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Das 1. Kind und die Paarbeziehung: Die 18 Monate-Regel

Kommunikation ist der Schlüssel beim ersten Kind
Zuhören im Alltag mit Kleinkind?

In einer aktuellen dänischen Studie zu der 250 Neo-Eltern über 4 Jahre nach der Geburt befragt wurden zeigt sich, dass die Beziehung von Neo-Eltern mit dem ersten Kind sehr stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Viele schaffen es nicht. Woran es liegt? Laut Studienautorin Tea Trillingsgaard haben wir uns durch spätere Elternschaft und Individualisierung in der Gesellschaft daran gewöhnt „Freijahre“ zu haben. „Auszeiten“, persönliche Entwicklung und Bildungskarenzen erschweren – so die Studie – den Einstieg in das Elterndasein.

Erwartungen an die Beziehung in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft rücken die Eltern näher zusammen. Die Erwartung an die gemeinsame Zeit und diese Nähe lassen nach der Geburt unweigerlich Enttäuschungen und Überforderung entstehen. Denn ein kleines Baby führt Schlafentzug der Eltern mit sich, ebenso wie viele neue Herausforderungen, da es sich um ein 24h-Programm handelt, dass für alle Beteiligten (Eltern wie Kind) neu ist…

Die 18-Monate-Regel für Paare mit Kommunikationsschwierigkeiten

Die dänische Forscherin und Psychologin stellte fest, dass Paare, die vor der Geburt des Kindes miteinander kommunizieren konnten wesentlich weniger Probleme hatten. Ein zweiter wesentlicher Faktor ist die Frage ob es zu psychischen Schwierigkeiten (wie z.B. Depression nach der Geburt) während und nach der Schwangerschaft gekommen ist oder nicht. Während letzteres nicht beeinflussbar ist, so gibt es laut Studienautorin einen optimalen Zeitpunkt an dem Paare mit Kommunikationsschwierigkeiten Hilfe suchen sollten. Denn es hilft scheinbar wenig, wenn dies während der Schwangerschaft geschieht. Viel besser ist es 18 Monate nach der Geburt. Da haben sich die Paare an die neue Herausforderung gewöhnt und sind besser dazu imstande Input von außen anzunehmen.

Doch was heißt dies für Paare, die Kinder wollen und merken, dass Sie aneinander vorbei kommunizieren? Diese Paare sollten vorab aktives Zuhören und Entschlüsseln miteinander üben. Und somit die Kommunikationsdichte in ihrer Beziehung erhöhen. Durch Einsatz dieser Kommunikations-Werkzeuge in ihrem Alltag, stärken Sie die Beziehung und erhöhen damit die Wahrscheinlichkeit besser und unbeschadeter durch die Zeit nach der Geburt ihres ersten Kindes bzw. der Kinder zu kommen.

3 Tipps, wie Sie Ihre Kommunikationsfähigkeiten erweitern können

1. Machen Sie den Test: Sie sollten 5x mehr positive als negative Kommunikation im Alltag miteinander erleben. Den kostenlosen Test, mit dem Sie selbst feststellen können wie es in Ihrer Beziehung ist finden Sie hier .

2. Kaufen Sie einen Beziehungskoffer um 69 Euro: Darin finden Sie 7 verschiedene Kommunikations-Werkzeuge mit denen Sie aktives Zuhören und Entschlüsseln ebenso wie Selbstbild-Fremdbild kennen lernen und vertiefen können. Mehr zum Inhalt und zum Shop finden Sie hier und auf meiner Beziehungskoffer-Facebook-Seite.

Ein Blick in Deinen Beziehungskoffer

3. Machen Sie einen Beziehungs-Check: Ob alleine oder mit ihrem Partner / ihrer Partnerin.: Finden Sie heraus wie es um Ihre Beziehung steht. Gemeinsam gehen wir die wesentlichen Themen einer Beziehung (Partnerlandkarte, das Verhältnis positiver und negativer Kommunikation zueinander, Sex, Kinder, Ehe, Nähe, etc.) durch. Erlauben Sie sich einen Perspektivenwechsel und versuchen Sie damit neue Standpunkte einzunehmen. Entwickeln Sie allein oder gemeinsam einen Handlungsplan für die nächsten 6 – 12 Monate. Mehr dazu finden Sie hier.

Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen und VIEL SPASS beim KOMMUNIZIEREN 🙂

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Wie reagieren Kinder auf eine Scheidung?

Eine Scheidung bei Paaren mit Kindern hat – zumindest – 2 Ebenen. Auf der einer Ebene geht es um die Trennung der Erwachsenen. Zwei Partner gehen auseinander. Auf der anderen Ebene geht es um die Trennung als Eltern. Diese Trennung wirkt sich primär auf die Kinder aus. Denn für die Kinder trennen sich nicht Mann und Frau, sondern die Eltern. Es kommt zu einem Bruch ihrer Normalität und ihres Alltags. Unabhängig vom Trennungsmodell müssen Kinder nach der Scheidung abwechselnd auf einen Elternteil verzichten.

Die Paar-Ebene der Scheidung
Die Paar-Ebene der Scheidung

Die Reaktionsmuster von Scheidungskindern

Auf die Trennung ihrer Eltern reagieren Kinder sehr unterschiedlich. Laut der dänischen Familientherapeutin Ana Prip Brandt gibt es hier drei verschiedene Reaktionsmuster:

  • Einfrieren
  • Flucht
  • Angriff

In allen drei Fällen registrieren Eltern eine Distanz zwischen sich selbst und ihren Kindern.  Denn Kinder fangen an  zu überlegen, was sie ihren Eltern „zumuten“ können. Die Kommunikation der Kinder mit den Eltern verändert sich. Dies betrifft vor allem die Dinge über die Kinder gerne aus freien Stücken mit ihren Eltern sprechen.

Das Gefühl der Einsamkeit bei Scheidungskindern

Ein weitere Folge von Scheidungen ist für viele Kinder das Gefühl der Einsamkeit. Der Fokus liegt bei den Eltern (denn es ist ja „ihre“ Scheidung, „ihr Drama“). Somit versuchen die Kinder den Eltern „zu helfen“. Viele Kinder fühlen sich bei Scheidungen und vor allem danach einsam und alleine gelassen.

Dies wird dadurch bestätigt, dass wesentlich weniger Kinder professionelle Hilfe und Begleitung erhalten als Erwachsene.

Laut einer Untersuchung in Dänemark erhalten nur 11% der Kinder Unterstützung um die Krise, die eine Scheidung darstellt zu meistern. Im Vergleich dazu suchen 29% der Eltern Hilfe und erhalten diese. In Dänemark sind die Zahlen zudem weit „positiver“ als dies in vielen anderen Staaten der Fall ist, da das Scheidungssystem eine staatliche Begleitung und professionelle Unterstützung vorsieht. Der Staat finanziert z.B. Mediation, Coaching und psychologische Hilfe. In Österreich und Deutschland ist diese Form der professionellen Unterstützung in vielen Fällen selbst zu finanzieren. In einigen Fällen werden Mediationen und psychologische Unterstützung vom Staat mitfinanziert. So oder so ist es noch nicht „üblich“ sich oder den eigenen Kindern im Falle einer Scheidung professionell begleiten zu lassen. Dennoch erlebe ich bei einer steigenen Anzahl meiner Klienten und Klientinnen, dass sie dazu bereit sind ihre Kinder im Laufe der Scheidung und danach begleiten zu lassen.

Hilfe! Ich halte es nicht mehr aus.
Hilfe! Ich halte es nicht mehr aus.

Was kann ich tun, wenn ich Hilfe brauche?

Lassen Sie sich helfen. Suchen Sie einen Familientherapeuten / eine Familientherapeutin, der/die diese schwierige Zeit des Übergangs begleitet. Dies ist nicht nur für Sie wichtig, sondern primär für ihre Kinder. Und für die Kommunikation zwischen Ihnen und ihren Kindern.

Denn für die Kinder bleibt die Trennung unklar. Die Ursachen nicht nachvollziehbar. Die Veränderung sehr real. Die Auswirkung in auf ihre Alltagssituation auch. Denn ab sofort fehlt einer von beiden. Ab sofort fühlen sich die Kinder verantworlich für das Wohl des Elternteils der mehr leidet, bzw. sich als Opfer outet. Damit kommen Kinder in eine Situation, Verantwortung für das Wohl ihrer Eltern zu übernehmen. Ob sie das wollen oder nicht. In den Gedanken der Kinder spielen sich Dinge ab, die da streng genommen nicht hingehören.

Wie reagieren Kinder langfristig auf eine Scheidung?

Langfristig zeigen Studien, dass sich Kinder für die Scheidung direkt verantwortlich fühlen. Oft ist dies der Fall, da sich die Eltern oft über Erziehung, Alltagssituationen mit Kindern gestritten haben. Dabei erscheint es mir wesentlich zu verstehen, dass bei Kindern im Fall der Scheidung etwas anderes „abgeht“ als bei Erwachsenen. Und dass Erwachsene oft so in die eigenen Gefühle und Bedürfnissse verstrickt sind während der Scheidung, dass sie gar nicht oder nicht wirklich mitkriegen was sich bei den Kindern abspielt. Gerade strittige Scheidungen und Trennungen binden die Energie der Erwachsenen und zwingen den Fokus auf den ungeliebten Ex / die ungeliebte Ex. Somit fehlt oft die Energie sich mit der Situation der Kinder auseinanderzusetzen.

Scheidung und Trennung
Scheidung und Trennung

Gerade deshalb ist es wichtig, sich vor der Entscheidung zur Trennung Hilfe zu suchen. Dies ist einerseits Hilfe für einen selbst (z.B. Coaching, Mediation) und andererseits Hilfe für die Kinder. Scheidungen sind langfristige Einbrüche und Knicke in der eigenen Lebennsgeschichte. Dazu kommt die Auswirkung auf die langfristige Bindungsfähigkeit und Bindungssicherheit der Kinder.

Egal was Sie vorhaben – holen Sie sich rechtzeitig Hilfe. Damit es für alle direkt und indirekt beteiligten Personen einfacher wird.. Studien zeigen, dass Trennungen und Scheidungen Auswirkungen auf die eigene Gesundheit und das eigene Leben haben wir ein Tod einer nahestehenden Person. Nehmen Sie Ihre Scheidung ernst. Lassen Sie sich begleiten. Damit Sie über die Folgen und Auswirkungen für alle Beteiligten Bescheid wissen und rechtzeitig agieren können.

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Scheidung: Mehr Frauen als Männer erleiden Herzanfall

Forscher der amerikanischen Duke-University über einem Zeitraum von fast 20 Jahren (1992 bis 2010) die Daten von 15.827 Personen analysiert. Jede 3. Person erlebte in diesem Zeitraum mindestens eine Scheidung. Die Analyse der Daten zeigte, dass geschiedene  Männer und Frauen über ein höheres Risiko verfügen einen Herzinfarkt zu erleiden als nicht geschiedene Personen. Die Forscher gehen dabei davon aus, dass eine Scheidung sich wie chronischer Stress auswirkt und daher gesundheitsgefährdend sein kann.

Scheidungen führen zu chronischem Stress
Scheidungen führen zu chronischem Stress

Dies entspricht auch meiner Beobachtung als Mediator im Bereich Trennung und Scheidung. Die meisten Paare leiden nicht nur kurzfristig sondern über einen längeren Zeitraum an ihrer Scheidung. Scheidungen bringen oft Geldsorgen und andauernde Kommunikationskonflikte mit dem Ex-Partner mit sich. Kein Wunder also, dass Scheidungen oft chronischen Stress auslösen. Mittlerweile gehen Forscher davon aus, dass die gesundheitliche Auswirkung einer Scheidung mit einem Todesfall in der Familie, hohem Blutdruck oder Diabetes verglichen werden kann.

Die Forscher der US-Universität Duke University gehen davon aus, dass die veränderten Lebensbedingungen (z.B. Einbußen im Einkommen) langfristig zu Stress führen. Durch den Stress wird das Immunsystem dauerhaft belastet. Dies wieder ist eine der Gründe, dass Geschiedene eher krank werden, bzw. für Herzanfälle anfälliger sind.

Überraschend ist, dass Frauen nach Scheidungen eine höhere Wahrscheinlichkeit haben einen Herzanfall zu erleiden, als dies bei Männern der Fall ist. Geschiedene Frauen erlitten im Beobachtungszeitraum um 24% wahrscheinlicher einen Herzanfall als Frauen, die in diesem Zeitraum verheiratet geblieben sind. Bei mehrfahren Scheidungen unterscheidet sich der Wert um 77%!! Der Vergleichswert für Männer waren 10% höhere Herzanfallrate bzw. 30% bei mehrfacher Scheidung.

Also was kannst Du machen, damit Du Deine Scheidung möglichst unbeschadet überstehst?

In meinen Scheidungsmediationen stelle ich fest, dass Kommunikation der Schlüssel zum Erfolg ist. Dies ist wenig überraschend. Paaren geht es besser, wenn sie es im Laufe der Scheidung schaffen sich miteinander abzustimmen,  zu unterhalten und auszutauschen.

Bei Scheidungen sind Konflikte normal. Die Frage ist

  • wie (respektvoll oder „unter der Gürtellinie) und
  • wo (gerichtlich oder im Rahmen der Mediation) sie ausgetragen werden.

Mediation ist hier eine von mehreren Möglichkeiten, wie Paare – die kein Paar mehr sein wollen – durch diesen schwierigen Prozess begleitet werden. Denn oft schaffen sie es nicht mehr miteinander zu sprechen, ohne dabei einen der 4 apokalyptischen Reiter zu aktivieren. Und dies macht es fast unmöglich Lösungen zu finden. Ein geschulter Mediator trägt dazu bei, dass die Kommunikation geregelt abläuft, die wesentlichen Dinge besprochen werden und eine Scheidungsvereinbarung erstellt wird die für alle Beteiligten (incl. Kinder) nachhaltig ist.

 

Aber was noch viel wichtiger ist….

Eine dauerhaufte Gesprächsbasis nach der Scheidung
Mediation – wenn Du Deine Kommunikation begleiten lässt…

Die meisten Scheidungspaare sind so in ihre Scheidung verstrickt, dass sie den Blick für das wesentliche verlieren. Das ist die Zeit nach der Scheidung. Wenn Kinder involviert sind, ist dieser Zeitrahmen oft viel länger als die Beziehung / die Ehe angedauert hat. Gerade wenn es um Themen wie Schule, Urlaub, Geburtstage, Familienfeste (z.B. Weihnachten) geht, besteht oft erneuter Kommunikationsbedarf. Da hilft es, wenn Paare auf „ihren“ Mediator zurückgreifen können. Denn die meisten Paare erleben den geschützten Rahmen einer Mediation als sehr wohltuend. Hier ist es nicht nur möglich Vereinbarungen zu treffen, sondern auch Gehör für die eigene Position und Bedürfnisse zu finden.

Aus meiner Sicht ist der „heilsame“ Effekt eines guten Gespräches miteinander – z.B. im Rahmen einer Mediation – ein sehr effektiver Stresskiller. Regelmäßige „Updates“ nach der Scheidung sorgen dafür, dass sich bei Paaren weniger oft chronischer Stress entwickelt, da sie miteinander – auch in schwierigen Situationen – in Kontakt bleiben. Hier geht es nicht darum die Paarbeziehung zu retten, sondern darum die Elternbeziehung respektvoll und nachhaltig zu unterstützen. Dies geschieht einerseits zum Wohl der Kinder und andererseits – siehe die obige Studie – damit die Eltern selbst auf ihre Gesundheit achten.

Die Studie der Duke University findest Du hier.

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Damit Dein Urlaub nicht zur Trennung führt

Der heiß ersehnte Urlaub steht bevor. Du freust Dich sehr auf alles was Dir im Alltag fehlt:Flickr Account Jeremy Vandel

  • mehr Schlaf
  • gutes Essen (nicht selber kochen müssen)
  • Nähe und Intimität mit Deinem Mann/Frau
  • Sex
  • gute  Bücher lesen
  • viel Zeit mit der  Familie verbringen.

Im Urlaub ist dann irgendwie alles anders. Vielen Familien fällt es schwer aus dem Hamsterrad auszusteigen und einfach nichts zu tun. „Die Kinder gehören beschäftigt“ höre ich da oft. „Sonst gehen sie die Wände hoch“. Und so passiert es, dass Eltern ihren Urlaub damit verbringen den Kindern einen guten Urlaub zu bescheren. Dabei bleiben ihre eigenen  Bedürfnisse auf der Strecke. Und sollte der Partner / die Partnerin es schaffen sich um die eigenen Bedürfnisse zu kümmern, so erzeugt dies auch noch Neid, Stress und manchmal sogar Hass.

So kommt es, dass der Urlaub weder zur persönlichen Erholung noch zur Entspannung in der Beziehung führt. Enttäuscht und noch ein Stückchen weiter auseinandergelebt kehren Paare zurück aus dem Urlaub. Oft beginnt einer von beiden im Kopf sich vorzustellen, ob nicht alleine alles viel einfacher wäre. Der erste Schritt zur Trennung ist damit getan.

Was kann ich tun, damit mir das nicht passiert?

Hier ein paar Tipps, die Dir helfen können sowohl für Dich als auch für die Beziehung Erholung und Entspannung im Urlaub zu ermöglichen:

Sprich mit Deinem Partner / Deiner Partnerin vor dem Urlaub über Deine, seine und eure Urlaubsbedürfnisse:Portrait of woman and man looking at each other outside

  1. ich möchte ausschlafen
  2. ich möchte mehr Sex
  3. Ich wünsche mir Zeit zum Lesen
  4. Ich möchte mich nicht um Kochen / Planen / einkaufen kümmern
  5. Ich möchte Sport treiben

 

Biete Lösungen an, wie ihr beide auf eure Kosten kommen könnt:

1.Wir wechseln uns ab: Jeder darf abwechselnd mal in der Früh ausschlafen / ein Buch lesen / Sport machen, während der /die Andere sich um Kinder/Frühstück oder was auch immer ansteht kümmert. Diese Lösung klingt sehr einfach. Viele Paare glauben sie müssen im Urlaub alles miteinander machen. Dabei zeigt sich dann oft, wie sehr Mann & Frau sich gegenseitig im Weg stehen, nerven bzw. über alles diskutieren. Das „Wir wechseln uns ab“-Modell setzt natürlich voraus, dass es danach keine Kritik am Frühstück, der Kinderversorgung bzw. der Planung gibt. Eine große Herausfoderung, dafür aber sehr schön, wenn es gelingt.

2. Wie komme ich zu mehr Sex: Schaffe die Rahmenbedingungen für den Sex, den Du gerne mit ihm/ihr haben möchtest. Wie daKiss at the beachs geht? Sprich mit Deinem Partner / Deiner Partnerin darüber. Wenn Dir das schwer fällt, dann hole Dir die Spiele-Box für Paare.Dort gibt es mehrere Möglichkeiten spielerisch einfach miteinander Dinge – wie z.B. Sex – anzusprechen. Wichtig ist, dass Du RECHTZEITIG deine Bedürfnisse nach (mehr) Sex ansprichst. 10 Minuten vorher ist oft zu spät. Wenn Du in der Früh oder einige Stunden vorher Dein Bedürfnis nach SEx ansprichst, kannst du ausloten, was er/sie braucht, damit es für beide ein schönes Erlebnis wird.

Das Ziel dieser Tipps ist, dass ihr einander als Paar wieder näher kommt im Urlaub. Wenn Du es schaffst Deine Batterien alleine aufzuladen, dann fällt es Dir auch leichter auf Deinen Partner / Deine Partnerin zuzugehen.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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Beziehungskonflikte: Anhaltender Streit endet für Männer öfter tödlich

Männer, die sich oft mit Ehepartner, Kinder oder Freunden streiten, sterben früher. Das hat eine dänische Studie über den Zeitraum von 12 Jahren ergeben. 10.000 Männer im Alter von 36-52 wurden befragt nach ihren Lebensumständen und danach über 11 Jahre observiert. Es zeigte sich, dass Konflikte, Sorgen und hohe Anforderungen aus der unmittelbaren Umgebung bei Männern doppelt so oft zum Tod führen wie bei Frauen.5158417206_22b63aae01

Der Zusammenhang zwischen sozialen Relationen und einem gesunden und guten Leben ist bekannt. Neu ist, dass es umgekehrt einen nachweisbar negativen Effekt gibt, wenn diese sozialen Beziehungen belastet sind. Die Studie wurde durch  das dänische Center for Sund Aldring og Institut for Folkesundhedsvidenskab an der Universität von Kopenhagen (Københavns Universitet) durchgeführt.

9875 Teilnehmer im Altern zwischen 36 und 52 Jahre wurden befragt. Dabei gaben 1 von 10 TeilnehmerInnen an, dass ihre PartnerInnen oder Kinder oft bzw. konstant als Ursache für Anforderungen und Sorgen aufscheinen.  Im Beobachtungszeitraum starben 4% der Frauen und 6% der Männern. Der größte Schaden entsteht aus konstanten Streitereien mit PartnerInnen und Kindern.

Wie kann ich mich vor diesen Folgen schützen? Bei Streitigkeiten ist es eine Herausforderung nicht sofort auf den Streit einzugehen. Vielmehr gilt es sich zurückzuhalten, durchzuatmen und bis 10 zu zählen. Damit senkt sich das Level der Stresshormone und es wird „weniger gesundheitsschädigend“ in den Konflikt einzusteigen. Wichtig ist es am Anfang eines Konfliktes aktiv zuzuhören. Wenn es Ihnen gelingt zuzuhören ohne an ihre eigenen Argumente dabei zu denken, so können Sie mit dem Entschlüsseln beginnen. Stellen Sie Frage und finden Sie heraus, worum es eigentlich geht. Diese Kommunikations-Werkzeuge sind am Anfang eine große Herausforderung. Mit der Zeit verlangsamt es den typischen Ping-Pong-Prozess eines Streits und führt dann zu einer Deeskalation und schließlich zu einer nachhaltigen Kommunikation miteinander..

Die genannte Studie finden Sie hier: STUDIE
Lösungsansätze, wie Sie positive Kommunikation in Ihrer Beziehung erreichen können, finden Sie hier: ARTIKEL 1, ARTIKEL 2, ARTIKEL 3
Verschiedene Produkte der Kommunikations-Begleitung bzw. Kommunikationswerkzeuge finden Sie hier: ONLINE-SHOP, ÜBERSICHT KOMMUNIKATIONS-WERKZEUGE
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Die Abwärtsspirale: Vom Streit bis zur Trennung – wie kommen Sie da raus?

Laut einer dänischen Umfrage unter 1009 Paaren (Alter 18-74) sehen 16% der befragten Paare Streit als ein großes Problem in der Beziehung und 46% davon wollen sich wegen der Streitereien trennen! D.h. jede zweite Beziehung in der viel gestritten wird, ist trennungs- bzw. scheidungsgefährdet.

Streit führt zur Trennung in Partnerschaften
Vom Streit zur Trennung im Beziehungsalltag?

Was sind die häufigsten Auslöser für Streitigkeiten in einer Paarbeziehung?

Die häufigsten Auslöser  für Streitigkeiten in der Beziehung sind:

  • Uneinigkeit über die Aufgabenteilung zuhause: 23%
  • Einhalten von Vereinbarungen: 6%
  • Geld: 6%
  • Kindererziehung: 4%
  • Sex: 3%
  • Eifersucht: 3%
  • Arbeit: 1%
  • Andere Ursachen. 9%

Warum streiten Paare? Streit entsteht oft weil sich die Kommunikation abnutzt und unser Aktives Zuhören im Laufe der Beziehung abnimmt.  Wenn wir nicht mehr zuhören und nachfragen, so ist es uns kaum mehr möglich unsere Partner zu verstehen. Und so verlieren wir die Möglichkeit die Bedürfnisse und Wünsche unseres Partners rechtzeitig (!) zu erkennen.

Was kann ich tun? Wenn Sie feststellen, dass Sie immer wieder streiten und sich im Kreis drehen und sich der Streit immer wieder an den selben Dingen entfacht, ist es Zeit aktiv zu werden. Setzen Sie sich für ihre Beziehung ein. Bevor es zu spät ist.

Wie kann ich Streit in meiner Beziehung bewältigen?

Step 1: Nehmen Sie die Luft raus

Wenn der Streit eskaliert braucht das Thema und das Paar eine „Auszeit“. Setzen Sie auf Deeskalation, indem Sie eine der folgenden Dinge probieren:

  • Time-Out / STOP: Vereinbaren Sie ein Zeichen, dass Sie mit den Händen machen können, wenn Ihr Partner / Ihre Partnerin zu weit geht bzw. der Streit ausser Kontrolle gerät. Schweigen Sie dann beide mindestens eine Minute lang, während Sie sich gegenübersitzen. Versuchen Sie dabei an ganz etwas anders zu denken. Wenn möglich, sollte es etwas schönes aus der gemeinsamen Beziehungszeit sein.  Dann steigen Sie wieder ein, indem Sie versuchen in „Ich-Botschaften“ miteinander zu sprechen.
  • Einer Spricht / der Andere hört zu: Versuchen Sie diese „Paarkommunikationsregel“ gemeinsam durchzuhalten. Das ist schwierig. Es wirkt jedoch de-eskalierend. Vorausgesetzt Sie schaffen es wirklich zuzuhören.

Step 2: Beginnen Sie wieder zuzuhören.

Woran merken Sie, ob Sie richtig zuhören? Sie hören nicht wirklich zu, wenn

  • Sie sich bereits ein (Gegen)Argument zurecht legen, während ihre Partner/Ihre Partnerin spricht.
  • Sie Ihn/Sie unterbrechen.
  • Sie es nicht aushalten zu warten bis Er/Sie den Gedanken fertig ausformuliert hat.
  • Sie auf einen Vorwurf mit einem Gegenvorwurf reagieren. Versuchen Sie herauszufinden, was Ihren Partner/ ihre Partnerin verletzt hat / gekränkt hat. Hören Sie aktiv zu und fragen Sie solange nach, bis Sie genau verstanden haben was er/sie sagen möchte.
  • Sie es nicht schaffen so lange bei seinem / ihrem Argument / Thema zu bleiben, wie sie brauchen um genau zu verstehen, worum es geht.

Step 3: Bringen Sie Kommunikation in ihre Beziehung

Kaufen Sie eine Paarkommunikationsanalyse und versuchen Sie in einer Mediation ohne Mediator festzulegen, worum es im Streit geht.

Paarkommunikationsanalyse
Macht eine Paarkommunikationsanalyse

Step 4: Nehmen Sie professionelle Hilfe in Anspruch

Dies gilt insbesondere, wenn Sie merken, dass Sie sich im Kreis drehen mit der gegenseitigen Abwechslung von Angriff und Verteidigung. Dann brauchen Sie eine persönliche Kommunikationsbegleitung. Nehmen Sie sich 2-3 Sitzungen lang Zeit. Mit einem Beziehungs-Begleiter können Sie neue Erkenntnisse gewinnen, den Prozess verlangsamen und somit neue Erkenntnisse gewinnen, wie Sie in Zukunft ihre Alltagsstreitigkeiten in den Griff bekommen können.

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Virale Trennung: Breaking up is hard to do

Virale Trennung: Dieser bekannte Song von Neil Sedaka fällt mir ein, nachdem ich auf Facebook dieses Video entdeckt habe. Zwei Menschen entscheiden sich auseinander zu gehen. Weil ER Kinder will und SIE nicht. Nach fünf Jahren Beziehung kommen sie an diesem Thema nicht mehr vorbei.

Neu an diesem Thema ist, dass die beiden ein Lied miteinander vortragen, in dem Sie zu ihrer Wahl stehen. Die Entscheidung für oder gegen Kinder ist hier eine Entscheidung gegen die Beziehung. Keiner von beiden gibt nach, um die Beziehung weiter zu führen.

Neu ist auch die öffentliche Aussage, woran die Beziehung gescheitert ist. Für viele ist diese Form zu öffentlich. Sie hat den Vorteil, dass die Freunde eine Anleitung erhalten, wie sie mit der Trennung umgehen sollen. Denn beide wünschen sich, dass sie weiterhin zu Feiern und Veranstaltungen von den Freunden eingeladen werden. Sie machen klar, dass es ihre eigene Verantwortung ist, wie sie mit der Trennung umgehen. Die Freunde müssen bei dieser Trennung keine Seite wählen. Sie können mit beiden befreundet bleiben. Und dies ist eine (Reife)Leistung.

Oft ist es für Paare bei einer Trennung und Scheidung wichtig herauszufinden, wer „ihre“ Freunde sind. Manchmal werden wir als Freunde vor die Wahl gestellt, uns zu entscheiden mit wem wir weiterhin befreundet sein wollen. Selten gelingt es alle Seiten zufrieden zu stellen. Deshalb gefällt mir dieses Video so gut. Denn beide machen deutlich, dass sie traurig sind über die Trennung. Beide kommen zu Wort und erklären auch wie es weiter gehen kann. Hut ab vor dem Mut sich der Trennung zu stellen, ohne die Freunde mit den Scherben der Beziehung zu belasten. Dabei rufen beide dazu auf, dass Sie Hilfe und Unterstützung weiterhin brauchen werden von ihren Freunden.

Davon kann ich nur lernen. Klare Worte zur Situation und dazu was das Paar jetzt von Freunden am Meisten braucht. Well done.

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Die Buhmann-Position: Was Trennungen hemmt

In meiner Praxis als Mediator treffe ich oft auf die Buhmann-Position. Die Buhmann Position möchte keiner in einer funktionierenden Beziehung gerne einnehmen. Bei Trennungen und Scheidungen ist die Buhmann-Position der weiße Elefant im Raum. Jeder spürt dessen Anwesenheit und keiner möchte den Elefanten (= die Trennung) und dessen oft erdrückende Klarheit und Anwesenheit ansprechen.

Trennungen einleiten

Trennungen und Scheidungen sind nicht nur tiefe Einschnitte im Leben, sondern auch sehr schwierig einzuleiten. Dies ist zumindest meine Erfahrung als Mediator, wenn Paare vor mir sitzen. Keiner von beiden möchte „die Trennung“ aussprechen. Oft sitzen Paare vor mir und beide sind vermeintlich noch an einer Beziehung interessiert. Erst im Laufe der Mediation wird deutlich, dass dies so nicht stimmt. Einer / eine von beiden ist bereits emotional ausgestiegen aus der Beziehung. Oft wird dies deutlich, wenn die Beziehung kalt geworden ist und nicht mehr gestritten wird.

Trotz innerer Klarheit fällt es uns schwer die Trennung auszusprechen. Woran liegt das? Es verhält sich ähnlich wie bei Kündigungen. Wir sind nicht gern der Bote mit der schlechten Botschaft, der dann den Zorn, Ärger, Wut oder Trauer der betroffenen Person abbekommt. Dies mag einer der Gründe sein, dass wir unangenehme Mitteilungen hinauszögern oder anderen Menschen in den Mund legen wollen. Dazu kommt die „Buhmann-Position“. Derjenige/diejenige, die es als erster ausspricht, dass es hier um eine Trennung geht, ist der Buhmann / die Buhfrau. Der Partner kann dann jederzeit behaupten, dass die Trennung vom anderen ausgegangen sei. Mann selbst würde „nur“ reagieren. Das dies eine Verkürzung der Wahrheit ist, scheint dann oft nebensächlich. Hier höre ich oft Sätze wie „Du wolltest ja nicht mehr. Was soll ich da tun?“ oder „Er hat die Beziehung beendet. Ich habe noch darum gekämpft.“ Somit wird es klarer warum es sich um eine Buhmann-Position handelt…..

Beziehungs-Mikado: Wer sich als erster bewegt…..

Was ist Beamten-Mikado? Der erste, der sich bewegt hat verloren. So geht ein Witz den ich vor Jahren einmal gehört habe. Stereotyp und nicht meine Meinung. Wenn ich es jedoch anwende auf Beziehungen, frage ich mich ob es im Beziehungs-Mikado nicht genauso ist?

Wenn die Beziehung im Regen steht

Stellen Sie sich vor, Sie streiten miteinander. Wer gibt nach? Wer „bewegt“ sich? Und wie wird dies in Beziehungen vom Partner aufgefasst? Als „Nachgeben“, „klein begeben“ oder „Schuld eingestehen“?

Beziehungs-Mikado gibt es (leider). In vielen Beziehungen gibt es einen klassischen Streitablauf, ebenso wie einen klassischen Versöhnungsablauf. Es bewegt sich oft zuerst die Person, die es am Wenigsten aushält im Streit / Konflikt zu verharren.

Doch was passiert dann mit der Beziehung? Ebenso wie Kommunikation sich abnutzt, ist dies auch mit dem Auflösen von Unstimmigkeiten und Streitigkeiten. Wenn die Lösung / Bewegung meistens von einer Person ausgeht, wird diese mit der Zeit müde. Der /die Andere hat sich auf diese Form der Streitlösung bereits gut eingerichtet und merkt oft nicht, dass die Luft aus der Beziehung draußen ist.

Ein Fall aus der Praxis

Neulich war ein Paar bei mir, deren Beziehungs-Mikado statisch geworden war. Die Frau hatte sich immer um die Auflösung gekümmert. Sich bewegt. Der Mann hatte damit kein Problem, denn es ging aus seiner Sicht ja um ihre Bedürfnisse. Irgendwann hat die Frau sich nicht mehr bewegt. Ist ausgezogen. Der Mann hat darauf nicht reagiert. Eigentlich ist die Beziehung dann tot. Wenn der Mann nicht mehr reagiert auf Aktionen der Frau.

In dem Fall mit diesem Paar wollte er eigentlich die Beziehung nicht mehr. Er wollte sie aber auch nicht beenden. Somit kamen ihm die Aktionen seiner Partnerin genau recht. Denn er wollte nicht den „Buhmann“ erhalten dafür, „ES“ (=DIE TRENNUNG) auszusprechen. Bequem war er auch. Solange sie da war, war es besser als wenn sie nicht da war. Aber nur keine Wellen. Keine Aufregung.

Für SIE war das zu wenig. Sie wollte mehr von der Beziehung. Und setzte Aktionen. Die letztendlich den Anfang vom Ende einläuteten.

Was können wir daraus lernen?

  • Einseitige Bewegung (einer reagiert, der andere nicht ODER einer ist immer die Person, die als erste/erster agiert) ist für die Beziehung auf Dauer schädlich.
  • Sehen Sie sich in ihrer Beziehung an, wer immer als erster wieder „zurück kommt“ , „mit dem Komunizieren beginnt“. Und ändern sie dies. Oder sprechen Sie es an. Denn für die gegenseitige Wertschätzung gehören beide in der Beziehung dazu.

Ausgeglichene Beziehungspflege ist Beziehungs-Arbeit, die sich lohnt. Es sei denn Sie wünschen sich den klassischen Verlauf der Kommunikation in einer Beziehung. Dann sollten Sie im Beziehungs-Mikado verharren.

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Der Scheidungs-Zyklus: Färben Scheidungen ab auf die eigene Beziehung?

Über 43.000 geschiedene Frauen aus 18 verschiedenen Nationen (incl. Deutschland und Österreich) wurden in einer Studie untersucht. Die Frage war, ob es einen generationenübergreifenden Effekt von Scheidungen gibt bzw. wovon dieser abhängt? Mit anderen Worten: Wenn die Eltern geschieden sind – wie warscheinlich ist dann eine eigene spätere Scheidung für die weiblichen Kinder in der betroffenen Beziehung?Langzeitfolgen einer Scheidung

Die Antwort ist JA bzw. sehr warscheinlich:

  • Scheidungen färben ab.
  • Kinder aus geschiedenen Ehen sind schlechter gestellt für ihre eigenen Beziehungen.
  • Sie suchen länger und sie lassen sich eher scheiden als Kinder aus intakten Ehen.

Nicholas Wolfinger, ein Soziologie-Professor  aus Utah hat aus seinen Forschungsergebnissen einen Scheidungs-Zyklus entwickelt. Dieser zeigt die entscheidenden Faktoren dafür, dass Scheidungen von Generation zu Generation weiter gegeben werden.

Eine weitere Antwort ist JA, ABER. Denn es scheint so als würde es einen „Peer-Effekt“ geben. Wenn mehrere Kinder in der eigenen Umgebung von Scheidungen betroffen sind, so sehen diese, dass Scheidungen „normal“ sind und fühlen sich weniger stigmatisiert. Als Folge davon entwickeln sie später Fähigkeiten, die dazu führen, dass sie nicht zwingend selbst eine Scheidung erleben.

Also good news und bad news: Bad news sind es, weil klar ist, dass es seit vielen Jahren eine Scheidungsrate um die 50% gibt und jedes Jahr in Österreich 10.000e Kinder davon betroffen sind. In Deutschland sind es jährlich 100.000e Kinder und in Summe über die Jahrzehnte mehrere Millionen Kinder! In Österreich hatten z.B. bis Mitte der 90er Jahre mehr als 13% der Österreicher eine Scheidung ihrer Eltern erlebt. Und die Tendenz ist steigend. Mit anderen Worten. Heute hat jeder 7. bis 8. die Folgen einer Scheidung erlebt. D.h. diese Kinder kriegen mit wie die Beziehung ihrer Eltern scheitert. Und oft wie schwierig es danach ist für die Eltern wieder Fuß zu fassen.

Good news sind es, weil die Kinder aus dem akkumulierten Scheitern der Ehen um sie herum auch etwas lernen. Und zwar, dass Scheitern zum Leben dazu gehört. Und dass sie selbst nicht unbedingt scheitern müssen, wenn ihre Eltern gescheitert sind.

Was kann ich tun, wenn ich scheidungsgefährdet bin?

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Wie sehr verachten Sie Ihren Partner / Ihre PartnerIn?

„Gar nicht“,  ist hier bei vielen die automatische Reaktion. Doch das ist oft leider nicht wahr. Denn wir gehen davon aus, dass Verachtung ein starkes eindeutiges Signal in der Partnerschaft ist. In Wahrheit reicht es schon, wenn ich mit den Augen rolle, wenn meine Frau etwas sagt, dass ich nicht akzeptiere. Dies ist bereits ein Zeichen der Verachtung. Sie  denken ich übertreibe? Leider nicht. Denn bei Verachtung handelt es sich um einen der vier apokalyptischen Reiter, der die Beziehung auf den Weg der Trennung / Scheidung schickt.

Klar ist, dass nicht ein mal Augen rollen reicht, um hier das Ende der Beziehung einzuläuten. Vielmehr ist es wichtig festzustellen, ob das Verhältnis zwischen positiver und negativer Kommunikation in der Beziehung noch stimmt. Und ob Kritik und Verachtung bereits Einzug gehalten haben in jede oder nur in einige Diskussionen?

Verachtung drücken wir aus durch zynischen Bemerkungen, Provokationen, Beleidigung und Abwertung. Das Ziel ist es den Partner / die Partnerin zu beleidigen und die Gefühle zu verletzen.

Wie kann ich feststellen, ob ich den Partner verachte? Indem ich mich frage ob ich negative, abwertende Gedanken denke über meine Partnerin/meinen Partner? Hier einige Beispiele dafür:

Sie denken, Ihr Partner / Ihre Partnerine ist…

  • verantwortungslos
  • inkompetent
  • dumm
  • Scheiße

Weitere Kennzeichen sind

  • feindseliger Humor,
  • Spott und
  • wenn ich den /die Andere lächerlich mache in Gegenwart dritter Personen. Denn gerade wie ich miteinander in Anwesenheit von fremden Personen miteinander umgehe, sagt viel über die Beziehungsqualität aus.

Was kann ich tun, wenn ich begonnen habe IHN/SIE zu verachten?

  • Erinnern Sie sich an die guten Zeiten miteinander. Wie hat die Beziehung angefangen? Was hat Ihnen damals an IHM /IHR besonders gut gefallen? Versuchen Sie ein Bild, eine Erinnerung zu finden, dass Sie daran erinnert und stellen Sie dieses so auf, dass Sie es immer sehen, wenn Sie miteinander sprechen. Es wird Ihnen helfen, die „gute Seite“ an Ihrem Partner / Ihrer Partnerin zu sehen.
  • Versuchen Sie auf die Kennzeichen der Verachtung (z.B. Augen rollen) zu verzichten. Atmen Sie tief aus und nehmen Sie sich vor sich nicht oder weniger zu ärgern.
  • Drehen Sie an Ihrer Kommunikation: Versuchen Sie positive Kommunikation statt negative Kommunikation. Sie werden sehen – es funktioniert. Dies kann dauern. Denn Ihr Gegenüber braucht Zeit und Zeichen, um dem neuen Frieden zu trauen.
  • Finden Sie ein neues Ritual: Fangen Sie an für ihren Partner etwas positives zu tun. Ohne zu erwarten und hoffen, dass ER/SIE etwas dafür zurück gibt. Nehmen Sie sich vor, dies immer öfter zu versuchen. Bis der apokalyptische Reiter weg ist.

Und was ist wenn es nicht geht? Dann nehmen Sie sich Zeit und sprechen Sie miteinander. Über das was Sie ärgert. Aber auch über das was Ihnen an der Beziehung gefällt. Versuchen Sie dabei bei sich und ihren eigenen Gefühlen zu bleiben. Sprechen Sie über Ihre Bedürfnisse z.B. an Unterstützung, Wertschätzung, Nähe, Zärtlichkeit, gemeinsame Zeit, Hilfe, Interesse. Je nachdem worum es geht.

Quelle Foto: Flickr Foto von Nils Rinaldi