Der Beziehungs-Ratgeber

Ein Blog von Sebastian Bred

“Was ist das Geheimnis?” fragen mich oft Paare, die zu mir kommen um einen Beziehungs-Check zu machen. Warum funktioniert es bei uns nicht? Da die Schwierigkeiten der Paare immer unterschiedlich gelagert sind, ist hier eine allgemeingültige Antwort selten möglich. Meiner Erfahrung nach spielen jedoch Faktoren wie die Kenntnisse über die Partnerlandkarte, Alter, Herkunft, Anzahl der Kinder, Erwartungshaltungen, unterschiedliche Lebensphasen eine wesentliche Rolle. Eine “Konstante” ist – unabhängig von diesen Faktoren, die Frage der Kommunikation:

  • Hören Sich die Partner zu?
  • Sind sie dazu imstande die Botschaften des/der Anderen zu entschlüsseln?

Der Scheidungsforscher John Gottman hat jahrzehntelang die Kommunikation von Paaren analysiert. Durch die Beobachtung der Kommunikation kann er mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit feststellen, ob ein Paar zusammen bleibt oder nicht.

Laut Gottmann gibt es 3 Voraussetzungen dafür, dass eine Beziehung auf Dauer funktioniert:

1. Freundschaft und Intimität ( = Nähe)

  • Der Aufbau von Nähe, Respekt und Bewunderung:  Hier geht es darum, dass Paare dies (1) suchen,  (2) wollen und (3) ständig erneuern / erweitern.

2. Konstruktiver Umgang mit Konflikten mit Fokus auf die Bedürfnisse des Partners / der Partnerin

ER&SIE haben Bedürfnisse. Die Herausforderung besteht darin, diese Bedürfnisse kennen zu lernen, zu erkennen und kennen zu wollen. Denn die Beziehung funktioniert auch darüber, dass sich beide gegenseitig für die jeweiligen Bedürfnisse des anderen interessieren und kennen.

3. Entwicklung gemeinsamer Ziele und gemeinsamer Lebensphilosophie

Dabei ist der Respekt vor den Lebensträumen des/der Anderen essentiell. Dafür sollten Sie die Lebensphilosophie und die Träume bzw. Ziele Ihrer PartnerIn bzw. Ihres Partners gut kennen. Und regelmäßig überprüfen, ob sich hier was geändert hat.

Dies gilt insbesondere für die Entwicklung gemeinsamer Ziele. Diese ändern sich je nachdem in welchem Lebensabschnitt sich das Paar gerade befindet. Wenn Sie sich z.B. im Studium oder während der Ausbildungszeit kennen gelernt haben, waren ihre Wünsche und Bedürfnisse anders, als 5 Jahre später. Ebenso sind die Lebensträume vor einem Kind anders als danach. Da ein Großteil der Paare als Trennungsgrund “Wir haben uns auseinander gelebt” oder “Er/Sie hat sich verändert” angeben, ist es umso wichtiger diesen Draht zueinander nicht zu  verlieren.

Dazu müssen Sie regelmäßig ein Gespräch miteinander führen, bei dem Sie die gegenseitigen Wünsche und Bedürfnisse feststellen. Zumindest einmal im Jahr sollten Sie hier über Lebensträume und Ziele sprechen. Dann haben Sie auch eine Chance rechtzeitig auf Veränderungen zu reagieren und sich gemeinsam weiter zu entwickeln.

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ER ist den ganzen Tag gereizt, weil ER schlecht geschlafen hat. Daraufhin wird SIE sauer. Das Paar löst den Streit nicht auf bevor sie ins Bett gehen. SIE schläft schlecht. Daraufhin ist SIE am nächsten Tag gereizt. ER hat gut geschlafen, wird aber wieder gereizt, weil SIE schlecht drauf ist. So kann der Beziehungs-Alltag aussehen, wenn einer oder beide schlecht geschlafen haben. Und dies wirkt sich laut einer amerikanischen Untersuchung bei 29 heterosexuellen Paaren ohne Kinder negativ  auf die Beziehung aus.

Denn ohne Schlaf geht es nicht. Egal ob mit oder ohne Streit. Schlafentzug oder Schlafstörungen machen uns dünnhäutiger, reizbarer und angriffiger. Ohne dass der / die Andere (es sei denn es geht um einen laut schnarchenden Partner) etwas dafür kann. Die alltägliche Kommunikation läuft dann holpriger ab. Weil es schwerer fällt zuzuhören und Kommunikationsbrücken zu bauen, wenn einer von beiden “Brückenbauern” müde ist.

Was tun?

  • Sorgen Sie dafür, dass Sie ihre Streitthemen vor dem Schlafen auflösen.
  • Wenn dies nicht möglich ist, schließen Sie einen “Zwischenfrieden” bevor Sie einschlafen.
  • Schauen Sie auf ihren Schlaf. Schlafentzug ist eine Tortur für Menschen. Umso wichtiger ist es dafür zu sorgen, dass beide rechtzeitig ins Bett kommen. Und sei es der Beziehung wegen. Denn am nächsten Tag sieht dann alles besser aus, wenn es durch die  Augen eines ausgeschlafenen Menschen betrachtet wird.

Denn guter Schlaf hat eine positive Auswirkung auf die Beziehung. Ausreichend und tiefer Schlaf gibt Energie, die widerum für die Beziehung zur Verfügung steht. Also – ab ins Bett. Und das rechtzeitig :-)

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Der amerikanische Forscher Nicholas H. Wolfinger hat sich seinem Buch “Understanding the Divorce Cycle. The Children of Divorce in their Own Marriages” mit der Frage auseinander gesetzt, welche Effekte die Scheidungen der Eltern auf ihre Kinder haben. Dabei hat er auch das Thema Scheidungen generell betrachtet.

Ich habe versucht aus den zur Verfügung stehenden Informationen eine Liste der Folgen von Scheidungen auf Erwachsene und Kinder zusammen zu stellen:

Geschiedene Erwachsene sind

  • laut eigenen Angaben weniger zufrieden als nicht geschiedene Erwachsene, Singles oder Verwitwete Personen.
  • eher von Armut betroffen. Dies gilt insbesondere für (alleinerziehende) Frauen.
  • früher tot. Dies  gilt insbesondere für Männer. D.h. Scheidungen wirken lebensverkürzend. Im statistischen Schnitt. Mit 48 Jahren erleben 88% der verheirateten Männer das 66. Lebensjahr, während es bei den geschiedenen Männern nur 65% “gelingt” älter als 65 zu werden.

Kinder von Erwachsenen, die sich scheiden lassen

  • sind später in ihrem Leben eher von schlechter phyischer Gesundheit, geringerer geistigen Fähigkeiten und weniger akademischem Erfolg betroffen.
  • haben eine höhere Warscheinlichkeit für ungewollte Schwangerschaften und Kinder.
  • haben öfter emotionale Schwierigkeiten, fliegen öfter von der Schule und rauchen / trinken eher als die Kinder die in “intakten” Ehen aufgewachsen sind.
  • sind früher sexuell aktiv, heiraten früher und suchen als Partner oft Erwachsene, die selbst als Kind eine Scheidung der Eltern durchlebt haben.
  • wählen eher Lebensgemeinschaften  bzw. leben länger zusammen bevor sie sich für eine Heirat entscheiden.
  • verfügen über 1/3 höheres Risiko früher zu sterben als ihre Vergleichsgruppe.

Es gibt noch viel mehr Daten und Fakten. Dabei geht es mir nicht darum Scheidung als schlecht und Ehe als gut darzustellen. Vielmehr geht es mir darum, dass uns die Auswirkungen von Schwierigkeiten in Beziehungen und Ehen bewusster werden sollten. Denn wenn sich ein Paar entscheidet sich scheiden zu lassen, hat dies Auswirkungen. Nicht nur auf sie selbst (primärer Fokus), sondern auch auf ihre unmittelbare Umgebung – ihre Kinder. Aber auch auf ihre Freunde und Familie. Denn auch deren Scheidungswarscheinlichkeit steigt.

Daher gilt es das Thema Beziehung vom Anfang bis zum Ende zu begleiten. Bzw. sich begleiten zu lassen. Denn die Herausforderungen und Faktoren, die auf eine Beziehung Einfluss haben sind extern und intern. Und somit oft größer als die Fähigkeiten die ein Paar selbst mit einbringt bzw. einbringen kann. Dazu kommt die gesellschaftliche Verantwortung. Wenn wir schon vom Virus der Trennung angesteckt werden, so gilt es darauf zu schauen, dass diese “möglichst sauber” abläuft. Begleitung durch Experten, Mediation und Supervision sowie Vor- und Nachbereitung der psychologischen Folgeerscheinungen sind einige Maßnahmen, die Paare mit einkalkulieren sollten. Nicht zuletzt geht es um die Frage, ob es allen ( und nicht nur mir selbst) mit einer Trennung besser geht als ohne eine Trennung.

Anmerkung: Die in der Bullet-Point-Liste dargestellten  Forschungsergebnisse beziehen sich auf amerikanische Daten. Somit kann es zu Abweichungen zu den europäischen Rahmenbedingungen kommen.

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Spielen oder nicht spielen. Das ist die entscheidende Frage. Endlich ist sie da. Die Studie (“Me, my spouse and my avatar”) mit der untersucht wird wie sich das Spielen von Online-Spielen auf Beziehungen auswirkt. Wenig überraschend kann die Auswirkung negativ sein. Forscher der Brigham Young University haben 349 Paare befragt, wie sich Online-Spiele auf ihre Beziehung auswirken. Dabei wurden Paare in Foren gesucht, wo einer oder beide regelmäßig Online Games spielen.

Die Ergebnisse:

  • 76% der Befragten EhepartnerInnen waren damit unzufrieden, dass ihre Partner viel Zeit mit Online-Gaming verbrachten.
  • Bei den Paaren bei denen nur einer ein Spieler ist, sind 84% der Spieler Männer; bei Paaren, wo beide spielen, sind die “Längerspieler” über 75% Männer.
  • Nicht die Anzahl der Spielstunden ist für die Paare problematisch, sondern der fehlende Alltagsrhytmus. Weniger Zeit zusammen, weniger Schlaf, weniger Sex sind die Folgen von Online-Gaming.

Überraschend  war:

  • Wenn beide Partner spielen / Online-Gamer sind, geben 76% an, dass “Gaming” einen positiven Effekt auf ihre Beziehung hat.

Wenig überraschend spielen mehr Männer als Frauen. Ebenso klar war mir, dass es eher die Frauen stört als die Männer. Interessant ist, dass es auch stört, dass das Spielen nicht aufhört. Mit anderen Worten Online-Gamer gehen später ins Bett, haben weniger Sex, sind weniger gut ausgeschlafen. Denn hier geht es um die Verschiebung von Prioritäten. Und dies ist der Unterschied zu “klassischen” Männer Aktivitäten wie Bier trinken gehen mit Freunden oder Sport treiben. Hier sitzen die Männer vor ihren Frauen und sind nicht erreichbar. Dazu kommt, dass für das Spielen Freizeit geopfert wird. Und persönliche Schlafzeit. Und somit Zeit zu zweit.

Dies stimmt jedoch nicht, wenn beide Spieler  von Online-Games sind. Denn dann haben sie ein gemeinsames  Interesse. Und dies ist für die Beziehung wesentlich. Wenn ein Partner seine Energie  in ein Hobby investiert, dass der /die andere nicht versteht / teilt, kann dies für die Beziehung schwierig werden. Insbesondere, wenn der andere Partner keine / weniger / andere Hobbies hat. Denn es geht um GEMEINSAME Zeit. Wie man anhand dieser Studie sieht, egal ob elektronisch oder nicht.

Wie alle Dinge, geht es  um das Ausmaß der Aktivität. Es macht  einen Unterschied, ob 1, 2 oder 3  Stunden am Tag  gespielt wird. Und was dazu an elektronischen Medien genutzt wird. Bei 8 Stunden Schlaf, 8 Stunden Arbeit und 2 Stunden Transport sowie 2 Stunden Essen pro Tag bleiben 4 Stunden pro Tag übrig. Wenn da Zeit für TV, Smartphones, Telefonieren und Online-Games abgezogen werden, bleibt  nicht mehr viel übrig. Kein Wunder also, dass Paare pro Tag nur wenige Minuten miteinander über beziehungsrelevante Themen sprechen

Also was tun? Entscheiden Sie sich. Nicht für  oder gegen Online-Gaming. Sondern für eine Aktivität bei der sie 100% anwesend sind. Und dafür wieviel Zeit sie dafür  verwenden. Wenn Sie sich zum Beispiel eine Stunde Online Games, Facebook oder Spiele am Smartphone gönnen, drehen sie den Computer / das Handy danach GANZ ab. Und wenden Sie sich ihren Kindern , ihrem Partner zu. Ohne Blick auf das Handy, wenn es piepst. Denn wenn Sie es abgedreht haben, kann es nicht mehr piepsen. Und teilen Sie ihrem Partner  / ihrer  Partnerin bewusst mit, dass Sie sich für Zeit mit ihm / mit  ihr entscheiden. Und nehmen Sie sich die Zeit.

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Divorce Divide: Amerkanische Forscher haben sich über Jahrzehnte die Zusammenhänge zwischen Scheidung und Bildung angesehen. Dabei haben sie festgestellt, dass Paare mit einer höheren Bildung (College Educated Couples) eine wesentlich geringere Scheidungsrate haben als Paare ohne eine höhere Ausbildung. In konkreten Zahlen wurden

  • 17% der Paare mit höherer Bildung, die in den frühen 1990ern geheiratet haben geschieden.
  • Bei Paaren ohne höhere Bildung ist die Scheidungsrate mit 36% mehr als doppelt so hoch.

Dieser Trend scheint sich seit den 1970er zu verstärken. Auf der positiven Seite ist die Wahrscheinlichkeit sinkend, dass sich Paare mit  höherer Ausbildung scheiden lassen als dies vor einigen Jahrzehnten der Fall war. Doch während dieser Trend annähernd stabil war seit 1970, haben sich die Zahlen für Paare mit geringerer Ausbildung erheblich verschlechtert.

In einem Bericht des National Marriage Project von der Universität von Virginia haben sich Forscher auch mit der Ehezufriedenheit der Paare beschäftigt. Der Trend ist hier ähnlich. Hoch gebildete Ehepartner sind eher zufrieden mit ihrer Ehe als weniger gebildete Ehepartner. Die Forscher erklären dies damit, dass die Anforderungen an die Heirat seit 1970 erheblich gestiegen sind, insbesondere was Emotionen angeht. Sie bezeichnen dies als “the soul-mate model”. Mit anderen Worten – die Suche nach dem Lebensmenschen / Seelenverwandten. Und hier tun sich die Paare mit geringerer Bildung schwerer die emotionellen, finanziellen und sozialen Ressourcen aufzustellen, um diesen Aspekt der Ehe zu genießen. In Ehen mit geringerem Einkommen z.B. herrschen öfter Problme mit Konflikten, Untreue und Mißbrauch von Drogen und Alkohol.

Und was fangen wir jetzt mit diesem Wissen an? Es zeigt, dass es bei Begriffen wie Ehequalität oder Ursachen für Scheidungen auch externe Faktoren gibt. In diesem Artikel wurden Bildung und Erwartungen an die Institution Heirat dargestellt. Daneben gibt es noch viele andere externe Faktoren, wie Scheidung der Eltern, Alter der Ehepartner und Kinder. Diese Faktoren entfalten ihre Wirkung in der Beziehung und können langfristig zu Scheidungen führen.

Die Grafik (siehe Foto oben) sowie dazugehörige Informationen finden Sie hier:http://nationalaffairs.com/publications/detail/the-evolution-of-divorce

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Wie mache ich es richtig zum Valentinstag? Das fragen sich vor allem Männer 1 Woche vor dem großen Valentinstag. Gerade wenn ihre Beziehung schon ein paar Jahre “alt” ist, haben sie die “Klassiker” schon geschenkt. Blumen, Schokolade und Schmuck die ersten Jahre. Dann “lustiges”, “süßes” und “eine Kleinigkeit”.

Doch was schenke ich dieses Jahr? Gute Frage, denn die Zeitungen sind voll von pinken und roten Geschenken. Eines sinnloser als das nächste. Eben “Nippes” und “Kleinigkeiten”, die eigens für diesen Tag produziert wurden.

Hier ein paar vielleicht ungewöhnliche Tipps für ein persönliches Geschenk zum Valentinstag:
6 Geschenkideen, die von 0 Euro bis 69 Euro kosten:

0 Euro:

  • Zeit schenken: Gerade wenn Sie in ihrer Beziehung wenig Zeit miteinander verbringen, so schenken Sie ihrem Partner / ihrer Partnerin Zeit. Auf einer Postkarte. Mit einem Hinweis wieviel Zeit es ist. Z.B. ein 10er Gutschein Beziehungs-Stunden. Er/Sie kann sich jeweils eine Stunde aussuchen und in dieser Stunde stehen Sie zur freien Beziehungs-Verfügung. Weitere Ideen zum Zeit-Schenken finden Sie hier.
  • Natur schenken: Ein Spaziergang zu zweit, ein Tag am See (Eislaufen), eine Schneeballschlacht. Das sind Dinge, die Sie zum lachen bringen. Miteinander. Und lange in Erinnerung bleiben können.
  • Ein etwas anderer Gutschein: 10 Dinge, die du im Alltag gerne hättest, dass ich übernehme. Machen Sie 10 Abschnitte auf eine Postkarte und schreiben Sie drauf, was Sie normalerweise nicht so gerne tun (Abfall runter bringen , bügeln, kochen, Auto waschen, Kinder ins Bett bringen – was es auch immer sein mag). Ihr Partner / ihre Partnerin kann sich dann aussuchen was gerade am Besten passt. Ablaufdatum nicht vergessen!

Ca. 10- 35 Euro:

  • Frühstück ans Bett. Kaufen Sie alles was er / sie liebt und bereiten Sie ein Frühstück. Ganz überraschend. Muss ja nicht am 14.2. sein…..

69 Euro:

  • Der Beziehungskoffer: Ein Koffer mit einem Spiel (Beziehungsreise), 7 Kommunikations-Werkzeugen (z.B. Aktives Zuhören und Entschlüsseln) sowie einer Paarkommunikationsanalyse und einer Mediation ohne Mediator. Ein interaktives Kommunikationsspiel für Paare mit dem Sie spielerisch und leicht über alles in ihrer Beziehung kommunizieren können. Eine guter Beziehungsbegleiter mit dem Unterstützung bei der Kommunikation erhalten und neue witziger Dinge über Ihn / Sie lernen werden. Den Beziehungskoffer finden Sie hier.

Je nach Traum:

  • einen Wintertraum: Finden Sie heraus wie der Wintertraum ihres Partners / ihrer Partnerin aussieht. Und machen Sie diesen möglich.

Ich hoffe Sie sind auf ein paar gute – eigene – Ideen gekommen und wünsche viel Spaß an ihrem Valentinstag.

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Ein Mann sitzt bei mir und erzählt von seiner Beziehung. Ich stelle fest, dass bei fast allen Beziehungsthemen nicht mehr miteinander gesprochen wird. Hin und wieder poppt ein Konflikt auf, bzw. gibt es eine Explosion. Und danach keine Reaktion. Bis seine Frau eines Tages auszieht. Nur für kurze Zeit, doch er fühlt sich verlassen.

Als seine Frau bei mir ein Beziehungs-Coaching macht, lerne ich die andere Seite der Beziehungs-Geschichte kennen. Denn sie bezeichnet ihn als kalt und unnahbar. Auch sie beschreibt einen klassischen Konflikt:

Sie hat mit einer Freundin vereinbart Schifahren zu gehen. Normalerweise macht sie das immer mit ihrem Mann. Er hat vorab gesagt er hat nichts dagegen, wenn sie etwas mit einer Freundin unternimmt. Als sie  ihm davon erzählt, dass es sich um Schifahren handelt, ist er sauer. Er sagt nichts. Schweigt. 2 Tage lang. Sie sagt auch nichts. Geht Schifahren  mit der Freundin. Nach 2 Tagen reicht es ihr und sie zieht für eine Nacht aus. Erst dann reden die beiden miteinander.

Was hilft bei (ein)frierenden Beziehungen? Wärme. Beispiele für Wärme sind positive Erlebnisse, gemeinsames Lachen, Überraschungen und viel viel Kommunikation. Verlassen Sie die üblichen Gewohnheiten. Verändern Sie den typischen Ablauf der Beziehung, geben sie sich neue Rituale. Versuchen Sie das Eis zu brechen, indem sie ihre Bedürfnisse aussprechen. Geben Sie ihrem Partner / ihrer Partnerin die Chance und die Zeit(!) darauf zu reagieren. Schreiben Sie einen Brief in dem sie ausdrücken wie es ihnen damit geht.

Warum kommt es zu Eiszeiten? Am Anfang der Beziehung befinden sich beide Personen im Paradies. Alles ist so einfach, so leicht. Er / Sie versteht alles. Ohne Zeichen/Bitten werden Bedürfnisse erfüllt. Mit der Zeit nimmt diese Erfüllung der Wünsche ab. Erste Blinde Flecken werden sichtbar. Falls dafür Worte fehlen, um diese blinden Flecken aufzudecken, wird der Blick auf die Dinge gelenkt die (noch) funktionieren. Und mit der Zeit werden es immer mehr Themen, die von der Eiszeit betroffen sind. Und sie dehnt sich immer mehr aus.

Ein weiteres Hilfsmittel gegen Eiszeiten ist positive Kommunikation. Ein wahrer Eisbrecher ist die Umlegung der Gottmann-Konstante auf die Kommunikation. Machen Sie den kostenlosen Kommunikationstest und stellen Sie fest wie oft Sie am Tag etwas positives sagen / machen / denken und fühlen. Und machen Sie den Anfang mit der eigenen positiven Kommunikation. Statt zu warten, dass der Partner / die Partnerin die positive Kommunikation beginnt, seien Sie der Eisbrecher.

Eisbrecher-Beispiele sind:

  • Ein Kompliment
  • Eine Umarmung
  • Ein Lächeln
  • Freiwilliges Helfen (ohne Aufforderung!)
  • Zuhören (ohne mit Vorwürfen zu reagieren)

Dies kann der Anfang der Beziehungs-Erwärmung sein. Bei täglicher, wochen- und monatelanger Anwendung führt dies zu einer Aufwärtsspirale, die dem Schweigen ein Ende setzt.

Ich wünsche Ihnen viele positive Kommunikations-Erlebnisse!

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Von Depressionen nach der Geburt bei Frauen wird schon seit einigen Jahren berichtet. Zwischen 15% (Dänemark) und 30% der Frauen (USA)  sollen davon betroffen sein. Dass Depressionen jedoch sich auf Männer übertragen weiß kaum jemand. Zwischen 10 und 25% der Männer erleben zwischen 3 und 6 Monaten nach der Geburt eines Kindes eine postnatale Depression. Amerikanische Wissenschaftler der Eastern Virgina Medical School haben in einer Meta-Analyse Daten von 28.000 Eltern aus 16 verschiedenen Ländern analysiert, die in 43 verschiedenen Studien ausgewertet worden waren.
Der dänische Psychologe Svend Aage Madsen von der Klinik for Psykologi, Pædagogik og Socialrådgivning in Kopenhagen hat die Auslöser für postnatale Depressionen bei Männern beschrieben:
  • Der Mann soll mit dem Kind zum  ersten Mal alleine sein (z.B. in der Nacht)
  • Erstmalige Alleinverantwortung für das Kind für eine bestimmte Zeit
  • Der Partner ist für einige Zeit fort
  • Der Mann wird verlassen
  • Der Tod sehr nahestehender Personen

Die Kennzeichen einer postnatalen Depression sind laut Svend Aage Madsen ähnlich wie die einer “normalen” Depression. Der wesentliche Unterschied ist der Umstand, dass es um “das Eltern sein” geht. Gefühle wie Hilflosigkeit (“Ich kann es nicht überschauen”, “Nichts hilft”), Hoffnungslosigkeit (“Wir hätten nie ein Kind haben sollen”), geringe Selbsteinschätzung (“Ich bin ein schlechter Vater”), Schuldgefühle (“Ich bin nicht gut genug”), Schlaflosigkeit und Appetitlosigkeit sowie Angst sind in einer postnatalen Depression zu beobachten.

Die amerikanischen Untersuchungen zeigen, dass die Depressionen der Frau auf ihren Mann ansteckend wirken können. Umso mehr gilt es auf beide Elternteile ein genaues Auge zu haben. Neben dem Effekt auf die Männer scheint es auch negative Effekte von postnatalen Depressionen auf die Kinder zu geben.
Was kann ich tun? Rechtzeitig Hilfe holen. Sei es bei einem Psychiater oder bei Paartherapeuten. Und mit ihrem Partner / ihrer Partnerin darüber sprechen, was Sie sehen, wie es Ihnen geht. Denn oft ist Paaren nicht klar, welcher Anteil ihrer Probleme und Streitigkeiten vom Schlafmangel, der Umstellung auf eine neue Situation bzw. von Depressionen kommt. Das gemeinsame Gespräch ist der erste Schritt der Hilfe zur Selbsthilfe. Eine Gesprächstherapie mit einem Therapeuten der nächste Schritt.

Quelle Foto: Herbert Haderer

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Wir werden im Laufe einer Beziehung mit immer mehr Herausforderungen konfrontiert. Manchmal wird es leichter, diese zu bewältigen. Oft wird es schwieriger. Denn…

  • wir werden älter und – ohne Beziehungspflege – bequemer und weniger kompromissbereit in der Beziehung.
  • die Kommunikationsdichte nimmt ab.
  • Kinder schlagen oft wie eine Granate in der Beziehung ein.
  • Familie und Freunde setzen der Beziehung zu.
  • “Von den Lippen lesen” ist eine Erwartungshaltung und keine Fähigkeit!Und die Erwartungen in eine Beziehung werden oft nicht ausgesprochen, geschweige denn ausgetauscht. Mit den Jahren wird es immer schwieriger, da Mann/Frau denken, dass Sie wissen sollten, was ER/SIE sich wünscht.

Kein Wunder also, dass viele Paare den Hut drauf hauen und sagen es reicht ihnen. Wenn die Folgen einer Trennung bzw. Scheidung nicht so bedenklich wären, würde ich sagen kein Problem. Aber da sowohl die Eltern als auch die Kinder unter Trennungen und Scheidungen leiden und langfristige Schäden davon tragen können, gilt es hier etwas zu verändern. Etwas zu tun. Und sei es ein regelmäßiger Beziehungs-Check. Ein Gespräch mit dem Partner, ob eh alles noch passt. Eine Auseinandersetzung damit, was sich in den letzten 5 Jahren getan hat und wohin der gemeinsame Weg gehen soll. Ein bewusster Blick auf die Kommunikation miteinander.

Machen Sie einen schnellen Beziehungscheck, indem Sie folgende 4 Fragen beantworten. Stellen Sie sich folgende Fragen und notieren Sie auf einer Liste jeder für sich mit JA/NEIN was Sie darüber denken:

1. Stimmt das Verhältnis positive zu negative Kommunikation noch? Kommunizieren Sie 5 mal mehr positiv als negative Botschaften an ihn/sie?

2. Hören wir uns aktiv zu? Höre ich ihm/ihr zu und kann wiederholen was er/sie gesagt hat? Nicht was ich glaube gehört zu haben, sondern was wirklich gesagt wurde?

3. Lasse ich ihn/sie ausreden? Denken Sie an den heutigen Tag, die heutige Woche zurück? Wie oft habe Sie ihn /  sie unterbrochen? Wie oft hat er/sie Sie unterbrochen?

4. Verbringen wir Zeit miteinander in der  es nicht um Kinder, Alltag, Aufgaben geht sondern um Beziehung, Austausch und Wertschätzung? Wann war das letzte Mal an das ich mich erinnern kann? Wann habe ich das letzte Mal die Initiative gesetzt, dass wir gemeinsame Paarzeit erleben? Wann hat dies mein Partner/meine Partnerin getan?

Wenn Sie diese 4 Fragen beantwortet haben, dann sollten Sie mindestens 8 Antworten haben. Einmal für sich (was sie (nicht) tun und einmal für ihren Partner / ihre Partnerin (was er/sie (nicht) tut). Tauschen Sie die Antworten miteinander oder lassen Sie sich gegenseitig erraten, was Sie denken, das der /die andere geschrieben hat. Dies hilft ein wenig mehr Luft, Sonne und Klarheit in die Beziehungs-Themen zu bringen. Und es zeigt Ihnen, wie es um die Kommunikation in der Beziehung steht. Und wie nah bzw. weit ihre jeweiligen Standpunkte beieinander bzw. auseinander liegen.

Trauen Sie sich. Denn es zahlt sich aus. Der berühmte erste Schritt mag schwierig erscheinen. In den allermeisten Fällen funktioniert dieser Check wie ein Eisbrecher. Danach fließt die Kommunikation leichter. Und um einiges aufmerksamer und klarer.

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Ich sitze mit einem Paar zusammen, das bei mir einen Beziehungs-Check macht. Ich versuche herauszufinden, wie dieses Paar miteinander kommuniziert. Beide sind seid einigen Jahren zusammen und beide haben keine augenscheinlichen Konflikte. Sie machen den Check bei mir, um herauszufinden, ob alles passt. Als Vorsorge-Maßnahme. Als ersten Schritt sehen wir uns ihre Kommunikations-Kultur an.

Ich unterscheide hier zwei Typen an Paarkommunikation. Die eine Gruppe sind die Vielredner. Sie tauschen jeden Tag bis zu 10.000 Worte miteinander aus. Erzählen sich gegenseitig alles, was in der Arbeit, zuhause, mit den Kindern, etc. passiert ist. Das Ziel: Bescheid wissen. Der Vorteil: Wichtige Kommunikations-Werkzeuge wie “Entschlüsseln von Begriffen” und “aktives Zuhören” werden in den Alltag integriert. Der Nachteil: Diese Kommunikationsform braucht Zeit. Andere “Lieblingsaktivitäten” wie Fernsehen, mit Freunden unterwegs sein, Sport machen müssen damit unter einen Hut gebracht werden.

Die zweite Gruppe sind die Schweiger. Es wird wenig gesprochen. Die Sätze die gesprochen werden sind kurz. Das Wesentliche wird ausgedrückt. Es gibt lange Pausen zwischen den Sätzen. Jeder denkt gut nach, bevor er spricht. Das Ziel: Nichts unüberlegtes sagen. Der Vorteil: Ruhige Kommunikation, wenig Missverständnisse. Der Nachteil: Oft fehlen die Worte für “Beziehungs-Themen”, weil die Übung sich miteinander auszutauschen fehlt. Abwesenheit von Kommunikation kann zu Eiszeit in der Beziehung führen. Wortlosigkeit macht es schwerer in Krisenzeiten herauszufinden worum es geht, bzw. anzusprechen was einen stört.

Das Paar vor mir gehört zu den Schweigern. Der Beziehungs-Check beginnt daher mit einer Entschlüsselungs-Übung. Damit ich feststellen kann, ob er/sie wichtige Beziehungsbegriffe wie Wertschätzung, Nähe und  Zärtlichkeit in die eigene “Beziehungs-Sprache” übersetzen kann. Weiß er/sie was gemeint ist, wenn der Partner / die Partnerin einen Wunsch äußert? Oder glauben beide einander “blind” zu verstehen? Weil sie schon so lange zusammen sind…

Darauf folgt eine Übung zum Thema Selbstbild-Fremdbild. Wie weit gehen die Vorstellungen auseinander bei gemeinsamen Zukunftsprojekten? Woll will das Paar in 5 oder 10 Jahren sein? Wer unterstützt hier wen? Ist es Zeit für eine Neuaufteilung der Aufgaben? Eine Veränderung der Rollen?

Nach einigen Terminen ist das Paar dann soweit. Sie haben sich einen Überblick verschafft über die relevanten Beziehungs-Themen. Und dabei einige praktische Übungen ausprobiert, die sie  zuhause (immer wieder) anwenden wollen. Denn Kommunikation nutzt sich ab. Und das kann Beziehungen auch passieren. Dass sie sich abnutzen. Es sei denn das Paar kümmert sich um die Beziehung. Nimmt sich eine gemeinsame Auszeit. Richtet den Blick auf das Gemeinsame, auf das Verbindende und auf die Dinge, die nicht so gut laufen. Ein Beziehungs-Check ist die Gelegenheit gemeinsam neue Positionen auszuloten. Oder einfach herauszufinden wie es weiter gehen soll. Danach – so berichten die meisten Paare – ist es einfacher, leichter miteinander über “schwierige” Themen (z.B. Sex, Nähe, Hausarbeit, Geld) zu sprechen. Vorausgesetzt die Beziehungspflege wird aufrecht erhalten.

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