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Vom Hochzeitsglück zum Beziehungsglück

Wenn die Flitterwochen zu Ende sind stellt sich nach einem lang andauernden HOCH-GEFÜHL des Hochzeitsglücks oft ein Gefühl des Stillstands ein. Nach Hochzeitsvorbereitungen, die oft ein ganzes Jahr lang gedauert haben, war die Hochzeit der Höhepunkt. Die Flitterwochen haben das romantische Gefühl verlängert. Viel Sex, gutes Essen und lang schlafen helfen der Stimmung einen weiteren Auftrieb zu geben.

Doch spätestens, wenn das Paar wieder zuhause ankommt wird klar, dass es jetzt vorerst mit dem Feiern und der Überromantik vorbei ist. Die Luft ist draussen aus dem Ballon. Es sei denn, das Paar schafft es das positive Gefühl, die romantische Stimmung in den Alltag mit hinein zu nehmen. Kleine Liebes-SMS, versteckte Botschaften, die ihn/sie freuen und überraschen helfen dabei. Denn der Alltag kann brutal sein.

Hochzeitsglück Symbol
Am Anfang steht das Hochzeitsglück

Wenn die Glückskurve bergab zeigt

Aus Glückskurve verheirateter Paare geht hervor, dass die Zeit zwischen Hochzeit und Geburt des ersten Kindes noch eine gute Zeit ist in der die Beziehungszufriedenheit ansteigt. Doch spätestens Das 1. Kind als Glückskiller mit der Beziehungszufriedenheit.

Warum eigentlich? Weil die Hormone langsam nachlassen und der weil Alltag voll ist mit Arbeit, Stress und neuen Herausforderungen des Zusammenlebens. Egal was es ist, die Einmaligkeit der Hochzeit ist vorbei. Fotos und Hochzeitsfilm können das „High“ noch ein wenig verlängern. Das Basteln an Kindern auch.

Nach dem Projekt Hochzeit gibt es bei jungen Paaren das Projekt Hausbauen bzw. Wohnung einrichten. Hausbauen stellt die erste Beziehungs- und Belastungsprobe dar. Ebenso wie Kinder miteinander großziehen. Nicht umsonst werden Kinder und Hausbauen als hervorrtretende Scheidungsgründe und Auslöser von vielen Paaren genannt.

Warum ich darüber schreibe was nach der Hochzeit passiert?

Weil unser Blick auf der glücklichen Braut in Weiß und dem schönsten Tag des Lebens fokussiert und fixiert ist. Dabei ist dies ein sehr schöner Höhepunkt. Wie beim Sex gilt es das Vorspiel und die Beziehungspflege nicht zu vergessen. Intensiv an der Beziehung zu arbeiten. Die Liebe miteinander so zu kultivieren, dass sie für harte Zeiten genug Puffer hat.

Wie mache ich das mit der Beziehungspflege?

Wie kann ich diese in den Alltag einbauen? Tipps und Tricks findest Du in diesen Beiträgen:

Vom Hochzeitsglück zum Beziehunsglück
Beziehungsglück im Alltag erleben
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Wie baue ich eine stabile Kommunikationsbrücke in meiner Beziehung?

Kommunikation ist das Herzstück jeder Beziehung und eine Kommunikationsbrücke ist das Skelett, auf der die Komunikation aufbaut. Am Anfang einer Beziehung läuft die Kommunikation wie geschmiert. Jeder Wunsch wird von den Lippen gelesen. Mit den Tagen, Wochen, Monaten und Jahren tauchen die ersten Kommunikationslücken auf. Diese waren vielleicht schon immer da. Oder sie enstehen dadurch, dass sich Kommunikation abnützt. Also was tun? So früh wie möglich, gilt es Kommunikationsbrücken zu bauen.

Komm, lass uns eine Kommunikationsbrücke bauen....
Komm, lass uns eine Kommunikationsbrücke bauen….

Was ist eine Kommunikationsbrücke?

Stellen wir uns eine Brücke vor. Sie hat mehrere Pfeiler. Auf die Beziehung umgemünzt bedeutet dies, dass eine Beziehung von mindestens zwei Menschen getragen, aufgebaut und gestaltet wird. Ebenso wie von deren Kommunikation, Liebe, Wertschätzung, Aufmerksamkeit und – ganz wichtig – von deren Zeit füreinander. Damit gemeint ist die Zeit in der es außer der Beziehung nichts gibt. Da gibt es kein Fernsehen, kein Handy, keine Zeitung, kein Internet. Es gibt „nur“ Zeit in der wir miteinander sprechen. Dies ist die Ausgangslage für den Aufbau einer Kommunikationsbrücke.

Phase 1: Vorbereitung für den Brückenbau

1. Bereitet den Raum /Ort für Eure Kommunikationsbrücke vor: Wichtig ist dabei, dass die klassischen Quellen der Ablenkung, wie z.B. Fernsehen, Mobiltelefone oder Radio ausgeschaltet werden. Solltet ihr Kinder haben, gilt es einen Zeitpunkt zu finden, wo ihr nicht abgelenkt werden könnt durch aktuelle Bedürfnisse und Fragen der Kinder.

2. Sprecht miteinander: Versucht nicht über den Alltag, Beruf oder Kinder miteinander in dieser Zeit zu sprechen. Sondern sprecht darüber was Ihr gemeinsam für Ziele und Wünsche habt. Findet heraus wohin der gemeinsame Weg gehen soll. Sprecht darüber wie es euch geht.

Kommunikation neu erleben
Kommunikation neu erleben

Phase 2: Brückenpfeiler (= DU und ER/SIE) werden etabliert

3. Drückt Eure Bedürfnisse aus: Erzähle Deinem Partner / Deiner Partnerin von Deinen persönlichen Träumen. Rede darüber wo Du Freiräume benötigst. Wo Du Dich stark fühlst und wo nicht.

Phase 3: Brücke wird auf Brückenpfeiler gebaut /darüber gelegt

4. Aktives Zuhören: Jetzt geht es an das Eingemachte. Die Königskunst des Brückenbaus ist das aktive Zuhören und das Entschlüsseln. Dein Partner / Deine Partnerin beginnt nun damit die Brücke zu bauen. Er / Sie hört aktiv zu und wiederholt das was er/sie gehört hat.

Ein Beispiel zum Ausprobieren
Ein Beispiel zum Ausprobieren

5. Entschlüsseln: Hinterfrage Begriffe die Dir nicht klar sind. Gebe Deinem Partner / Deiner Partnerin Gelegenheit dazu, zu erklären was genau gemeint ist. Entschlüssele die Beziehungs-Begriffe. Erkläre wie und wo Dein Partner / Deine Partnerin Dir helfen kann.

So entsteht die Kommunikationsbrücke in Eurer Beziehung. Auf dieser Brücke kann ein Austausch stattfinden. Entlang dieser Brücke könnt Ihr über alle Beziehungs-relevanten Themen sprechen.

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Phase 4: Regelmäßiger Brückenservice (= Beziehungspflege)

Jetzt steht die Kommunikationsbrücke. Regelmäßige Wartung ist erforderlich, indem Du mit Deinem Schatz immer wieder 2er-Zeit verbringst. Das ist Zeit in der ihr

  • miteinander (z.B. ohne Kinder) Spaß habt
  • eine Beziehungsreise erlebt
  • über die aktuellen Bedürfnisse, Ziele und Wünsche miteinander sprecht.
Erlebe auf Eurer Beziehungsreise Kommunikation neu
Erlebe auf Eurer Beziehungsreise Kommunikation neu

Viel Spaß beim Brückenbau und beim Brückenservice. Ihr könnt mir gerne Eure persönliche Brückengeschichte erzählen. Dabei interessiert es mich zu hören was für Euch die wichtigsten Teile / Bestandteile der Brücke, äh Beziehung sind.

 

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Wie reagieren Kinder auf eine Scheidung?

Eine Scheidung bei Paaren mit Kindern hat – zumindest – 2 Ebenen. Auf der einer Ebene geht es um die Trennung der Erwachsenen. Zwei Partner gehen auseinander. Auf der anderen Ebene geht es um die Trennung als Eltern. Diese Trennung wirkt sich primär auf die Kinder aus. Denn für die Kinder trennen sich nicht Mann und Frau, sondern die Eltern. Es kommt zu einem Bruch ihrer Normalität und ihres Alltags. Unabhängig vom Trennungsmodell müssen Kinder nach der Scheidung abwechselnd auf einen Elternteil verzichten.

Die Paar-Ebene der Scheidung
Die Paar-Ebene der Scheidung

Die Reaktionsmuster von Scheidungskindern

Auf die Trennung ihrer Eltern reagieren Kinder sehr unterschiedlich. Laut der dänischen Familientherapeutin Ana Prip Brandt gibt es hier drei verschiedene Reaktionsmuster:

  • Einfrieren
  • Flucht
  • Angriff

In allen drei Fällen registrieren Eltern eine Distanz zwischen sich selbst und ihren Kindern.  Denn Kinder fangen an  zu überlegen, was sie ihren Eltern „zumuten“ können. Die Kommunikation der Kinder mit den Eltern verändert sich. Dies betrifft vor allem die Dinge über die Kinder gerne aus freien Stücken mit ihren Eltern sprechen.

Das Gefühl der Einsamkeit bei Scheidungskindern

Ein weitere Folge von Scheidungen ist für viele Kinder das Gefühl der Einsamkeit. Der Fokus liegt bei den Eltern (denn es ist ja „ihre“ Scheidung, „ihr Drama“). Somit versuchen die Kinder den Eltern „zu helfen“. Viele Kinder fühlen sich bei Scheidungen und vor allem danach einsam und alleine gelassen.

Dies wird dadurch bestätigt, dass wesentlich weniger Kinder professionelle Hilfe und Begleitung erhalten als Erwachsene.

Laut einer Untersuchung in Dänemark erhalten nur 11% der Kinder Unterstützung um die Krise, die eine Scheidung darstellt zu meistern. Im Vergleich dazu suchen 29% der Eltern Hilfe und erhalten diese. In Dänemark sind die Zahlen zudem weit „positiver“ als dies in vielen anderen Staaten der Fall ist, da das Scheidungssystem eine staatliche Begleitung und professionelle Unterstützung vorsieht. Der Staat finanziert z.B. Mediation, Coaching und psychologische Hilfe. In Österreich und Deutschland ist diese Form der professionellen Unterstützung in vielen Fällen selbst zu finanzieren. In einigen Fällen werden Mediationen und psychologische Unterstützung vom Staat mitfinanziert. So oder so ist es noch nicht „üblich“ sich oder den eigenen Kindern im Falle einer Scheidung professionell begleiten zu lassen. Dennoch erlebe ich bei einer steigenen Anzahl meiner Klienten und Klientinnen, dass sie dazu bereit sind ihre Kinder im Laufe der Scheidung und danach begleiten zu lassen.

Hilfe! Ich halte es nicht mehr aus.
Hilfe! Ich halte es nicht mehr aus.

Was kann ich tun, wenn ich Hilfe brauche?

Lassen Sie sich helfen. Suchen Sie einen Familientherapeuten / eine Familientherapeutin, der/die diese schwierige Zeit des Übergangs begleitet. Dies ist nicht nur für Sie wichtig, sondern primär für ihre Kinder. Und für die Kommunikation zwischen Ihnen und ihren Kindern.

Denn für die Kinder bleibt die Trennung unklar. Die Ursachen nicht nachvollziehbar. Die Veränderung sehr real. Die Auswirkung in auf ihre Alltagssituation auch. Denn ab sofort fehlt einer von beiden. Ab sofort fühlen sich die Kinder verantworlich für das Wohl des Elternteils der mehr leidet, bzw. sich als Opfer outet. Damit kommen Kinder in eine Situation, Verantwortung für das Wohl ihrer Eltern zu übernehmen. Ob sie das wollen oder nicht. In den Gedanken der Kinder spielen sich Dinge ab, die da streng genommen nicht hingehören.

Wie reagieren Kinder langfristig auf eine Scheidung?

Langfristig zeigen Studien, dass sich Kinder für die Scheidung direkt verantwortlich fühlen. Oft ist dies der Fall, da sich die Eltern oft über Erziehung, Alltagssituationen mit Kindern gestritten haben. Dabei erscheint es mir wesentlich zu verstehen, dass bei Kindern im Fall der Scheidung etwas anderes „abgeht“ als bei Erwachsenen. Und dass Erwachsene oft so in die eigenen Gefühle und Bedürfnissse verstrickt sind während der Scheidung, dass sie gar nicht oder nicht wirklich mitkriegen was sich bei den Kindern abspielt. Gerade strittige Scheidungen und Trennungen binden die Energie der Erwachsenen und zwingen den Fokus auf den ungeliebten Ex / die ungeliebte Ex. Somit fehlt oft die Energie sich mit der Situation der Kinder auseinanderzusetzen.

Scheidung und Trennung
Scheidung und Trennung

Gerade deshalb ist es wichtig, sich vor der Entscheidung zur Trennung Hilfe zu suchen. Dies ist einerseits Hilfe für einen selbst (z.B. Coaching, Mediation) und andererseits Hilfe für die Kinder. Scheidungen sind langfristige Einbrüche und Knicke in der eigenen Lebennsgeschichte. Dazu kommt die Auswirkung auf die langfristige Bindungsfähigkeit und Bindungssicherheit der Kinder.

Egal was Sie vorhaben – holen Sie sich rechtzeitig Hilfe. Damit es für alle direkt und indirekt beteiligten Personen einfacher wird.. Studien zeigen, dass Trennungen und Scheidungen Auswirkungen auf die eigene Gesundheit und das eigene Leben haben wir ein Tod einer nahestehenden Person. Nehmen Sie Ihre Scheidung ernst. Lassen Sie sich begleiten. Damit Sie über die Folgen und Auswirkungen für alle Beteiligten Bescheid wissen und rechtzeitig agieren können.

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Woran erkenne ich, ob meine Beziehung Hilfe braucht?

Ich höre Dir nicht mehr zu
Was hast du gesagt? Kommunikation im Beziehungs-Alltag

Wann brauchen Paare Hilfe? Egal ob das neue Jahr beginnt, oder der Sommerurlaub vor bei ist. Nach der Urlaubszeit steigt die Anzahl der Scheidungsanfragen bei Rechtsanwälten, wie es sonst nur nach Weihnachten der Fall ist. Warum ist das so? Weil viele Paare im Urlaub feststellen, wie wenig sie sich noch zu sagen haben.

Ebenso ist es mit den Nachfragen nach Mediationen. Nach Weihnachten und nach dem Sommerurlaub melden sich viele Paare bei mir. Sie haben festgestellt, dass

  • die Kommunikation nicht mehr so läuft wie früher
  • sie sich nichts mehr zu sagen haben
  • unangenehme Spannungen im Beziehungsalltag dominieren
  • etwas nicht stimmt mit der Beziehung

Im Alltag leben Paare miteinander und nebeneinander. Da sich dadurch ihre Kommunikation abnutzt, verlernen sie einander positives Feedback zu geben. Komplimente, Unterstützung und gemeinsame Aktivitäten nehmen ab. Bei einigen Paaren in meiner Praxis als Trennungs- und Scheidungsmediator sehe ich  die 4 apokalyptischen Reiter in Aktion.

Viele Paare mit Kindern sind Meister in der Organisation des Alltags und verlieren dabei zunehmends ein Stück ihrer Beziehung zueinander. Dies fällt oft erst auf, wenn sie miteinander viel Zeit verbringen – ohne ihre Kinder. Oder im Urlaub, wenn wir viel Zeit miteinander auf engstem Raum verbringen. Daher ist es insbesondere in Beziehungen wichtig regemäßig zu überprüfen, wie es um die Beziehung steht. Braucht Deine Beziehung Hilfe, oder geht es ihr gut? Wie sieht Dein Partner / Deiner Partnerin das? Wie würde er/sie diese Frage beantworten?

Woran erkenne ich das meine Paarbeziehung Hilfe braucht?

So geht es mir / uns jetzt

Das kann ich tun Produkte, die mir dabei helfen
Zu wenig Wertschätzung Positive Kommunikation: Mit kleinen Zeichen der Liebe jeden Tag Wertschätzung vermitteln. Einfach, schnell und unkompliziert. Die Spiele-Box für Paare – damit das Herz wieder was zum Lachen hat 🙂

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Kein gemeinsames Projekt in der Zukunft Zeit zu zweit für eine gemeinsame Beziehungsreise:Ein Spiel mit 20 verschiedenen Fragen, bei dem das Gemeinsame in den Vordergrund gerückt wird. Dadurch wird der Blick frei für Dinge, die ihr gemeinsam tun und erleben könnt und wollt. Der Beziehungskoffer: Enthält verschiedene Spiele, eine Paarkommunikationsanalyse und eine Mediation ohne Mediator

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Kommunikation hat sich abgenutzt.

Wir reden kaum mehr miteinander über Themen, die nicht mit dem Alltag und der Organisation (Familie, Beruf, Kinder) zu tun haben. Kommunikations-Werkzeuge ausprobieren:

  • Selbstbild/Fremdbild
  • Aktives Zuhören
  • Entschlüsseln

Der Beziehugskoffer: 7 verschiedene Kommunikations-Werkzeuge mit denen spielerisch und  einfach Brücken gebaut werden.Eine  Übersicht der Kommunikations-Werkzeuge findest Du HIER.

 

Ich möchte endlich wieder Freude spüren und lachen: Lege den Fokus auf die Dinge, die funktioneren, die Dir an der Beziehung gefallen. Und mache kleine Geschenke und Komplimente im Alltag, die Deinen Partner / Deine Partnerin überraschen werden. Benutze dafür kleine Haftnotizen auf denen Du jeden Tag Deinem Partner / Deiner Partnerin ein Kompliment machst! Deine Spiele-Box für PaareMit Happy Messages hast du mehr als 1000 Möglichkeiten jeden Tag Deinen Partner / Deine Partnerin zu überraschen.Mehr Informationen HIER

 

 

Nähe und Intimität steigern

 

Was kann ich tun, wenn ich erkannt habe, dass unsere Beziehung Hilfe braucht?

  1. Ansprechen: Sprich mit Deinem Partner / Deiner Partnerin darüber, wie es Dir geht und was Dir durch den Kopf geht. Oft braucht es einige Zeit, für Dein Gegenüber die eigenen Bedürfnisse und Position auszudrücken. Ich erlebe oft, dass Paare verschiedene Geschwindigkeiten in sich tragen. Das bedeutet, dass eine Seite schnell redet, denkt und entscheidet und die andere Seite nicht. Oder es kann bedeuten, dass eine Seite schon über Trennung nachdenkt, während der/die Andere der Meinung ist, dass es „eh noch ganz gut läuft“. Daher ist es wichtig sich gegenseitig Zeit zu geben, das Gespräch und dessen Inhalt zu verdauen.
  2. Nachfassen: Was machen wir mit unserer Situation? Wollen wir es selbst durchsprechen, wie es uns geht? Holen wir uns Unterstützung von außen? Und wenn ja, was benötigen wir? Eine Mediation, eine Paartherapie, einen Spezialisten?
  3. Umsetzen: Fragt im Freundeskreis, sucht im Netz und einigt euch auf den nächsten Schritt. Egal ob ihr gemeinsam eine Beziehungreise macht (20 Fragen gemeinsam beantworten) oder ob ihr euch für einen Mediator / eine Mediatorin entscheidet – tut es. Denn wie sagt schon Erich Kästner: “ Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“
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Zeit zu zweit: Mehr Nähe und Intimität

Probiere es aus und besorge Dir Dein Produkt. Spiele die verschiedenen Spiele miteinander. Nutze die Beziehungsreise, um miteinander ins Gespräch zu kommen.  Und gib damit Deiner Beziehung Luft und Liebe. Viel Spaß beim Ausprobieren!

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Die Top-10-Liste für eine glückliche Beziehung

In einer Umfrage wurden 4000 Ehemänner und Ehefrauen gebeten zu beschreiben, was Sie tun, damit ihr Eheglück im Alltag bestehen bleibt? Hier ist die Liste die sich aus den vielen Antworten als eine Top-10-Liste für eine glückliche Ehe ergeben hat:

1. Sich täglich Zeit für sich selbst nehmen: Genieße jeden Tag 1 Stunde und 15 Minuten „Ich-Zeit“. „Ich-Zeit“ ist die Zeit in der Du das tust, was Du am Liebsten tust. Egal ob dies Fernsehen, Shoppen, Bier trinken mit Freunden, basteln im Keller, etc. ist.

2. Positive Kommunikation: Sage „Danke“, wenn Dein Schatz im Haushalt unterstützt, hilft bzw. Dir etwas Gutes tut (z.B. für Dich kocht, Deine Wäsche macht, einkaufen geht, eine „Deiner“ Tätigkeiten übernimmt).

3. Natur: 1 mal pro Monat ein Spaziergang in der Natur

4. Tee: 1 mal pro Tag bietet der Partner / die Partnerin an, einen Tee zu machen.

5.  Offene Kommunikation: Sprich jeden Tag mindestens 24 Minuten miteinander offen über die Dinge, die Dich bewegen.

6. Bei Streit: Küsst Euch und versöhnt Euch immer bevor Ihr einschlaft!

7. Streicheleinheiten: Umarmt und streichelt / liebkost Euch sich mindestens fünf mal täglich. Und sage  1 mal pro Tag „Ich liebe Dich“!

8.  Schriftliche Kommunikation: Schreibe 4 SMS, rufe Deinen Schatz 4 mal an oder schreibe 4 Emails pro Tag an ihn/sie , während Du in der Arbeit bist.

9. 2er-Zeit: Drei Abende pro Woche solltet Ihr gemeinsam am Sofa verbringen.

10. Komplimente: Macht einander zwei mal täglich Komplimente.

Auch wenn nicht alle Erfahrungs-Tipps 1:1 umlegbar sind für Dich, so ist es eine gute  Übersicht über die Dinge, die im Alltag für glückliche Ehen sorgen können: Aufmerksamkeit, Wertschätzung, Dankbarkeit und vor allem Initiative. Denn die meisten dieser Punkte setzen voraus, dass Du von Dir aus aktiv wirst. Und nicht nur, wenn der Partner /die Partnerin sich bedankt als „Retour-Danke“.

Also – viel Spaß beim Ausprobieren!

 

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Mehr Sex in Deiner Beziehung? 4 alltagstaugliche „Instant-Tipps“

Sex ist Kommunikation auf körperlicher Ebene. In einem Zeit-Online-Artikel vergleicht die Autorin Sex mit Kommunikation. Wenn ein Paar viel Sex miteinander hat, ist es wie wenn das Paar viel miteinander auf körperlicher Ebene spricht. Gibt es wenig Sex wird auf körperlicher Ebene zu wenig miteinander „gesprochen“. Ein interessanter Gedanke.

Bei den meisten Paaren, die mit ihren Kommunikationsproblemen zu mir kommen, stelle ich fest, dass sie keinen Sex mehr haben. Oft schon seit Jahren. Es ist in meinen Augen dann oft ein Wunder, dass sie überhaupt noch zusammen sind. Oft sind sie dies nur mehr, weil sie miteinander Kinder haben. Ihre Paarbeziehung ist eigentlich schon tot und der Alltag besteht fast ausschließlich aus Organisation und den 4 apokalyptischen Reitern.

Vom 6 Sekunden-Kuss bis zum Sex
Vom 6 Sekunden-Kuss bis zum Sex

Ist Sex Kommunikation?

Gehen wir mal davon aus, dass ein großer Teil unserer Sprache non-verbale Kommunikation bzw. Zeichen sind. Dann wären körperliche Berühung, Streicheln und Sex nonverbale Kommunikation. Somit ist Sex ein Teil der Kommunikation in einer Beziehung.

Also was tun, wenn ich zuwenig Sex habe?

Körperlichen Kontakt wieder herstellen. Nein, damit meine ich nicht Beine spreizen und Sex haben. Vielmehr geht es darum die körperliche und non-verbale Kommunikation wieder zu stärken. Hier einige Ideen aus der Praxis:

1 . Ein Kuss in der Früh und am Abend, wenn er/sie nachhause kommt. Mit der Zeit sollte der Kuss ausgedehnt werden. Der Beziehungsforscher Gottman empfiehlt einen 6-Sekunden Kuss, damit die positive Kommunikation wieder ansteigt. Fange mit dem 1-Sekunden-Kuss an und arbeite Dich nach oben. Enjoy 🙂

2. Händchenhalten beim Spazieren gehen: Langweilig oder schwierig? Probiere es mal. Es ist ein Kontaktversuch und oft ein wichtiger erster Schritt der gegenseitigen Annäherung.

Körperliche Kommunikation: Händchen halten beim Spazieren gehen

3. Eine Umarmung wenn er/sie nachhause kommt: Das „Flucht-Bussi“ beim gehen und kommen erzeugt auf Dauer keine Nähe und Intimität. Ganz anders ist dies bei einer Umarmung. Probier es aus. Und steigere wie bei der Dauer des Kusses die Dauer der Umarmung. Bis seine/ihre Arme auch anfangen Dich  zu umarmen.

4. Streicheln: Wie „richtiges“ Streicheln geht,Streicheln?Ja – es gibt auch dazu eine Studie 🙂

Und dann – wenn es passt – kuscheln im Bett mit und ohne Sex.  Viel Spaß beim Ausprobieren!

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Die Abwärtsspirale: Vom Streit bis zur Trennung – wie kommen Sie da raus?

Laut einer dänischen Umfrage unter 1009 Paaren (Alter 18-74) sehen 16% der befragten Paare Streit als ein großes Problem in der Beziehung und 46% davon wollen sich wegen der Streitereien trennen! D.h. jede zweite Beziehung in der viel gestritten wird, ist trennungs- bzw. scheidungsgefährdet.

Streit führt zur Trennung in Partnerschaften

Die häufigsten Auslöser  für Streitigkeiten in der Beziehung sind:

  • Uneinigkeit über die Aufgabenteilung zuhause: 23%
  • Einhalten von Vereinbarungen: 6%
  • Geld: 6%
  • Kindererziehung: 4%
  • Sex: 3%
  • Eifersucht: 3%
  • Arbeit: 1%
  • Andere Ursachen. 9%

Warum streiten Paare? Streit entsteht oft weil sich die Kommunikation abnutzt und unser Aktives Zuhören im Laufe der Beziehung abnimmt.  Wenn wir nicht mehr zuhören und nachfragen, so ist es uns kaum mehr möglich unsere Partner zu verstehen. Und so verlieren wir die Möglichkeit die Bedürfnisse und Wünsche unseres Partners rechtzeitig (!) zu erkennen.

Was kann ich tun? Wenn Sie feststellen, dass Sie immer wieder streiten und sich im Kreis drehen und sich der Streit immer wieder an den selben Dingen entfacht, ist es Zeit aktiv zu werden. Setzen Sie sich für ihre Beziehung ein. Bevor es zu spät ist.

Wie kann ich Streit in meiner Beziehung bewältigen?

Step 1: Nehmen Sie die Luft raus: Wenn der Streit eskaliert braucht das Thema und das Paar eine „Auszeit“. Setzen Sie auf Deeskalation, indem Sie eine der folgenden Dinge probieren:

  • Time-Out / STOP: Vereinbaren Sie ein Zeichen, dass Sie mit den Händen machen können, wenn Ihr Partner / Ihre Partnerin zu weit geht bzw. der Streit ausser Kontrolle gerät. Schweigen Sie dann beide mindestens eine Minute lang, während Sie sich gegenübersitzen. Versuchen Sie dabei an ganz etwas anders zu denken. Wenn möglich, sollte es etwas schönes aus der gemeinsamen Beziehungszeit sein.  Dann steigen Sie wieder ein, indem Sie versuchen in „Ich-Botschaften“ miteinander zu sprechen.
  • Einer Spricht / der Andere hört zu: Versuchen Sie diese „Paarkommunikationsregel“ gemeinsam durchzuhalten. Das ist schwierig. Es wirkt jedoch de-eskalierend. Vorausgesetzt Sie schaffen es wirklich zuzuhören.

Step 2: Beginnen Sie wieder zuzuhören. Woran merken Sie, ob Sie richtig zuhören? Sie hören nicht wirklich zu, wenn

  • Sie sich bereits ein (Gegen)Argument zurecht legen, während ihre Partner/Ihre Partnerin spricht.
  • Sie Ihn/Sie unterbrechen.
  • Sie es nicht aushalten zu warten bis Er/Sie den Gedanken fertig ausformuliert hat.
  • Sie auf einen Vorwurf mit einem Gegenvorwurf reagieren. Versuchen Sie herauszufinden, was Ihren Partner/ ihre Partnerin verletzt hat / gekränkt hat. Hören Sie aktiv zu und fragen Sie solange nach, bis Sie genau verstanden haben was er/sie sagen möchte.
  • Sie es nicht schaffen so lange bei seinem / ihrem Argument / Thema zu bleiben, wie sie brauchen um genau zu verstehen, worum es geht.

Step 3: Bringen Sie Kommunikation in ihre Beziehung: Kaufen Sie eine Paarkommunikationsanalyse und versuchen Sie in einer Mediation ohne Mediator festzulegen, worum es im Streit geht.

Paarkommunikationsanalyse
Paarkommunikationsanalyse

Step 4: Nehmen Sie Hilfe in Anspruch: Dies gilt insbesondere, wenn Sie merken, dass Sie sich im Kreis drehen mit der gegenseitigen Abwechslung von Angriff und Verteidigung. Dann brauchen Sie eine persönliche Kommunikationsbegleitung. Nehmen Sie sich 2-3 Sitzungen lang Zeit. Mit einem Beziehungs-Begleiter können Sie neue Erkenntnisse gewinnen, den Prozess verlangsamen und somit neue Erkenntnisse gewinnen, wie Sie in Zukunft ihre Alltagsstreitigkeiten in den Griff bekommen können.

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Warum Paare 2,5 Jahre nach der Hochzeit aufgeben

Einer Befragung von 5000 verheirateten Paaren ergab, dass Männer und Frauen sich 2,5 Jahre nach der Heirat nicht mehr um ihre Beziehung bemühen.   Bereits nach dem zweiten Jahrestag werden die ersten Anzeichen der mangelnden Aufmerksamkeit sichtbar:

Glückliches Paar nach der Hochzeit
Glückliches Paar nach der Hochzeit
  • 54% der Frauen geben an, dass Sie kein make-up mehr tragen.
  • 61% der Frauen ziehen sich ihre smarte Business Kleidung zuhause aus, und tauschen diese gegen einen Pyjama oder legere Sportkleidung.
  • 70% der Männer geben zu, dass sie sich in der Beziehung so sicher und wohl fühlen, dass sie ihre schmutzige Wäsche im Haus herumliegen lassen.
  • 75% der Paare würden die Kontrolle über die Fernbedienung nicht aufgeben, obwohl ihr Partner/ ihre Partnerin sie darum bittet.
  • 79% der Befragten sehen keinen Anlass, den Klodeckel nach ihrem Klogang runter zu klappen.

Lächerliche Kleinigkeiten?

Nein, leider nicht. Denn sie zeigen, dass die Bemühungen abnehmen, die um das andere Geschlecht gemacht werden. Und das sehr schnell. Am Anfang der Beziehung putzen sich die Partner noch heraus, geben Acht, hören sich gut zu, gehen miteinander essen, ins Kino und verbringen gemeinsam Zeit. Dann kommt die Gewohnheitsphase. Mann und Frau fühlen sich sicher und nehmen immer weniger Rücksicht aufeinander.

Die befragten Paare waren mehr als 10 Jahre verheiratet. Bereits nach 3 Jahren hatten 83% (!) der Befragten kein Interesse mehr daran ihren Jahrestag zu feiern. Mehr als die Hälfte der Befragten 5000 Paare erzählten, dass Sie sich in der Partnerschaft unterbewertet fühlten.

Was ist passiert?

Am Anfang der Beziehung – während der ersten Monate –

  • hielten noch 83% der Paare regelmäßig Händchen, wenn sie ausgegangen sind. Nach 10 Jahren tun dies nur mehr 38% der Paare.
  • berühren sich und schmusen Paare mehr als 8 mal am Tag. Nach 10 Jahren ist dies nur 5 mal am Tag der Fall.
  • werden Kosenamen (Liebling, Schatz, etc.) benutzt. Nach 10 Jahren sind es die Vornamen die Anwendung finden.
  • 60% gaben an, dass ihr Partner / ihre Partnerin sie nicht mehr mit einem romantischen Abend außer Haus überrascht hätten seit ihrer  Hochzeit!

Erkennen Sie sich wieder? Wenn ja, was können Sie tun, damit der Alltag die Beziehung nicht killt?

Hier ein paar einfach umsetzbare Tipps:

  • Überraschen Sie ihren Partner / ihre Partnerin mit einem Geschenk ihrer Wahl. Kaufen Sie Blumen (ohne Anlass), bringen Sie eine Kleinigkeit mit, die nur er/sie mag.
  • Planen Sie eine Überraschung für ihn/sie: Gehen Sie aus tanzen, ins Kino oder in in Restaurant
  • Suchen Sie das Gespräch: Sprechen Sie über ihre Bedürfnisse in der Beziehung.
  • Besorgen Sie sich rechtzeitig Kommunikations-Werkzeuge und setzen Sie Maßnahmen zur Beziehungs-Begleitung.
  • Spielen Sie ein interaktives Kommunikationsspiel für Paare miteinander. Mehr dazu finden Sie hier.
  • Kleine Aufmerksamkeiten im Alltag: Räumen Sie nach sich auf. Erinnern Sie sich an etwas, dass ihren Partner / ihre Partnerin besonders gestört hat und erledigen sie es.
  • Drehen Sie den Beziehungs-Spieß um: Anstatt Vorwürfe zu machen, machen Sie ihm/ ihr Komplimente.

Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen dabei, dass Sie den Alltag besiegen und nicht der Alltag ihre Beziehung!

Quelle der Umfrage: One Poll (siehe http://www.onepoll.com/press-archive/456)

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Romantische Filme zerstören die Liebe in einer Beziehung

Es ist Freitag Abend und im TV läuft ein romantischer Film. Nach Überwindung vieler Widerstände kriegen sich die Liebenden am Ende und spazieren gemeinsam in den Sonnenaufgang in Richtung eines ewig glücklichen Lebens.

Paartherapeuten haben festgestellt, dass viele Paare an diese Film-Geschichten glauben. Sie sind „happy-ever-after addicts„. Ebenso wie Paare glauben, dass Sex perfekt sein muss. Gemeinsamer Orgasmus ist eh klar. Die Macht der Bilder, die wir in TV und Internet sehen ist so stark, dass wir in unseren Beziehungen unter Druck geraten, wenn wir es nicht schaffen ewige romantische  Verliebtheit aufrechtzuerhalten.

Romantische Momente: Vom 6 Sekunden-Kuss bis zum Sex
Romantische Momente: Vom 6 Sekunden-Kuss bis zum Sex

Laut einer australischen Umfrage in der 1000 Personen befragt wurden, meinte fast die Hälfte der Befragten, dass romantische Komödien ihren Blick auf ideale Beziehungen zerstört hätte. Therapeutin Gabrielle Morrissey meint, dass nur wenige Stunden Romantik-Kino die Beziehung für Wochen und Monate belasten kann.

Ist eigentlich schon jemanden aufgefallen, dass die meisten Filme aufhören, wenn die Paare glücklich zusammen gefunden haben? In der realen Beziehungswelt beginnt erst dann die Beziehung. Paare ziehen zusammen, richten Wohnung / Haus gemeinsam ein, planen Familie zu gründen, kriegen Kinder, heiraten, etc. etc. Viele dieser Momente werden in Filmen romantisiert behandelt. Und daher zerstören diese idealisierten Bilder laut einer britischen Studie auch viele Beziehungen.

Wir erwarten vom Partner, dass er – so wie im Film – uns die Wünsche von den Lippen lesen kann. Doch leider ist dies nicht der Fall. Vielmehr müssen wir dazu imstande sein unsere eigenen Wünsche, Bedürfnisse, Gefühle mit Worten auszudrücken. Und nicht nur das – wir müssen daran arbeiten, dass unser Partner / unsere Partnerin versteht was wir meinen. Auch das ist ein Teil der Beziehungsarbeit.

Tue Dir was Gutes und stelle keine unrealistischen Anforderungen an Deine Beziehung. Schaue weiterhin romantische Filme und nimm es mit Humor, wenn es einmal bei Euch nicht so klappt. Redet darüber. Findet euch – abseits von Film und Fernsehen.

Ein kleiner Tipp: Schalte den Fernseher mal einen Abend lang aus. Es hilft. Denn wie sagt ein altes Sprichwort: „Beim Reden kommen die Leute zusammen“.

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2/3 der Paare suchen zu spät Hilfe für ihre Beziehung

In einem Artikel zu einem Ö1-Beitrag stolpere ich über folgende Aussage: Paare kommen zu spät in die Paartherapie. Meistens nutzt einer der Partner die Paartherapie, um „aussteigen“ zu können. Einer will sich trennen und macht halt mit. Damit es „smoother“ über  die Bühne geht. Gemeinsam schaffen Paare es selten rechtzeitig zu kommen.

Laut diesem Artikel ist Paartherapie bei 2/3 der Paare (!) nicht erfolgreich und sie trennen sich danach. Somit ist Paartherapie eine Form der Kommunikationsbegleitung am Ende einer Beziehung.

Doch warum fällt es uns so schwer die Beziehung am Leben zu erhalten? Was hindert uns daran die Beziehung zu pflegen? Hier sind die Aussage der Paare sehr unterschiedlich. Oft höre ich „Er/Sie hat sich verändert“ oder „Wir haben uns auseinander gelebt.“  Dies kann z.B. mit der Geburt eines Kindes zusammen hängen. Oder mit dem Tod eines Elternteils. Oder mit einer „Midlife-Crisis“, die immer früher zuschlägt. In vielen Fällen sind es externe Ereignisse, die unterschiedlich wahrgenommen werden. Innerhalb der Paarbeziehung geht es in fast allen Fällen jedoch um die Kommunikation. In den meisten Fällen schaffen es die Partner nicht eine gemeinsame Sprache und Sichtweise zu finden bzw. zu entwickeln. In allen Fällen ist die Abnahme der Kommunikationsdichte zu beobachten. Immer weniger wesentliche Worte, Berührungen legen sich wie schleichendes Gift über die Beziehung. Immer mehr nebeneinander leben statt miteinander leben.

Die Lösung

Was tun? Es gibt keinen „easy catch“, keine schnelle und einfache Lösung. Vielmehr gibt es Beziehungsarbeit, die es zu leisten gilt. Und diese beginnt mit Tag 1 der Beziehung.

  1. Den Partner sehen, hören und ernst nehmen. Die “ 4 apokalyptischen Reiter“ aus der Beziehung rausnehmen. Am Anfang ist dies  schwierig. Doch es geht. Ein Partner, der sich nicht angegriffen fühlt, kann einfacher zuhören. Ein Partner, der sich angegriffen fühlt, kann (leider) gar nicht zuhören. Und somit nicht eingehen auf das Gesagte. Und leider sich auch nicht darauf beziehen.

 

  1. Zuhören, zuhören, zuhören: Versuche Deinem Partner / Deiner Partnerin 3 Minuten lang zuzuhören, ohne dabei zu antworten oder sogar ohne an eine Antwort zu denken. Wenn das schwer fällt, dann mache es mit Beziehungs-Karten. Hier gibt es auch das Kommunikations-Instrument „Aktives Zuhören“. Das ist ein Kommunikations-Werkzeug, das gerne in Paartherapien genutzt und geübt wird.

 

  1. Hilfe suchen: „Rechtzeitig drauf schauen, dass man hat was man braucht“ – ein Spruch, der auch für die Beziehung gilt. So ist z.B. 18 Monate nach der Geburt des ersten Kindes ein optimaler Zeitpunkt für externe Hilfe. Stelle Dir vor es ist wie ein schwieriger Job, in dem Du regelmäßige Supervision erhälst. Ein Setting wo ein Mensch Dir / euch zuhört und dabei hilft die Kommunikation wieder in Schwung zu bringen. Dies kann durch eine Mediation erfolgen. Mehr darüber findest Du hier.

Nimm Deine Beziehung unter die Lupe. Auf welchem Stand ist bei Euch / bei Dir die Beziehungsarbeit? Gratis Tipps und Anleitungen zur Beziehungsarbeit findest Du hier.

 

Ich wünsche gutes Gelingen und viel Spaß!!

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Das 1. Kind und die Paarbeziehung: Die 18 Monate-Regel

Kommunikation ist der Schlüssel beim ersten Kind
Zuhören im Alltag mit Kleinkind?

In einer aktuellen dänischen Studie zu der 250 Neo-Eltern über 4 Jahre nach der Geburt befragt wurden zeigt sich, dass die Beziehung von Neo-Eltern mit dem ersten Kind sehr stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Viele schaffen es nicht. Woran es liegt? Laut Studienautorin Tea Trillingsgaard haben wir uns durch spätere Elternschaft und Individualisierung in der Gesellschaft daran gewöhnt „Freijahre“ zu haben. „Auszeiten“, persönliche Entwicklung und Bildungskarenzen erschweren – so die Studie – den Einstieg in das Elterndasein.

Erwartungen an die Beziehung in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft rücken die Eltern näher zusammen. Die Erwartung an die gemeinsame Zeit und diese Nähe lassen nach der Geburt unweigerlich Enttäuschungen und Überforderung entstehen. Denn ein kleines Baby führt Schlafentzug der Eltern mit sich, ebenso wie viele neue Herausforderungen, da es sich um ein 24h-Programm handelt, dass für alle Beteiligten (Eltern wie Kind) neu ist…

Die 18-Monate-Regel für Paare mit Kommunikationsschwierigkeiten

Die dänische Forscherin und Psychologin stellte fest, dass Paare, die vor der Geburt des Kindes miteinander kommunizieren konnten wesentlich weniger Probleme hatten. Ein zweiter wesentlicher Faktor ist die Frage ob es zu psychischen Schwierigkeiten (wie z.B. Depression nach der Geburt) während und nach der Schwangerschaft gekommen ist oder nicht. Während letzteres nicht beeinflussbar ist, so gibt es laut Studienautorin einen optimalen Zeitpunkt an dem Paare mit Kommunikationsschwierigkeiten Hilfe suchen sollten. Denn es hilft scheinbar wenig, wenn dies während der Schwangerschaft geschieht. Viel besser ist es 18 Monate nach der Geburt. Da haben sich die Paare an die neue Herausforderung gewöhnt und sind besser dazu imstande Input von außen anzunehmen.

Doch was heißt dies für Paare, die Kinder wollen und merken, dass Sie aneinander vorbei kommunizieren? Diese Paare sollten vorab aktives Zuhören und Entschlüsseln miteinander üben. Und somit die Kommunikationsdichte in ihrer Beziehung erhöhen. Durch Einsatz dieser Kommunikations-Werkzeuge in ihrem Alltag, stärken Sie die Beziehung und erhöhen damit die Wahrscheinlichkeit besser und unbeschadeter durch die Zeit nach der Geburt ihres ersten Kindes bzw. der Kinder zu kommen.

3 Tipps, wie Sie Ihre Kommunikationsfähigkeiten erweitern können

1. Machen Sie den Test: Sie sollten 5x mehr positive als negative Kommunikation im Alltag miteinander erleben. Den kostenlosen Test, mit dem Sie selbst feststellen können wie es in Ihrer Beziehung ist finden Sie hier .

2. Kaufen Sie einen Beziehungskoffer um 69 Euro: Darin finden Sie 7 verschiedene Kommunikations-Werkzeuge mit denen Sie aktives Zuhören und Entschlüsseln ebenso wie Selbstbild-Fremdbild kennen lernen und vertiefen können. Mehr zum Inhalt und zum Shop finden Sie hier und auf meiner Beziehungskoffer-Facebook-Seite.

Ein Blick in Deinen Beziehungskoffer

3. Machen Sie einen Beziehungs-Check: Ob alleine oder mit ihrem Partner / ihrer Partnerin.: Finden Sie heraus wie es um Ihre Beziehung steht. Gemeinsam gehen wir die wesentlichen Themen einer Beziehung (Partnerlandkarte, das Verhältnis positiver und negativer Kommunikation zueinander, Sex, Kinder, Ehe, Nähe, etc.) durch. Erlauben Sie sich einen Perspektivenwechsel und versuchen Sie damit neue Standpunkte einzunehmen. Entwickeln Sie allein oder gemeinsam einen Handlungsplan für die nächsten 6 – 12 Monate. Mehr dazu finden Sie hier.

Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen und VIEL SPASS beim KOMMUNIZIEREN 🙂

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Konsumzwang oder Tradition? Was der Valentinstag mit meiner Beziehung zu tun hat

Alle Jahre wieder kommt der Valentinstag. Immer wieder frage ich mich, ob ich meiner Frau etwas schenken sollte? Warum ausgerechnet an dem Tag, an dem alle schenken (müssen)? Irgendwie sehe ich das nicht ein.

Zeit schenken - auch am Valentinstag
Zeit schenken – auch am Valentinstag

Im besten Fall erinnert mich der Valentinstag daran, dass sich meine Frau über Blumen freut, und dass ich ihr wieder mal welche schenken sollte. Aber doch nicht am Valentinstag. Das ist so wie wenn sie mir sagt, sie würde sich wieder mal über Blumen freuen und ich bringe am nächsten Tag welche mit. Total unspontan, oder?

Kennen Sie die Antwort?
Kennen Sie die Antwort?

 

Der Valentinstag: Konsumzwang oder Tradition? – das ist die Frage

Mich persönlich stört der Konsumzwang, der sich von Weihnachten über Valentinstag bis zu Ostern an mich richtet. die message in der Werbung lautet: „Wenn Du ihr Liebe zeigen willst, dann schenke ihr….. (Produkt A-Z).  Ich will dieser – so denke ich – amerikanisierten Konsumtradition als Europäer nicht Folge leisten.  Doch ich irre mich….. Auf Wikipedia werde ich eines Besseren belehrt.

Der Valentinstag ist eine ursprünglich europäische „Erfindung“ – die Legende

Der Valentinstag ist eigentlich eine europäische Tradition… Vor 1700 Jahren hat Valentin von Terni – ein Bischof im 3. Jahrhundert Paare getraut, die nicht heiraten durften (weil der Mann ein Soldat war) und ihnen Blumen aus seinem Garten geschenkt. Später wurde er für die Ausübung seiner christlichen Religion vom römischen Kaiser zum Tode verurteilt.

Eine andere Legende zum Valentinstag

Einer anderen Legende nach bezieht sich der Valentinstag auf den Feiertag einer römischen Göttin (Juno), die die Schutzpatronin der Ehe war. An diesem Tag gingen junge Mädchen in ihren Tempel, um das Orakel nach dem richtigen Partner zu fragen. Für die jungen Männer galt es eine ledige Frau zu finden. Sie zogen ein Los mit dem Namen einer ledigen Frau und durften dann mit dieser ausgehen. Bei verheirateten Männern galt dafür, dass sie Blumen schenken sollten.

Was bedeutet diese Information nun für mich? Dass ich einer uralten europäischen Tradition Folge leisten sollte und die Frau, die mir zugelost wird heiraten sollte? Mein Glück ist, dass ich das Los nicht mehr brauche, denn ich habe bereits eine Frau gefunden und geheiratet 🙂

Und Blumen schenken, müsste ich erst wenn ich mit ihr verheiratet bin. Also was tun? Vielleicht schenke ich ihr am Valentinstag ein Stück Beziehungspflege, indem ich ihr die Geschichte vom Valentinstag vorlese, ihr sage „Ich liebe Dich!“  Blumen gibts dafür später mal – so spontan eben 🙂

Ein persönliches Geschenk für den Alltag
Ein persönliches Geschenk für den Alltag


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Brauchst Du einen Beziehungs-Check? 3 Antworten

Die Ausgangslage für Deinen Beziehungs-Check: Ihr habt euch kennen gelernt und in einander verliebt. Dann seid ihr zusammen gezogen und der Alltag kehrt ein. In der Beziehung herrscht ein hoher Kuschelfaktor vor. Also alles in Ordnung?

Romantische Momente: Für mehr Nähe und Intimität
Romantische Momente: Für mehr Nähe und Intimität

Das ist eine gute Frage, die Du Dir in Deiner Beziehung regelmäßig stellen solltest.Laut einer internationalen Studie nimmt die Glückskurve bis zur Geburt des ersten Kindes ständig zu und dann geht es bergab.

Welche Faktoren, führen zum Sinken Eurer Glückskurve?

Klassische Beziehungs-Stressfaktoren, die die Glückskurve absinken lassen, sind

  • Kinder,
  • Arbeit,
  • Geldsorgen,
  • seine/ihre Familienangehörigen und/oder Freunde und
  • die eigene Entwicklung.

Denn wir ändern uns mit den Jahren. Und so ändern sich auch die Bedürfnisse. Und damit die Beziehung.

Was kannst Du tun, damit eure Glückskurve aufwärts strebt?

1. Definiere in regelmäßigen Abständen die jeweiligen persönlichen Bedürfnisse und die gemeinsamen Bedürfnisse.

Da die Kommunikationsdichte (5 Phasen-Modell) automatisch abnimmt, braucht eine Beziehung ab dem ersten Jahr Beziehungspflege-Einheiten und regelmäßig einen Beziehungs-Check.

2. Mache einen Beziehungs-Check:

Daher empfehle ich – je nach Bedarf und Bedürfniss – 3 verschiedene Checks für Paare:

1. Der Einsteiger-Beziehungs-Check: Wie ist das Verhältnis von positiver  und negativer Kommunikation in Deiner Beziehung?

Beziehungs-Check: Wie sieht Eure Kommunikation im Alltag aus?
Kommunikation neu erleben

Bei einem Verhältnis von 5:1 könnt ihr davon ausgehen, dass es  eurer Beziehung gut geht. Ladet euch den kostenlosen Test  hier runter. Falls Deine Beziehung 5:1 nicht schafft, hilft die Spiele-Box für Paare weiter. Mit Happy Messages erlebst Du jeden Tag positive Kommunikation in Deiner Beziehung. Einfach und interaktiv…

Beziehungs-Check Positive Kommunikation zu zweit im Alltag erleben
Spiele-Box für Paare – viel Kommunikation, Spiel & Spaß um 29,90

2. Die Paarkommunikationsanalyse: Worüber sprecht ihr miteinander im Alltag? Wieviel Zeit gebt ihr euch gegenseitig, um über beziehungsrelevante Themen zu sprechen? Macht eine Paarkommunikationsanalyse zuhause und vergleicht eure Resultate. Mit der Paarkommunikationsanalyse analysiert ihr die Inhalte  eurer Kommunikation im Laufe einer Woche und stellt die Nettobeziehungszeit fest. Die Paarkommunikationsanalyse ist Teil des Beziehungskoffers, den Ihr um 69 Euro hier kaufen können.

3. Der private Beziehungs-Check zuhause: Geht miteinander auf eine Beziehungsreise und erlebt wie Kommunikation Spaß machen kann. Finde mit der Hilfe von 100 verschiedenen Spielkarten heraus, wohin Eure Beziehungsreise 2017 gehen soll.

Erlebe auf Eurer Beziehungsreise Kommunikation neu
Erlebe auf Eurer Beziehungsreise Kommunikation neu

Mit der Beziehungsreise macht ihr von der Beziehungswüste bis ins Beziehungsparadies eine lustige und interaktive Reise. Finde in wenigen Stunden heraus, welche Bedürfnisse Dein Partner / Deine Partnerin hat und tauscht euch darüber miteinander aus. Die Beziehungsreise ist ein Teil des Beziehungskoffers, den Du hier bestellen kannst.

Ich wünsche Euch viel Nähe und Freude und angenehme „Aha-Erlebnisse“ mit allen 3 Beziehungs-Checks!

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3 Elemente, die Du zum Wachstum Deiner Beziehung benötigst

Die 3 Elemente

freundschaft
Gegenseitige Unterstützung im Alltag

Der amerikanische Beziehungs- und Scheidungsforscher John Gottman hat festgestellt, dass es 3 Elemente gibt, die eine Beziehung braucht, um zu wachsen.

Diese 3 Elemente sind

1. Gegenseitige Unterstützung

2. Nähe und Intimität

3. Zufriedenheit

Viele Paare erleben im Alltag wie schwierig es ist alle drei Elemente „am Leben zu erhalten“. Doch welches Element ist am Wichtigsten? Womit fange ich an? Brauche ich Zufriedenheit, damit es Nähe und Intimität gibt oder gegenseitige Unterstützung? Es ist ein wenig wie das Henne-Ei-Problem, wo wir nicht wissen was zuerst da war 🙂

Der Beziehungsalltag

Paaren, die zu mir kommen, erzähle ich oft Geschichten aus dem Alltag von anderen Paaren. Diese sollen es leichter machen zu sehen, dass es bei allen 3 Elementen das Pay it forward-Prinzip braucht. Du musst zuerst selbst etwas tun, damit Deine Beziehung sich weiter entwickelt. Warte nicht bis Dein Partner Dich unterstützt und lasse erst dann Nähe und Intimität zu. Das funktioniert in Beziehungen auf Dauer nicht.  Es geht dann etwas weiter, wenn Du selbst den ersten Schritt setzt. Damit wird es für Deinen Partner / Deine Partnerin leichter Nähe und Intimität zuzulassen und Zufriedenheit auszustrahlen. Dann ist es auch für den Partner leichter diese Elemente selbst zu stärken. Denn wie sagt schon Erich Kästner: „Es gibt  nichts Gutes außer man tut es“. So JUST DO IT! Beginne heute damit, den ersten Schritt zu setzen!

Romantische Momente: Für mehr Nähe und Intimität
Romantische Momente: Für mehr Nähe und Intimität

Machen wir eine Beziehungsreise – Bleiben wir im Gespräch

Wie schaffe ich es die 3 Elemente lebendig zu halten? Eine Möglichkeit besteht darin in regelmäßigen Abständen die Partnerlandkarte miteinander neu zu betrachten. Dies kannst Du mit dem Beziehungskoffer machen, in dem Du verschiedene Kommunikations-Werkzeuge und auch eine Beziehungsreise findest.

Dein Beziehungskoffer mit Spielfeld und Karten
Dein Beziehungskoffer mit Spielfeld und Karten

Die Beziehungsreise ist ein interaktives Spiel für Paare. Ihr beantwortet gemeinsam 20 verschiedene Fragen. Ganz automatisch entsteht dadurch ein Gespräch wohin die gemeinsame Beziehungsreise in nächster Zukunft gehen soll. Zudem ermöglicht euh die Beziehungsreise die Themen Nähe, Zufriedenheit, Gegenseitige Unterstützung und Intimität in den Mittelpunkt zu stellen. Fragt euch was hier gut funktioniert und wo ihr neue „Spielregeln“ braucht. Wo haben sich Eure Bedürfnisse geändert? Was klappt gut und was braucht neue Vereinbarungen? Nach 20 Fragen berichten viele Paare, dass Sie schon lange nicht mehr so gut miteinander gesprochen hätten. Für einige ist es das perfekte Vorspiel….

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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13 persönliche Zeit-Geschenk-Ideen für Ihre Beziehung

Wie sieht es aus – das richtige Geschenk für IHN/SIE? Worüber wird ER/SIE sich am Meisten freuen? Nach jahrelangem Beschenken von allen Seiten fehlen einem die Ideen. Aber eines gibt es noch. Eines, das viel wertvoller ist als alles andere, das wir haben. Eines das für jeden von uns einzigartig ist. Von dem wir immer weniger haben. Und immer mehr wollen, je älter wir werden. Richtig – es ist ZEIT.

Die Idee

Zeit für die Beziehung

Schenken Sie ihrem Liebsten  / ihrer Liebsten ZEIT. Beziehungs-Zeit. Wie sieht diese aus? Sie schenken IHM/IHR soviel Zeit, wie Sie möchten.

Überlegen Sie wie lange es her ist, dass Sie jemandem Zeit geschenkt haben. Laut einer Studie verbringen Paare pro Tag 3 MINUTEN damit sich miteinander über beziehungsrelevante Themen zu unterhalten. Nicht viel Zeit, um sich aufeinander zu beziehen. Zu wenig Zeit für Beziehungspflege. Wenn Kinder da sind versinkt der Alltag in Organisation und Abstimmung. Ohne Kinder in Arbeit. Oder in Arbeit, Alltag und Familie.

Genug gute Gründe, um Zeit zu schenken. Und zwar die eigenen Zeit. Finden Sie ein nettes Billet / eine Geschenkkarte und schenken Sie Zeit zu zweit.

 

Das perfekte Geschenk zum Lachen, Schenken und miteinander Erleben
Das perfekte Geschenk zum Lachen, Schenken und miteinander Erleben

13 persönliche Zeit-Geschenk-Ideen für Ihre Beziehung

  1. Zeit um etwas gemeinsam zu erleben
  2. Zeit zum Kommunizieren
  3. Zeit zum Lachen
  4. Zeit für Nähe
  5. Kuschelzeit (z.B. der 6-Sekunden-Kuss)
  6. Zeit zum Vorlesen
  7. Zeit zum Schweigen (z.B. ein gemeinsamer Spaziergang ohne Worte)
  8. Zeit zum Reden (z.B. aktives Zuhören)
  9. Zeit zum Singen
  10. Zeit für Sex (incl. Vorspiel-Zeit)
  11. Zeit zum Spielen (siehe www.beziehungskoffer.com) und die Spiele-Box für Paare
  12. Zeit zum Reisen
  13. Zeit für sich (z.B. Friseur, Fußballspiel schauen, Sport, Freunde/FreundInnen treffen)
Romantische Momente: Vom 6 Sekunden-Kuss bis zum Sex
Romantische Momente: Vom 6 Sekunden-Kuss bis zum Sex

Was mir am Zeit schenken so gut gefällt?

Es ist ein sehr persönliches und einzigartiges Geschenk. Die Ausführung macht in den meisten Fällen beiden Menschein Freude. Dadurch entsteht automatisch mehr Nähe und Intimität. Beides ist für eine Beziehung wie Dünger, um die Herausforderungen des Alltags miteinander positiv zu bestehen.

Es ist so einfach. Egal ob ein Spaziergang, oder gemeinsam Essen gehen, oder einfach „nur“ zuhören – die Umsetzung macht Freude und Lust auf mehr.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

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Scheidung: Mehr Frauen als Männer erleiden Herzanfall

Forscher der amerikanischen Duke-University über einem Zeitraum von fast 20 Jahren (1992 bis 2010) die Daten von 15.827 Personen analysiert. Jede 3. Person erlebte in diesem Zeitraum mindestens eine Scheidung. Die Analyse der Daten zeigte, dass geschiedene  Männer und Frauen über ein höheres Risiko verfügen einen Herzinfarkt zu erleiden als nicht geschiedene Personen. Die Forscher gehen dabei davon aus, dass eine Scheidung sich wie chronischer Stress auswirkt und daher gesundheitsgefährdend sein kann.

Scheidungen führen zu chronischem Stress
Scheidungen führen zu chronischem Stress

Dies entspricht auch meiner Beobachtung als Mediator im Bereich Trennung und Scheidung. Die meisten Paare leiden nicht nur kurzfristig sondern über einen längeren Zeitraum an ihrer Scheidung. Scheidungen bringen oft Geldsorgen und andauernde Kommunikationskonflikte mit dem Ex-Partner mit sich. Kein Wunder also, dass Scheidungen oft chronischen Stress auslösen. Mittlerweile gehen Forscher davon aus, dass die gesundheitliche Auswirkung einer Scheidung mit einem Todesfall in der Familie, hohem Blutdruck oder Diabetes verglichen werden kann.

Die Forscher der US-Universität Duke University gehen davon aus, dass die veränderten Lebensbedingungen (z.B. Einbußen im Einkommen) langfristig zu Stress führen. Durch den Stress wird das Immunsystem dauerhaft belastet. Dies wieder ist eine der Gründe, dass Geschiedene eher krank werden, bzw. für Herzanfälle anfälliger sind.

Überraschend ist, dass Frauen nach Scheidungen eine höhere Wahrscheinlichkeit haben einen Herzanfall zu erleiden, als dies bei Männern der Fall ist. Geschiedene Frauen erlitten im Beobachtungszeitraum um 24% wahrscheinlicher einen Herzanfall als Frauen, die in diesem Zeitraum verheiratet geblieben sind. Bei mehrfahren Scheidungen unterscheidet sich der Wert um 77%!! Der Vergleichswert für Männer waren 10% höhere Herzanfallrate bzw. 30% bei mehrfacher Scheidung.

Also was kannst Du machen, damit Du Deine Scheidung möglichst unbeschadet überstehst?

In meinen Scheidungsmediationen stelle ich fest, dass Kommunikation der Schlüssel zum Erfolg ist. Dies ist wenig überraschend. Paaren geht es besser, wenn sie es im Laufe der Scheidung schaffen sich miteinander abzustimmen,  zu unterhalten und auszutauschen.

Bei Scheidungen sind Konflikte normal. Die Frage ist

  • wie (respektvoll oder „unter der Gürtellinie) und
  • wo (gerichtlich oder im Rahmen der Mediation) sie ausgetragen werden.

Mediation ist hier eine von mehreren Möglichkeiten, wie Paare – die kein Paar mehr sein wollen – durch diesen schwierigen Prozess begleitet werden. Denn oft schaffen sie es nicht mehr miteinander zu sprechen, ohne dabei einen der 4 apokalyptischen Reiter zu aktivieren. Und dies macht es fast unmöglich Lösungen zu finden. Ein geschulter Mediator trägt dazu bei, dass die Kommunikation geregelt abläuft, die wesentlichen Dinge besprochen werden und eine Scheidungsvereinbarung erstellt wird die für alle Beteiligten (incl. Kinder) nachhaltig ist.

 

Aber was noch viel wichtiger ist….

Eine dauerhaufte Gesprächsbasis nach der Scheidung
Mediation – wenn Du Deine Kommunikation begleiten lässt…

Die meisten Scheidungspaare sind so in ihre Scheidung verstrickt, dass sie den Blick für das wesentliche verlieren. Das ist die Zeit nach der Scheidung. Wenn Kinder involviert sind, ist dieser Zeitrahmen oft viel länger als die Beziehung / die Ehe angedauert hat. Gerade wenn es um Themen wie Schule, Urlaub, Geburtstage, Familienfeste (z.B. Weihnachten) geht, besteht oft erneuter Kommunikationsbedarf. Da hilft es, wenn Paare auf „ihren“ Mediator zurückgreifen können. Denn die meisten Paare erleben den geschützten Rahmen einer Mediation als sehr wohltuend. Hier ist es nicht nur möglich Vereinbarungen zu treffen, sondern auch Gehör für die eigene Position und Bedürfnisse zu finden.

Aus meiner Sicht ist der „heilsame“ Effekt eines guten Gespräches miteinander – z.B. im Rahmen einer Mediation – ein sehr effektiver Stresskiller. Regelmäßige „Updates“ nach der Scheidung sorgen dafür, dass sich bei Paaren weniger oft chronischer Stress entwickelt, da sie miteinander – auch in schwierigen Situationen – in Kontakt bleiben. Hier geht es nicht darum die Paarbeziehung zu retten, sondern darum die Elternbeziehung respektvoll und nachhaltig zu unterstützen. Dies geschieht einerseits zum Wohl der Kinder und andererseits – siehe die obige Studie – damit die Eltern selbst auf ihre Gesundheit achten.

Die Studie der Duke University findest Du hier.