Geschrieben am

Wie baue ich eine stabile Kommunikationsbrücke in meiner Beziehung?

Kommunikation ist das Herzstück jeder Beziehung und eine Kommunikationsbrücke ist das Skelett, auf der die Komunikation aufbaut. Am Anfang einer Beziehung läuft die Kommunikation wie geschmiert. Jeder Wunsch wird von den Lippen gelesen. Mit den Tagen, Wochen, Monaten und Jahren tauchen die ersten Kommunikationslücken auf. Diese waren vielleicht schon immer da. Oder sie enstehen dadurch, dass sich Kommunikation abnützt. Also was tun? So früh wie möglich, gilt es Kommunikationsbrücken zu bauen.

Komm, lass uns eine Kommunikationsbrücke bauen....
Komm, lass uns eine Kommunikationsbrücke bauen….

Was ist eine Kommunikationsbrücke?

Stellen wir uns eine Brücke vor. Sie hat mehrere Pfeiler. Auf die Beziehung umgemünzt bedeutet dies, dass eine Beziehung von mindestens zwei Menschen getragen, aufgebaut und gestaltet wird. Ebenso wie von deren Kommunikation, Liebe, Wertschätzung, Aufmerksamkeit und – ganz wichtig – von deren Zeit füreinander. Damit gemeint ist die Zeit in der es außer der Beziehung nichts gibt. Da gibt es kein Fernsehen, kein Handy, keine Zeitung, kein Internet. Es gibt „nur“ Zeit in der wir miteinander sprechen. Dies ist die Ausgangslage für den Aufbau einer Kommunikationsbrücke.

Phase 1: Vorbereitung für den Brückenbau

1. Bereitet den Raum /Ort für Eure Kommunikationsbrücke vor: Wichtig ist dabei, dass die klassischen Quellen der Ablenkung, wie z.B. Fernsehen, Mobiltelefone oder Radio ausgeschaltet werden. Solltet ihr Kinder haben, gilt es einen Zeitpunkt zu finden, wo ihr nicht abgelenkt werden könnt durch aktuelle Bedürfnisse und Fragen der Kinder.

2. Sprecht miteinander: Versucht nicht über den Alltag, Beruf oder Kinder miteinander in dieser Zeit zu sprechen. Sondern sprecht darüber was Ihr gemeinsam für Ziele und Wünsche habt. Findet heraus wohin der gemeinsame Weg gehen soll. Sprecht darüber wie es euch geht.

Kommunikation neu erleben
Kommunikation neu erleben

Phase 2: Brückenpfeiler (= DU und ER/SIE) werden etabliert

3. Drückt Eure Bedürfnisse aus: Erzähle Deinem Partner / Deiner Partnerin von Deinen persönlichen Träumen. Rede darüber wo Du Freiräume benötigst. Wo Du Dich stark fühlst und wo nicht.

Phase 3: Brücke wird auf Brückenpfeiler gebaut /darüber gelegt

4. Aktives Zuhören: Jetzt geht es an das Eingemachte. Die Königskunst des Brückenbaus ist das aktive Zuhören und das Entschlüsseln. Dein Partner / Deine Partnerin beginnt nun damit die Brücke zu bauen. Er / Sie hört aktiv zu und wiederholt das was er/sie gehört hat.

Ein Beispiel zum Ausprobieren
Ein Beispiel zum Ausprobieren

5. Entschlüsseln: Hinterfrage Begriffe die Dir nicht klar sind. Gebe Deinem Partner / Deiner Partnerin Gelegenheit dazu, zu erklären was genau gemeint ist. Entschlüssele die Beziehungs-Begriffe. Erkläre wie und wo Dein Partner / Deine Partnerin Dir helfen kann.

So entsteht die Kommunikationsbrücke in Eurer Beziehung. Auf dieser Brücke kann ein Austausch stattfinden. Entlang dieser Brücke könnt Ihr über alle Beziehungs-relevanten Themen sprechen.

entschluesseln_powerpointjpeggedreht2016_zaertlichkeit

Phase 4: Regelmäßiger Brückenservice (= Beziehungspflege)

Jetzt steht die Kommunikationsbrücke. Regelmäßige Wartung ist erforderlich, indem Du mit Deinem Schatz immer wieder 2er-Zeit verbringst. Das ist Zeit in der ihr

  • miteinander (z.B. ohne Kinder) Spaß habt
  • eine Beziehungsreise erlebt
  • über die aktuellen Bedürfnisse, Ziele und Wünsche miteinander sprecht.
Erlebe auf Eurer Beziehungsreise Kommunikation neu
Erlebe auf Eurer Beziehungsreise Kommunikation neu

Viel Spaß beim Brückenbau und beim Brückenservice. Ihr könnt mir gerne Eure persönliche Brückengeschichte erzählen. Dabei interessiert es mich zu hören was für Euch die wichtigsten Teile / Bestandteile der Brücke, äh Beziehung sind.

 

Geschrieben am

Von der Marriage Week zum Valentinstag

Was stört mich am Valentinstag? Es ist nur ein Tag. Beziehungspflege braucht mehr Zeit. Diesen Gedanken hat Richard Kane 2007 weiter gedacht und die Marriage Week ins Leben gerufen. Mittlerweile wird Marriage Week in 21 Nationen gefeiert, inclusive Österreich, Deutschland und die Schweiz.

Bild: © Photos.com/Thinkstock
Bild: © Photos.com/Thinkstock

Was bringt diese Initiative für Ihre Beziehung?

Beziehungspflege und beziehungsrelevante Themen wie aktives Zuhören und Entschlüsseln werden in den Vordergrund gestellt. Eine Woche lang können Paare an Angeboten aller Art teilnehmen. Dabei steht für die Paare der Wohlfühlfaktor im Vordergrund.

Seit 2014 wird Marriage Week auch in Österreich gefeiert. Auf der Internet-Seite www.marriageweek.at finden Sie Veranstaltungen und Aktionen, die in der Woche vom 7.2. bis 15.2. laufen. Darunter findet sich auch ein Aktionsangebot zum Beziehungskoffer, in der Höhe von 20 Euro Rabatt bei Kauf eines roten oder blauen Beziehungskoffers zwischen 8.2. und 15.2.2014. Einfach weil ich denke, dass es eine gute Sache ist Beziehungspflege in den Vordergrund zu stellen und positiv zu thematisieren.

Ich wünsche viel Spaß bei der Marriage Week 2014.

Verschiedene (gratis) GeschenksIdeen bzw. Beziehungspflege-Ideen finden Sie hier.

Geschrieben am

Worte als Waffen? 3 Schritte zum „Abrüsten“ der Kommunikation in der Beziehung

Die zerstörende Wirkung von Worten in der Kommunikation erleben wir fast jeden Tag. Die Sängerin Birdy hat dies in einem Lied gut getroffen:

“ If you use your words as a weapon, then as a weapon I´ll shed no tears.“ (Lied: Words as a weapon.)

Wann sind Worte Waffen? WennNicht streiten sonder Kompromissbereitschaft zeigen Goodshoot Thinkstock

  • sie unter die Gürtellinie gehen.
  • es darum geht den Partner / die Partnerin zu verletzen, zu demütigen,
  • es wichtiger ist eine Diskussion zu gewinnen („Gefecht“?) als herauszufinden, worum es eigentlich geht.

Was tun, wenn mein Partner / meine Partnerin Worte als Waffen einsetzt?,

  • Zuhören, ohne die eigene Position vorzubereiten
  • Erst die eigene Postion / das eigene Interesse ins Spiel bringen, wenn Sie ganz genau verstanden haben, was Ihr Partner / ihre Partnerin eigentlich von Ihnen will.

Wie geht das? Wenn Sie sich in einer heißen Diskussion miteinander befinden, in der es um gewinnen, Recht haben, im Recht sein geht, dann versuchen Sie folgendes:

  1. Hören Sie zu. Sprechen Sie nur wenn Sie nachfragen, um herauszufinden was Ihr Partner / Ihre Partnerin gesagt hat.
  2. Stellen Sie Verständnisfragen zu dem was ihr Partner / ihre Partnerin gesagt hat. Tun Sie dies solange bis Ihr Partner / ihre Partnerin das Gefühl hat, dass sie genau verstehen was er/sie sagen wollte.
  3. Halten Sie es mindestens 3 Minuten lang aus nicht ihren eigenen Standpunkt einzubringen. Tun sie dies erst wenn sie von ihrem Partner / ihrer Partnerin darum gebeten werden.

Lassen Sie mich wissen, wie es Ihnen dabei ergangen ist. Am Anfang mag es sehr schwierig sein. Mit der Zeit lernen Sie wieder aktiver zuzuhören. Und Ihre Worte nicht als Waffen, sondern als Vehikel Ihrer Gefühle und Bedürfnisse zu verwenden.

Gutes Gelingen 🙂

Geschrieben am

Die Abwärtsspirale: Vom Streit bis zur Trennung – wie kommen Sie da raus?

Laut einer dänischen Umfrage unter 1009 Paaren (Alter 18-74) sehen 16% der befragten Paare Streit als ein großes Problem in der Beziehung und 46% davon wollen sich wegen der Streitereien trennen! D.h. jede zweite Beziehung in der viel gestritten wird, ist trennungs- bzw. scheidungsgefährdet.

Streit führt zur Trennung in Partnerschaften
Vom Streit zur Trennung im Beziehungsalltag?

Was sind die häufigsten Auslöser für Streitigkeiten in einer Paarbeziehung?

Die häufigsten Auslöser  für Streitigkeiten in der Beziehung sind:

  • Uneinigkeit über die Aufgabenteilung zuhause: 23%
  • Einhalten von Vereinbarungen: 6%
  • Geld: 6%
  • Kindererziehung: 4%
  • Sex: 3%
  • Eifersucht: 3%
  • Arbeit: 1%
  • Andere Ursachen. 9%

Warum streiten Paare? Streit entsteht oft weil sich die Kommunikation abnutzt und unser Aktives Zuhören im Laufe der Beziehung abnimmt.  Wenn wir nicht mehr zuhören und nachfragen, so ist es uns kaum mehr möglich unsere Partner zu verstehen. Und so verlieren wir die Möglichkeit die Bedürfnisse und Wünsche unseres Partners rechtzeitig (!) zu erkennen.

Was kann ich tun? Wenn Sie feststellen, dass Sie immer wieder streiten und sich im Kreis drehen und sich der Streit immer wieder an den selben Dingen entfacht, ist es Zeit aktiv zu werden. Setzen Sie sich für ihre Beziehung ein. Bevor es zu spät ist.

Wie kann ich Streit in meiner Beziehung bewältigen?

Step 1: Nehmen Sie die Luft raus

Wenn der Streit eskaliert braucht das Thema und das Paar eine „Auszeit“. Setzen Sie auf Deeskalation, indem Sie eine der folgenden Dinge probieren:

  • Time-Out / STOP: Vereinbaren Sie ein Zeichen, dass Sie mit den Händen machen können, wenn Ihr Partner / Ihre Partnerin zu weit geht bzw. der Streit ausser Kontrolle gerät. Schweigen Sie dann beide mindestens eine Minute lang, während Sie sich gegenübersitzen. Versuchen Sie dabei an ganz etwas anders zu denken. Wenn möglich, sollte es etwas schönes aus der gemeinsamen Beziehungszeit sein.  Dann steigen Sie wieder ein, indem Sie versuchen in „Ich-Botschaften“ miteinander zu sprechen.
  • Einer Spricht / der Andere hört zu: Versuchen Sie diese „Paarkommunikationsregel“ gemeinsam durchzuhalten. Das ist schwierig. Es wirkt jedoch de-eskalierend. Vorausgesetzt Sie schaffen es wirklich zuzuhören.

Step 2: Beginnen Sie wieder zuzuhören.

Woran merken Sie, ob Sie richtig zuhören? Sie hören nicht wirklich zu, wenn

  • Sie sich bereits ein (Gegen)Argument zurecht legen, während ihre Partner/Ihre Partnerin spricht.
  • Sie Ihn/Sie unterbrechen.
  • Sie es nicht aushalten zu warten bis Er/Sie den Gedanken fertig ausformuliert hat.
  • Sie auf einen Vorwurf mit einem Gegenvorwurf reagieren. Versuchen Sie herauszufinden, was Ihren Partner/ ihre Partnerin verletzt hat / gekränkt hat. Hören Sie aktiv zu und fragen Sie solange nach, bis Sie genau verstanden haben was er/sie sagen möchte.
  • Sie es nicht schaffen so lange bei seinem / ihrem Argument / Thema zu bleiben, wie sie brauchen um genau zu verstehen, worum es geht.

Step 3: Bringen Sie Kommunikation in ihre Beziehung

Kaufen Sie eine Paarkommunikationsanalyse und versuchen Sie in einer Mediation ohne Mediator festzulegen, worum es im Streit geht.

Paarkommunikationsanalyse
Macht eine Paarkommunikationsanalyse

Step 4: Nehmen Sie professionelle Hilfe in Anspruch

Dies gilt insbesondere, wenn Sie merken, dass Sie sich im Kreis drehen mit der gegenseitigen Abwechslung von Angriff und Verteidigung. Dann brauchen Sie eine persönliche Kommunikationsbegleitung. Nehmen Sie sich 2-3 Sitzungen lang Zeit. Mit einem Beziehungs-Begleiter können Sie neue Erkenntnisse gewinnen, den Prozess verlangsamen und somit neue Erkenntnisse gewinnen, wie Sie in Zukunft ihre Alltagsstreitigkeiten in den Griff bekommen können.

Merken

Merken

Merken

Geschrieben am

Der vermeintliche Einfluss der Eltern auf unsere Beziehung

Die Macht der Eltern: Wir prägen unsere  Kinder. Oder  tun wir dies doch nicht? Laut „The blank slate“ von Steven Pinker ist nicht unsere Erziehung wesentlich, sondern vielmehr  unsere Gene und die Umgebung in der Kinder aufwachsen. Unsere Kinder werden

  • zu 50% durch unsere Gene,
  • zu 10% durch unsere Erziehung (shared environment)  und
  • zu 40% durch ihre Umgebung (= unique environment wie Freunde, Schule, etc.) beeinflusst und geprägt.

Selbiges gilt für uns selbst. Und unsere eigenen Eltern. Und was hat das mit Beziehungen zu tun?Füße_Kind_Erwachsener_Herbert_Flickr

Die persönlich relevante Frage, die für unsere Beziehung wertvoll ist lautet Wer oder was hat uns selbst geprägt? Von wem habe ich kommunizieren, streiten oder  diskutieren gelernt bzw. kopiert?Wir denken es sind die Eltern, denn das haben wir am Öftesten gehört und gelesen. Doch vielleicht waren es nicht die Eltern. Sondern (siehe oben) jemand aus unserem Umfeld, deren Kommunikationsmuster (d.h. auch Streitmuster und Konfliktverhalten) wir verinnerlicht haben. Das sind die Vorbilder, die uns auf dem Weg zu unseren PartnerInnen leiten. Das ist oft sehr unbewusst. Denn der neue Partner, die neue Partnerin sieht oft nicht so aus wie  unser von uns im Herzen verehrter oder getragener Elternteil bzw. ein mögliches anderes Vorbild. Doch im Verhalten, in den Werten gibt es  vielleicht Ähnlichkeiten.

 Wie finden wir diese Werte heraus? Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten:

1. Durch Kommunikation: Setzen Sie sich zusammen und sprechen Sie darüber, wie bei Ihnen zuhause und in Ihrem Umfeld kommuniziert wurde. Und schauen Sie sich an, was davon für Sie persönlich, für ihhren Partner/Ihre Partnerin und für die Beziehung passt. Orientieren Sie sich an den 5 W´s und stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Wer waren Ihre wichtigsten Bezugspersonen? Wer sind Ihre Vorbilder? Was an Ihnen haben Sie gerne übernommen, bzw. würden Sie gerne übernehmen? Schreiben Sie sich dies auf bevor Sie die nächsten Fragen beantworten. Je nachdem wer das Vorbild war, passen die Fragen besser bzw. schlechter. Da wir oft über unsere Eltern und ihren Einfluss nachdenken, habe ich sie als „Platzhalter“ für Gene und Umgebung als Einflussfaktoren auf unsere Erziehung und Werte herangezogen. Verändern Sie daher die Fragestellungen, falls es nicht passend erscheint.
  • Vorbilder (Eltern / Umgebung): Wer hat geredet / gestritten / geschwiegen? Wer hat angefangen? Wer hat aufgehört? Wie ist das bei Ihnen im Vergleich?
  • Wo haben Ihre Eltern miteinander (nicht) geredet und wie machen Sie das selbst? Was würden Sie daran gerne ändern?
  • Wie haben Ihre Eltern miteinander gesprochen? Offen / verdeckt? Direkt / indirekt? Laut oder leise?
  • Worüber haben Ihre Eltern miteinander gesprochen? War es eher positive oder negative Kommunikation? Wie war das Verhältnis von positiver und negativer Kommunikation? 5:1 oder schlechter? Wie ist es in Ihrer eigenen Beziehung?
  • Wie oft haben Ihre Eltern miteinander gesprochen? Und wie oft tun Sie dies miteinander? Wie viele Störquellen der Kommunikation kennt Ihre Beziehung

2. Durch eine Partnerlandkarte: Hier sind die Fragen vorgegeben und Sie können sich anhand des Vordrucks darüber austauschen, wie es bei Ihnen zuhause war. Nutzen Sie es immer wieder, um zu sagen was Ihnen daran gefallen hat. Und was Sie gerne in der eigenen Beziehung erleben und auskommunizieren würden. Die Partnerlandkarte können Sie im Rahmen einer Beziehungsreise erkunden.

3. Durch eine Beziehungsreise: Die Beziehungsreise ist  ein Teil des von mir erfundenen Beziehungskoffers. Sie beantworten gemeinsam Fragen und reisen somit miteinander von der Beziehungwüste bis ins Beziehungsparadies. Durch verschiedene Kommunikations-Werkzeuge erleben Sie Werkzeuge wie Aktives Zuhören und Entschlüsseln. Im Unterschied zu den oben genannten Methoden (Punkt 1 und Punkt 2) ist die Beziehungsreise spielerisch und erlaubt auch mit Fragen aus dem ernsten Beziehungs-Teil auszusteigen und einfach nur miteinander Spaß zu haben. Dafür werden nicht automatisch alle Teile die z.B. in der Partnerlandkarte angesprochen werden abgedeckt.

Tipp: Sehen Sie die obige Übung als einen Anstoß zum Gedankenaustausch. Letztendlich geht es darum Klarheit darüber zu gewinnen, welche Werte Sie selbst haben und wie die Werte Ihrer Partnerin / ihres Partners aussehen. Eine Kurzzusammenfassung von Steve Pinkers Buch finden Sie in dem TED-Vortrag von Steven Pinker.

Ohne dieses Wissen geht es nicht. Spätestens wenn Kinder in die Beziehung kommen müssen wir diese Werte weiter vermitteln können und wollen.  Bzw. ein Umfeld für die Kinder schaffen, in dem diese Werte (vor)gelebt werden.  Vorher jedoch sollten wir die Werte kennen. Und zwar unsere eigenen und die unserer PartnerInnen.

Quelle Buch: The blank slate

Quelle Foto: Herbert Haderer

 

 

 

 

Merken

Geschrieben am

Studie: TV und Telefonieren wichtiger als Partnerschaft, Kinder und Sex

Partnerschafts-Check: Was machen Deutsche und Österreicher in ihrer Freizeit gerne? Seit vielen Jahrzehnten ist Fernsehen mit über 90% an erster Stelle. Mittlerweile sind Telefonieren und Radio auf Rang 2, 3 und 4. Erst dann kommt die Familie. An 8. Stelle folgt die Beziehung im Ranking der Freizeitbeschäftigung mit „Zeit mit dem Partner verbringen“. D.h. es gibt 7 Dinge, die wir lieber tun in unserer Freizeit als Zeit mit dem Partner zu verbringen. An 13. Stelle kommt „Mit Kindern spielen“ und an 14. Stelle Erotik und Sex. Kein Wunder, dass Paare Schwierigkeiten bei der Kommunikation und im Bett haben. Zeit zu zweit in einer glücklichen Beziehung

Das Zentrum für Zukunftsstudien der Fachhochschule Salzburg GmbH stellte in Deutschland und Österreich folgende Frage: Wie häufig üben die Österreicher und Deutschen folgende Freizeitaktivität aus? Dazu befragten Sie (face to face) 1000 Personen in Österreich und 4000 Personen in Deutschland.

Wenn wir in unserer Freizeit lieber Fernsehen, Kuchen Essen, telefonieren und Radio hören, ist es kein Wunder, dass die Beziehungspflege auf der Strecke bleibt. Denn wie sollen wir es denn schaffen glückliche Beziehungen zu führen, wenn wir dafür keine Zeit verwenden wollen. Bzw. es uns wichtiger ist berieselt zu werden (z.B. Fernsehen und Radio) und nicht direkt mit Menschen zu kommunizieren (z.B. Handy und Internet).

Erschreckend für mich ist der Umstand, dass Fernsehen die wichtigste Freizeitbeschäftigung darstellt. Laut Studie läuft der Fernseher oft als Hintergrundberieselung. Im Vordergrund kann dann gegessen, telefoniert und geredet werden. Wenn Sie mal erlebt haben, wie es ist mit jemandem zu telefonieren oder gemeinsam zu essen, während der Fernseher läuft, wissen Sie was Ablenkung bedeutet. Denn die Augen und das Gehirn sind mit den Bildern, die Ohren mit den Geräuschen beschäftigt, während Sie miteinander sprechen. Geben Sie noch 1-2 Kinder dazu die gleichzeitig essen, oder ein Handy dass einer am Tisch bedient und das Tohuwabohu ist perfekt.

Also was  tun? Hier einige Tipps:

  • Schalten Sie den Fernseher aus, wenn Sie nachhause kommen.
  • Legen Sie ihr Handy am Eingang auf die  Seite. Nehmen Sie es erst wieder zur Hand, wenn Sie die Wohnung wieder verlassen. Schaffen Sie das?
  • Verbringen Sie Essenszeiten ohne Störquellen, wie Fernsehen und Handy. Nehmen Sie sich vor mindestens eine Stunde am Tag ohne TV, Internet, Radio und – wenn möglich Kinder – miteinander zu verbringen. Zum Beispiel wenn die Kinder eingeschlafen sind. Oder wenn Sie keine Kinder haben, beim Abendessen. Versuchen Sie es. Sie werden sehen – es macht Spaß!

Erst dann ist es möglich, aktiv zuzuhören und zu entschlüsseln. Denn diese Kommunikations-Werkzeuge sind für eine aktive Kommunikation in der Sie sich austauschen erforderlich. Sonst nutzt sich die Kommunikation und damit die Beziehung ab. Dann dürfen Sie sich nicht wundern, wenn Sie sich nicht mehr so nah sind. Oder das Gefühl haben ER/SIE hört nicht (mehr) zu. Denn es ist IHRE WAHL, ob Sie in Ihrer Freizeit Fernsehen, Telefonieren oder miteinander reden möchten.

Quelle Foto: Kiss von Jeremy Vandel (Flickr)

Geschrieben am

Wie geht „richtiges“ Kommunizieren?

Ich sitze mit einem Paar zusammen, das bei mir einen Beziehungs-Check macht. Ich versuche herauszufinden, wie dieses Paar miteinander kommuniziert. Beide sind seid einigen Jahren zusammen und beide haben keine augenscheinlichen Konflikte. Sie machen den Check bei mir, um herauszufinden, ob alles passt. Als Vorsorge-Maßnahme. Als ersten Schritt sehen wir uns ihre Kommunikations-Kultur an.

Ich unterscheide hier zwei Typen an Paarkommunikation. Die eine Gruppe sind die Vielredner. Sie tauschen jeden Tag bis zu 10.000 Worte miteinander aus. Erzählen sich gegenseitig alles, was in der Arbeit, zuhause, mit den Kindern, etc. passiert ist. Das Ziel: Bescheid wissen. Der Vorteil: Wichtige Kommunikations-Werkzeuge wie „Entschlüsseln von Begriffen“ und „aktives Zuhören“ werden in den Alltag integriert. Der Nachteil: Diese Kommunikationsform braucht Zeit. Andere „Lieblingsaktivitäten“ wie Fernsehen, mit Freunden unterwegs sein, Sport machen müssen damit unter einen Hut gebracht werden.

Die zweite Gruppe sind die Schweiger. Es wird wenig gesprochen. Die Sätze die gesprochen werden sind kurz. Das Wesentliche wird ausgedrückt. Es gibt lange Pausen zwischen den Sätzen. Jeder denkt gut nach, bevor er spricht. Das Ziel: Nichts unüberlegtes sagen. Der Vorteil: Ruhige Kommunikation, wenig Missverständnisse. Der Nachteil: Oft fehlen die Worte für „Beziehungs-Themen“, weil die Übung sich miteinander auszutauschen fehlt. Abwesenheit von Kommunikation kann zu Eiszeit in der Beziehung führen. Wortlosigkeit macht es schwerer in Krisenzeiten herauszufinden worum es geht, bzw. anzusprechen was einen stört.

Das Paar vor mir gehört zu den Schweigern. Der Beziehungs-Check beginnt daher mit einer Entschlüsselungs-Übung. Damit ich feststellen kann, ob er/sie wichtige Beziehungsbegriffe wie Wertschätzung, Nähe und  Zärtlichkeit in die eigene „Beziehungs-Sprache“ übersetzen kann. Weiß er/sie was gemeint ist, wenn der Partner / die Partnerin einen Wunsch äußert? Oder glauben beide einander „blind“ zu verstehen? Weil sie schon so lange zusammen sind…

Darauf folgt eine Übung zum Thema Selbstbild-Fremdbild. Wie weit gehen die Vorstellungen auseinander bei gemeinsamen Zukunftsprojekten? Woll will das Paar in 5 oder 10 Jahren sein? Wer unterstützt hier wen? Ist es Zeit für eine Neuaufteilung der Aufgaben? Eine Veränderung der Rollen?

Nach einigen Terminen ist das Paar dann soweit. Sie haben sich einen Überblick verschafft über die relevanten Beziehungs-Themen. Und dabei einige praktische Übungen ausprobiert, die sie  zuhause (immer wieder) anwenden wollen. Denn Kommunikation nutzt sich ab. Und das kann Beziehungen auch passieren. Dass sie sich abnutzen. Es sei denn das Paar kümmert sich um die Beziehung. Nimmt sich eine gemeinsame Auszeit. Richtet den Blick auf das Gemeinsame, auf das Verbindende und auf die Dinge, die nicht so gut laufen. Ein Beziehungs-Check ist die Gelegenheit gemeinsam neue Positionen auszuloten. Oder einfach herauszufinden wie es weiter gehen soll. Danach – so berichten die meisten Paare – ist es einfacher, leichter miteinander über „schwierige“ Themen (z.B. Sex, Nähe, Hausarbeit, Geld) zu sprechen. Vorausgesetzt die Beziehungspflege wird aufrecht erhalten.

Geschrieben am

Kennen Sie die hohe Kunst der Beziehungspflege?

Wie sieht Ihre Beziehungspflege aus?
Beziehungspflege durch positive Kommunikation

Kommunikation ist die hohe Kunst der Beziehungspflege. Wir lernen diese Kunst zuhause von unseren Eltern. Wir kopieren ihren Kommunikations-Stil, den die Eltern miteinander „pflegen“. Wir lernen als Kinder 1:1, wie die Eltern es machen mit der Kommunikation. Laut, oft, wenig, eisig, untergriffig, respektvoll, positive oder negative Kommunikation. Und mit diesem Kommunikationsverhalten stürzen wir uns dann mehr oder weniger erfolgreich in die eigene Welt der Beziehungen.

Doch meistens wissen Paare nichts darüber, was sie von zuhause mitbekommen haben. Denn die Eltern erklären ihren Kindern nicht wie sie mit ihrem Partner / ihrer Partnerin kommunizieren. Sie tun es einfach. Und die Kinder nehmen es einfach mit. Und wenden diese Art der Kommunikation dann in ihren Beziehungen an.

Natürlich ist es  nicht immer so. Nur sehr oft. Denn Kinder kopieren Kommunikation. Wenn die Eltern wortgewandt sind und viel reden  (z.B. mit dem Kind) so ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Kinder einen großen Wortschatz erlernen. Tun Eltern dies nicht, so ist die Gelegenheit von den Eltern zu lernen bzw. zu kopieren geringer. Und das färbt ab auf die eigenen Kommunikationsfähigkeiten. Ebenso kopieren Kinder die Kommunikation zwischen den Eltern.

Die Startposition für Beziehungspflege hängt somit von den eigenen Kommunikationsfähigkeiten ab. Dazu kommt der Umstand, dass die Kommunikationsdichte in Beziehungen mit der  Zeit abnimmt. Denn unsere Ohren werden über die Monate und Jahre „fauler“. Bzw. wir hören immer wieder die gleichen Worte, erleben ähnliche Abläufe im Beziehungsalltag. Und beginnen somit Annahmen zu treffen basierend  auf unseren Erfahrungswerten.

Oft bedeutet dies, dass wir die Veränderungen im Kommunikationsverhalten nicht mehr wahrnehmen. Wir sind so im Beziehungsalltag verstrickt, dass es schwierig ist festzustellen, wo sich die Beziehung gerade befindet. Trocknet sie aus? Oder gibt es Schwierigkeiten beim Entschlüsseln von Begriffen?

Wie können Sie dies feststellen? Indem Sie sich die Kommunikation im Alltag miteinander anschauen. Oder den Blick in die Zukunft richten und feststellen, wie es mit gemeinsamen Projekten und Plänen aussieht. Sie können auch spielerisch miteinander Kommunikations-Werkzeuge auffrischen. Oder ganz einfach einen Tag lang „nur“ aktiv zuhören.

Denn die Entscheidung zur Beziehungspflege ist eine Entscheidung für die Beziehung. Eine Entscheidung mehr positive als negative Kommunikation miteinander zu erleben. Und auch eine Entscheidung den eigenen Kindern positive Kommunikation vorzuleben. Damit sie dann „später“ es „leichter“ haben.

Spielerische Kommunikation für Paare finden Sie im Beziehungskoffer, der 7 verschiedene Kommunikations-Werkzeuge enthält.  Die hohe Kunst der Beziehungspflege können Sie auch ohne Beziehungskoffer erlernen. Indem Sie miteinander kommunizieren und aktiv zuhören, entschlüsseln sowie dafür sorgen, dass das Verhältnis zwischen positiver und negativer Kommunikation 5:1 ist.

Zeigen Sie ihren Kindern, ihren Freunden und ihrer Familie wie es geht. Mit Spaß und spielerisch. Im Alltag und im Urlaub. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim gemeinsamen Erleben und Durchleben der Beziehungspflege.

Geschrieben am

Wenn Frauen gehen wollen: 5 Warnzeichen für Männer

5 Warnzeichen einer Scheidung

Die meisten Scheidungen werden von Frauen angestossen. In Schweden werden die Scheidungen z.B. in 70% der Fälle von Frauen eingereicht. Oft sehen Männer es gar nicht kommen. Denn Streitereien, Alltagsschwierigkeiten und mangelnde Nähe werden von Männern noch nicht als beziehungsbedrohend wahrgenommen. Bis die Frau geht. Und zwar für immer.Denn für Frauen  ist eine schlechte Beziehung keine dauerhafte Option.

Hier sind 5 Warnzeichen an denen Männer erkennen können, dass sich ihre Beziehung im Roten Alarmbereich befindet. 5 Gründe, warum Frauen gehen bzw. sich scheiden lassen sind…

1. Warnzeichen für eine Beziehung: Bei Diskussionen / Streit zieht ER sich zurück

Jedes Mal wenn SIE etwas besprechen / diskutieren möchte fasst ER es als Kritik auf. Nimmt an, dass SIE sich streiten will. Geht auf das Thema nicht ein. Zieht sich zurück. ER sieht ihre Wünsche als „Kepplerei“ / „Herummösern“ und bagatellisiert ihren Wunsch nach Veränderung in der Beziehung.

Was können Sie tun? Nehmen Sie die Befürchtungen und den Beziehungs-Kummer ihrer Freundin / Frau ernst. Setzen Sie sich regelmäßig zusammen und sprechen sie miteinander BEVOR die Probleme sich anhäufen. Zeigen Sie, dass Sie die Sorgen ihrer Freundin/Frau ernst nehmen. Hören Sie aktiv zu.

Was erreichen Sie damit? Durch aktives Zuhören fühlt ihre Freundin / Frau sich ernst genommen und gesehen. Diese Wertschätzung schafft Nähe und Vertrauen in die Beziehung.

2. Warnzeichen: ER nimmt SIE als selbstverständlich

In vielen Fällen schätzen Männer ihre Frauen. Nur vergessen Sie es ihnen regelmäßig (z.B. in Form kleiner Aufmerksamkeiten) zu zeigen. Oder was noch viel wichtiger ist: SAGEN Sie es ihrer Frau, dass Sie sie lieben. Männer vertiefen sich lieber in ihre Arbeit oder in Projekte (Klassiker: Wohnungserneuerung, Hausbau) als dass sie Beziehungspflege betreiben. Und wenn das Haus/die Wohnung fertig ist, zieht sie (für immer) aus….

Was können Sie tun? Zeigen Sie ihrer Parterin ihre Liebe DEUTLICH. Mit Worten, Liebkosungen und ÜBERRASCHUNGEN. Schaffen Sie Beziehungs-Freiräume in denen Sie (wieder) miteinander lachen können. Spielen Sie miteinander. Zeigen Sie Interesse an ihr.  Sie werden sehen – mit kleinen Zeichen ihrer Liebe blüht die Beziehung wieder auf. Ihre Partnerin fühlt sich gesehen und geliebt und blüht auf.

3. Warnzeichen: Gleichberechtigung REAL

Obwohl die Aufgaben verteilt sind, macht  doch  SIE mehr als ER. Es  geht um die schwerer sichtbaren Handgriffe und Alltagsdinge. Wer kocht? Wer räumt ab? Wer  kümmert sich um die Wäsche? Wer  geht einkaufen? Wer holt die Kinder ab vom Kindergarten / von der Schule? Das sind die leicht sichtbaren Dinge, die sie aufteilen können. Doch wer organisiert ihr Privatleben? Kümmert sich um Kindergeburtstage, Treffen mit Freunden, wer deckt den Tisch und bringt den Mist runter? Muss ihre Partnerin sie immer wieder um etwas bitten, weil sie vor dem Fernseher versumpern? Oder erledigen Sie es ohne Aufforderung?

Was können Sie tun? Tun sie mal etwas, was sie noch nie getan haben. Bringen Sie  z.B. den Mist von selber runter oder schalten Sie den Fernseher  aus und reden Sie einen Abend lang mit ihrer Frau. Hören Sie ihr zu. Schlagen Sie freiwillig vor sich um das nächste Wochenende (Koordination, Hotel, etc.) zu kümmern. Machen Sie ihr viele kleine Freuden in regelmäßigen Abständen. Entlasten Sie ihre Partnerin und schaffen Sie damit Freiraum und Energie  für die Beziehung. Bieten Sie an mal die Kinder abzuholen, damit sie zum Friseur gehen kann. Bevor ihre Frau sie darum bitten muss.

Denn die Gefahr liegt darin, dass sie sich von ihrer Frau zuhause „zu sehr“ verwöhnen lassen. Damit werden Sie langfristig zum Kind im Haus und ihre Frau nimmt die Mutterrolle ein. Kümmern Sie sich um ihre eigene proaktive Rolle in der Beziehung. Was es bringt? Sie wird zufriedener, weniger müde. Die besten Voraussetzungen z.B. für mehr Sex…..

4. Warnzeichen – seine Hälfte / seine Hobbies

Am Anfang war  es sein Hobby. Jetzt sind beide Mountainbiker. ER liebt wilde Action Filme. Daher sehen sie  es jetzt beide. ER verbringt immer seine Zeit mit seiner Familie am Sonntag. Jetzt machen sie es immer zusammen.

Wenn ihre Partnerin vorschlägt, dass sie ins Theater, ins Kino gehen sollen, machen Sie nicht mit. Sie schlagen vor, dass sie das mit einer Freundin machen soll. Besonders wenn es sich um einen „Frauenfilm“ handelt. Oder um shoppen gehen. ER macht sich (ein bisschen) lächerlich darüber, dass SIE solche Dinge/Ausstellungen / Vorstellungen gerne sehen will.

Was können Sie tun? Hin und wieder müssen Sie auch auf ihrer Hälfte agieren. Sich Filme (im Fernsehen) anschauen, die ihr gefallen. Mit ihr einkaufen gehen. Oder ins Theater gehen. Denn damit nehmen Sie an ihrem Leben Anteil. Interessieren sich dafür. Kriegen mit was passiert. Denn sonst wird SIE sich fragen, was sie mit einem Partner  will, der sich nur für seine eigenen Dinge interessiert.Und gemeinsame Erlebnisse, die von ihr gewünscht werden sind für  eine Beziehung ebenso wichtig wie gemeinsame Zukunftsprojekte und gemeinsame Interessen, die vom Mann ausgehen. Ihre Partnerin wird sich darüber  freuen, dass sie etwas für sie  tun. Und beide werden sich freuen, weil sie etwas miteinander teilen.

5. Warnung: Lebensphasen

Scheidungen finden häufig statt, wenn die Kinder noch sehr  klein sind oder wenn die Kinder ausziehen. Manchmal liegt es daran, dass der Mann noch keine passende (neue) Rolle gefunden hat. ER liegt am Sofa und sie will sich bewegen und verwirklichen. Alles klassische Trennungs- und  Scheidungsgründe.

Männer müssen sich mit neuen Situationen in Beziehungen zurecht finden. Die Frau braucht Unterstützung, bzw. der Mann (z.B. in der  Pension) neue Hobbies und Freunde.

Was können Sie tun? Ein Mann, der sich in den Lebensphasen der Frau mitentwickelt ist ein spannender Mann.Ein Mann mit  dem ihre Partnerin gerne mitmachen will. Finden Sie heraus, welche gemeinsamen Zukunftsprojekte sie in den nächsten 5-10 Jahren miteinander umsetzen wollen. Kümmern Sie sich auch um ihre eigene Lebensphase.

Geschrieben am

Zum Hochzeitstag: Wie Beziehungspflege Spaß machen kann

Der Monat August ist DER Hochzeitsmonat nach dem Monat Mai. In Deutschland haben 100.000e Paare und in Österreich 10.000 Paare ihren Hochzeitstag. Doch was sollen Sie ihm/ihr schenken?

In der letzten Woche schrieb ich auf meinem Beziehungs-Blog einen Artikel zum Thema wie der Alltag sich negativ auf die Beziehung auswirken kann. Ein Umfrageinstitut hatte 5000 Paare befragt und herausgefunden, dass bereits nach 3 Jahren 83% (!) der Befragten kein Interesse mehr hatten daran ihren Jahrestag zu feiern. Mehr als die Hälfte der Befragten 5000 Paare erzählten, dass Sie sich in der Partnerschaft unterbewertet fühlten.

Wieso geht dies bei so vielen Paaren so schnell? Ein Großteil der Paare bereitet sich bis zu ein Jahr lang auf die Hochzeit vor. Dieser Tag wird dann als etwas Einmaliges erlebt. Und nach der Hochzeitsreise kommt unweigerlich eine Phase der Ernüchterung. Der Alltag kehrt ein. Es gilt arbeiten zu gehen, Wäsche zu waschen, einkaufen zu gehen und Routine-Tätigkeiten durchzuführen. Doch das ist nicht der vorrangige Grund für das Gefühl der Unterbewertung. Das Schwierige an Beziehungen ist, dass wir uns gehen lassen. Kaufen keine Blumen mehr, ziehen nichts Schönes mehr an. Wir kümmern uns immer weniger darum, was der Partner / die Partnerin von uns hält. Und ob wir ihm/ihr gefallen.

Also was tun? Jede Beziehung braucht von Anfang an eine Beziehungs-Begleitung. Durch den Einsatz verschiedener Kommunikations-Instrumente im Alltag erhalten Sie den gegenseitigen Reiz, das Interesse aneinander aufrecht. Hier hilft Ihnen die Beziehungsreise – das erste  interaktive Kommunikationsspiel für Paare. Damit lernen Sie die Landkarte ihres Partners besser kennen. Was sind seine/ihre Ziele, Wünsche, Alltagsfrustrationen? Wohin soll die gemeinsame Beziehungsreise gehen? Während des Spielens können Sie über neue Projekte, tägliche Erlebnisse und besondere Wünsche miteinander sprechen, ohne dass es dabei „zu einem Problem“ wird. Und mit viel Spaß Kommunikations-Fähigkeiten ausbauen, die Techniken wie aktives Zuhören, Entschlüsseln und Selbstbild-Fremdbild verstärken.

Wie das funktioniert? Kaufen Sie zum Beispiel als Geschenk zum Hochzeitstag einen Beziehungskoffer um 69 Euro. Darin finden sie  7 verschiedene Kommunikations-Instrumente, die Sie je nach Bedarf spielerisch oder ernst, lang oder kurz einsetzen können.

Das Wesentliche ist ihr Wunsch ihre Beziehung frisch, aktiv und am Leben zu erhalten. Gehen Sie davon aus, dass Sie 5 mal so viel positive wie negative Kommunikation im Alltag benötigen, damit ihre Beziehungsbegleitung positive Effekte aufzeigt. Mit anderen Worten – kümmern Sie sich darum. Sorgen Sie rechtzeitig dafür, dass Sie mit  Ihrer Frau / ihrem Mann Beziehungspflege betreiben.

Warum sollten Sie den Beziehungskoffer zum Hochzeitstag schenken? Weil Sie an diesem Tag ihre gemeinsamen und positiven Erinnerungen zur eigenen Hochzeit erneut miteinander durchleben. Dies ist ein guter Einstieg für die weitere Beziehungspflege. Rückblickend und in die Zukunft schauend können Sie miteinander reden, lachen und spielen.

Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen dabei, dass Sie den Alltag besiegen und nicht der Alltag ihre Beziehung!