum Lachen
- Zeit für Nähe
- Kuschelzeit
- Zeit zum Vorlesen
- Zeit zum Schweigen
- Zeit zum Reden
- Zeit zum Singen
- Zeit für Sex (incl. Vorspiel-Zeit)
- Zeit zum Spielen (siehe www.beziehungskoffer.com)
- Zeit zum Reisen
- Zeit für sich (z.B. Friseur, Fußballspiel schauen, Sport, Freunde/FreundInnen treffen)

Überlegen Sie wie lange es her ist, dass Sie jemandem Zeit geschenkt haben. Laut einer Studie verbringen Paare pro Tag 3 MINUTEN damit sich miteinander über beziehungsrelevante Themen zu unterhalten. Nicht viel Zeit, um sich aufeinander zu beziehen. Zu wenig Zeit für Beziehungspflege. Wenn Kinder da sind versinkt der Alltag in Organisation und Abstimmung. Ohne Kinder in Arbeit. Oder in Arbeit, Alltag und Familie.

Genug gute Gründe, um Zeit zu schenken. Und zwar die eigenen Zeit. Finden Sie ein nettes Billet / eine Geschenkkarte und schenken Sie Zeit. Time2Relate. Enjoy.

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Ich frage mich oft was schief läuft in der Partnersuche? Wo verirren wir uns? Suchen wir falsch? Orientieren wir uns an den falschen Beziehungsschwerpunkten? Mehr Aussehen als “bleibende” Werte?

Bei den Paaren in meiner Praxis sehe ich keine eindeutige Antwort. Denn bei jedem Paar ist es anders. Eine Konstante ist die Begeisterung am Anfang. Dann folgt ein Beziehungshoch, das meist einige Jahre andauert. Nach 2-3 Jahren beginnt der Sinkflug. Je nachdem wie euphorisch der Anfang war ist der Absturz schneller bzw. langsamer. Sehr selten steigen die Paare in ihrem gemeinsam Flug wieder in neue Höhen auf. Wenn das erste Kind kommt geht der Sturzflug in die Tiefe kurz nach der Geburt los.

Gemeinsam ist den Paaren, dass sie relativ wenig beziehungsrelevantes voneinander wissen. Dies erstaunt mich manchmal. Paare hinterfragen so wenig woher jemand kommt, woran er/sie glaubt, was für Werte / Bedürfnisse er/sie hat. Oder sie sehen es (bei den Familien) bzw. wissen es und negieren es. Denn zweisam sein ist immer noch besser als einsam sein.

Und dann gibt es die vielen Fälle in denen sogenannte externe Faktoren zur Geltung kommen. Durch Einwirkung von außen (Familie stellt sich quer, Krankheit, Tod) oder berufliche Ausnahmesituationen (Kündigung, Arbeitslosigkeit, Burnout) wird die Beziehung in eine Belastungsituation katapultiert, die zu ersten Rissen führt. Die wiederum ohne Kommunikations-Werkzeuge schwer zu meistern ist. Und die das Verhältnis von positiver und negativer Kommunikation kippen.

Doch die neueste Variante für die Auswirkung externer Faktoren fand ich neulich auf orf.at. Laut einer aktuellen Studie britischer Psychologen läuft die Partnersuche nicht nur unter optischen Gesichtspunkten ab. Auch die Wahrnehmung des Körpergeruchs spielt eine Rolle. Denn die Frauen riechen den Schweiß des Mannes und erhalten darüber Informationen über die Zusammensetzung des Genpools.Dabei verändert die  Antibabypille das Wahlverhalten von Frauen bei deren Partnersuche.

Mit Pille suchen Frauen eher nach dem “Versorgertyp”, ohne Pille eher nach dem “guten” Genpool. Mit anderen Worten, wenn Sie sich mit Pille kennen lernen, kann es sein, dass Sie später in der Beziehung mit der getroffenen Wahl unzufrieden sind. Oder anders. Wenn Sie ohne Pille auf “Männersuche” gehen finden Sie einen anderen Mann als mit der Pille. Was dann besser ist hängt auch davon ab, was Sie selbst  brauchen. In einer Beziehung mit Kindern wird oft eher der “Versorgertyp” langfristig Sinn machen. In den ersten Jahren einer Beziehung kann der “richtige Genpool” mehr Spaß und Freude bringen. Nicht zuletzt mehr Erotik und Spannung. Letzteres bestätigten auch die Befragungen von 2.500 Müttern durch den Psychologen Craig Roberts. Dieser empfiehlt auch beide Erfahrungswerte “einzuholen” bevor wichtige Entscheidungen (heiraten, Kinder kriegen etc.) getroffen werden. Frauen, die ihre Partner kennen lernen während sie die Pille nehmen sollen die Pille für eine Zeit absetzen und sehen wie gut ihnen die Partner in der Zeit “zu Gesicht stehen”.

Klar ist, dass die Pille nicht DER Grund für Scheidungen und Trennungen ist. Klar ist aber auch, dass wir einen Einfluss darauf haben welchen “Typ” wir suchen. Durch Wissen über unsere Bedürfnisse in Beziehungen oder durch Berücksichtigung externer Faktoren, so dass sie uns nicht dominieren.

Die Studie zum Thema Partnersuche und Pille finden Sie hier: http://rspb.royalsocietypublishing.org/content/early/2011/10/10/rspb.2011.1647

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Seit 15 Jahren bin ich von der technologischen Revolution  umgeben. Bei Mobiltelefonen kamen zuerst Handies, dann Smartphones. Bei Fernsehern “revolutionierte” zuerst Sat-TV, dann Flatscreens, dann HD und jetzt 3D / Blu-ray das Fernsehverhalten. Alle 3 Jahre sind wir dazu aufgerufen DAS NEUE auszuprobieren. Und wir kommen dem Aufruf gerne nach. Doch dabei bleibt einiges auf der  Strecke…

Ich sitze in der U-Bahn und bin erstaunt. Früher haben sich die Passagiere konsequent angeschwiegen. Diese Zeiten sind vorbei. Jetzt schaut jeder – der eines hat – in sein Smartphone. Wer keines hat schickt SMS oder telefoniert.

Leider  hat sich diese technische Entwicklung auch negativ auf Beziehungen ausgewirkt. Denn laut einer aktuellen Studie der MMA Austria SMSen wir mehr, facebooken und schreiben immer mehr Emails. Es kommt daher zu immer mehr indirekter Kommunikation. Diese geht zu Lasten der direkten Kommunikation. Denn wir reden immer weniger direkt miteinander. Face 2 Face sozusagen.

Woran das liegt? Einerseits können wir durch SMS/Chat/Email/Facebook schneller und einfacher miteinander in Verbindung treten. Keine Floskeln sind notwendig. Andererseits verlernen wir dadurch zunehmends MITEINANDER ZU REDEN. Durch diese “Substitutionshandlungen” vermeiden wir Konflikte. Leider lernen wir auch immer schlechter die nonverbalen Zeichen unseres Partners / unserer Partnerin zu lesen. Denn unsere Augen kleben jeden Tag mehr als 3,5 Stunden an einem Schirm (egal ob TV oder Smartphone). Dadurch lesen wir unsere Umgebung weniger. Können Kopfschütteln, verschränkte Arme, kleine Gesten der Ablehung und Aufforderung immer schlechter deuten bzw. “lesen”.

Die Konsequenz? Unsere Paarkommunikation verarmt. Sie verkommt zu einem “Schickst du mir den Termin” / ein SMS? im Besten Fall. Im Worst case reden wir zuhause wenig, weil wir gerade noch das Internet checken, Facebook updaten, schauen müssen was X geschrieben hat. Von TV-Konsum ist hier noch gar nicht die Rede. Der wird ja auch immer besser und “realer”. Nur spielt sich in der Elektronik keine Beziehungs-Reality ab. Wenn wir unsere Augen von den kleinen und großen Flatscreens lösen können merken wir das wir alleine sind. Denn unsere Gesprächspartner sind entweder auch in Schirm-Kommunikation vertieft. Oder schon weg.

Was tun? Schalten Sie mal einen ganzen Abend lang die Elektronik aus. Kein Handy (schwer vorstellbar), kein TV (für manche unmöglich). Nur Sie beide. Kochen Sie etwas. Spielen Sie ein Spiel (viele fragen: wie geht das?) oder lesen Sie sich was vor (wieviele Jahrzehnte ist es her, dass Ihnen etwas vorgelesen wurde? Eine (romantische – oder erotische) Geschichte z.B.?

Viel Spaß beim Ausprobieren. Denn Kommunikation macht Spaß. Und bringt Sie einander näher. Viel näher als elektronische Kommunikation dies jemals können wird.

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Ich frage mich oft was schief läuft in der Partnersuche? Wo verirren wir uns? Suchen wir falsch? Orientieren wir uns an den falschen Beziehungsschwerpunkten? Geht es uns mehr um gutes Aussehen / Status als um “bleibende” Werte?

Bei den Paaren in meiner Praxis sehe ich keine eindeutige Antwort. Denn bei jedem Paar ist es anders. Eine Konstante ist die Begeisterung am Anfang. Dann folgt ein Beziehungshoch, das meist einige Jahre andauert. Nach 2-3 Jahren beginnt der Sinkflug. Je nachdem wie euphorisch der Anfang war ist der Absturz schneller bzw. langsamer. Sehr selten steigen die Paare in ihrem gemeinsam Flug wieder in neue Höhen auf. Wenn das erste Kind kommt geht der Sturzflug in die Tiefe kurz nach der Geburt los.

Gemeinsam ist den Paaren, dass sie relativ wenig beziehungsrelevantes voneinander wissen. Dies erstaunt mich manchmal. Paare hinterfragen so wenig woher jemand kommt, woran er glaubt, was für Werte / Bedürfnisse er/sie hat. Oder sie sehen es (bei den Familien) bzw. wissen es und negieren es. Denn zweisam sein ist immer noch besser als einsam sein.

Und dann gibt es die vielen Fälle in denen sogenannte externe Faktoren zur Geltung kommen. Durch Einwirkung von außen (Familie stellt sich quer, Krankheit, Tod) oder berufliche Ausnahmesituationen (Kündigung, Arbeitslosigkeit, Burnout) wird die Beziehung in eine Belastungsituation katapultiert, die zu ersten Rissen führt. Die wiederum ohne Kommunikations-Werkzeuge schwer zu meistern ist. Und die das Verhältnis von positiver und negativer Kommunikation kippen.

Die Frage ist – gibt es den Königsweg? Die “richtige” Partnersuche? Wie so oft liegt es weniger am Gegenüber, sondern mehr an einem selbst. Wenn ich nicht weiss, was ich in einer Beziehung brauche bzw. welche Bedürfnisse ich habe, kann ich schwer den / oder die richtige Partner / Partnerin finden. Denn ein richtiges “Pendant” / bzw. ein “Gegenüber” zu finden ist nur möglich, wenn ich weiß was ich suche.

Also ZURÜCK AN DEN START. Isolation mit mir selbst. Herausfinden was mir gut tut. Was brauche ich? Welches ist für mich das Richtige? Viel Spaß beim Nachdenken und Herausfinden :-)

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In welcher Phase befindet sich Ihre Trennung/Scheidung? Bei einer Scheidungsrate von 50 % in Deutschland und Österreich (in Wien z.B. fast 60%) stellt sich die Frage, ob die eigene Beziehung auch bereits in Gefahr ist? Verheiratete Paare trennen sich im Durchschnitt nach 10,5 bis 14,4 Jahren (siehe Statistik Österreich bzw. Deutschland Statistik). Gründe dafür gibt es viele. Wesentlich erscheint aus meiner Praxis-Erfahrung den Paaren, dass die zwei wesentlichen Grundelemente für eine nachhaltige Beziehung - Sex und Kommunikation - nicht mehr “funktionieren”.

Die 4 Phasen einer Trennung / Scheidung laut der dänischen Scheidungstherapeutin Christina Kopty sind:

1. Die Kampfphase

Die Entscheidung sich zu trennen ist noch nicht gefallen. Einer/Beide kämpfen dafür den/die Andere/n zu verändern. Beide sind in Alarmbereitschaft und ständig auf KAMPF eingestellt. Je länger diese Phase andauert, desto mehr Kraft kostet sie. Mann und Frau fühlen sich gestresst, ermattet und müde.

2. Die Beschlussphase

Einer von beiden entscheidet sich das Handtuch zu werfen und aufzugeben. Er/Sie spricht es als erste Person aus: “Ich will mich scheiden lassen” / “trennen”. Ab dem Moment erleben beide die Scheidung / Trennung unterschiedlich. Einer als Entscheider, der/die andere als Betroffener.  Meistens war es beiden klar und es fühlt sich wie eine Erleichterung an es auszusprechen. Es kann die Ankündigung aber auch mit Schuldgefühlen einhergehen. Der/die Betroffene reagiert oft mit Schock oder Ärger/Zorn.

3. Die Übergangsphase

Dies wird oft als die schwerste Zeit überlebt, da alles noch nicht Fisch nicht Fleisch ist. Zudem befinden sich beide auf einer emotionalen Achterbahn zwischen Erleichterung, Schuldgefühlen und Trauer. Der Wunsch nach Wiedervereinigung taucht ebenso auf wie Schuldzuweisungen und das Gefühl alleine zu sein. Die Zeit wird geprägt durch Chaos und Orientierungslosigkeit. Dazu kommt dass viele schwere Entscheidungen (ausziehen, was nehme ich mit, was geschieht mit den Kindern, etc.) anstehen.

4. Die Akzeptanzphase

Langsam kehr Akzeptanz ein. Eine neue Identität ensteht. Die Entscheidungen sind nun leichter zu treffen, da praktische Aspekte (was passt den Kindern am Besten? Was brauche ich von den Sachen  in der Wohnung wirklich?). Der Fokus ist weniger auf die alte Beziehung gerichtet und mehr auf die bevorstehende Zukunft.  Sie beschäftigen sich mit dem eigenen Privatleben und schauen auf sich.

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