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2/3 der Paare suchen zu spät Hilfe für ihre Beziehung

In einem Artikel zu einem Ö1-Beitrag stolpere ich über folgende Aussage: Paare kommen zu spät in die Paartherapie. Meistens nutzt einer der Partner die Paartherapie, um „aussteigen“ zu können. Einer will sich trennen und macht halt mit. Damit es „smoother“ über  die Bühne geht. Gemeinsam schaffen Paare es selten rechtzeitig zu kommen.

Der Ton macht die Musik
Zuhören im Beziehungsalltag kann sehr schwierig sein

Laut diesem Artikel ist Paartherapie bei 2/3 der Paare (!) nicht erfolgreich und sie trennen sich danach. Somit ist Paartherapie eine Form der Kommunikationsbegleitung am Ende einer Beziehung.

Warum fällt es uns so schwer die Beziehung am Leben zu erhalten?

Was hindert uns daran die Beziehung zu pflegen? Hier sind die Aussage der Paare sehr unterschiedlich. Oft höre ich „Er/Sie hat sich verändert“ oder „Wir haben uns auseinander gelebt.“  Dies kann z.B. mit der Geburt eines Kindes zusammen hängen. Oder mit dem Tod eines Elternteils. Oder mit einer „Midlife-Crisis“, die immer früher zuschlägt. In vielen Fällen sind es externe Ereignisse, die unterschiedlich wahrgenommen werden. Innerhalb der Paarbeziehung geht es in fast allen Fällen jedoch um die Kommunikation. In den meisten Fällen schaffen es die Partner nicht eine gemeinsame Sprache und Sichtweise zu finden bzw. zu entwickeln. In allen Fällen ist die Abnahme der Kommunikationsdichte zu beobachten. Immer weniger wesentliche Worte, Berührungen legen sich wie schleichendes Gift über die Beziehung. Immer mehr nebeneinander leben statt miteinander leben.

Die Lösung

Was tun? Es gibt keinen „easy catch“, keine schnelle und einfache Lösung. Vielmehr gibt es Beziehungsarbeit, die es zu leisten gilt. Und diese beginnt mit Tag 1 der Beziehung.

  1. Den Partner sehen, hören und ernst nehmen. Die “ 4 apokalyptischen Reiter“ aus der Beziehung rausnehmen. Am Anfang ist dies  schwierig. Doch es geht. Ein Partner, der sich nicht angegriffen fühlt, kann einfacher zuhören. Ein Partner, der sich angegriffen fühlt, kann (leider) gar nicht zuhören. Und somit nicht eingehen auf das Gesagte. Und leider sich auch nicht darauf beziehen.

 

  1. Zuhören, zuhören, zuhören: Versuche Deinem Partner / Deiner Partnerin 3 Minuten lang zuzuhören, ohne dabei zu antworten oder sogar ohne an eine Antwort zu denken. Wenn das schwer fällt, dann mache es mit Beziehungs-Karten. Hier gibt es auch das Kommunikations-Instrument „Aktives Zuhören“. Das ist ein Kommunikations-Werkzeug, das gerne in Paartherapien genutzt und geübt wird.

 

Ein Geheimnis glücklicher Beziehungen: Zuhören im Bezhiehungsalltag
  1. Hilfe suchen: „Rechtzeitig drauf schauen, dass man hat was man braucht“ – ein Spruch, der auch für die Beziehung gilt. So ist z.B. 18 Monate nach der Geburt des ersten Kindes ein optimaler Zeitpunkt für externe Hilfe. Stelle Dir vor es ist wie ein schwieriger Job, in dem Du regelmäßige Supervision erhälst. Ein Setting, wo ein Mensch Dir / euch zuhört und dabei hilft die Kommunikation wieder in Schwung zu bringen. Dies kann durch eine Mediation erfolgen. Mehr darüber findest Du hier.

Nimm Deine Beziehung unter die Lupe. Auf welchem Stand ist bei Euch / bei Dir die Beziehungsarbeit? Gratis Tipps und Anleitungen zur Beziehungsarbeit findest Du hier.

 

Ich wünsche gutes Gelingen und viel Spaß!!

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Woran erkenne ich, ob meine Beziehung Hilfe braucht?

Ich höre Dir nicht mehr zu
Was hast du gesagt? Kommunikation im Beziehungs-Alltag

Wann brauchen Paare Hilfe? Egal ob das neue Jahr beginnt, oder der Sommerurlaub vor bei ist. Nach der Urlaubszeit steigt die Anzahl der Scheidungsanfragen bei Rechtsanwälten, wie es sonst nur nach Weihnachten der Fall ist. Warum ist das so? Weil viele Paare im Urlaub feststellen, wie wenig sie sich noch zu sagen haben.

Ebenso ist es mit den Nachfragen nach Mediationen. Nach Weihnachten und nach dem Sommerurlaub melden sich viele Paare bei mir. Sie haben festgestellt, dass

  • die Kommunikation nicht mehr so läuft wie früher
  • sie sich nichts mehr zu sagen haben
  • unangenehme Spannungen im Beziehungsalltag dominieren
  • etwas nicht stimmt mit der Beziehung

Im Alltag leben Paare miteinander und nebeneinander. Da sich dadurch ihre Kommunikation abnutzt, verlernen sie einander positives Feedback zu geben. Komplimente, Unterstützung und gemeinsame Aktivitäten nehmen ab. Bei einigen Paaren in meiner Praxis als Trennungs- und Scheidungsmediator sehe ich  die 4 apokalyptischen Reiter in Aktion.

Viele Paare mit Kindern sind Meister in der Organisation des Alltags und verlieren dabei zunehmends ein Stück ihrer Beziehung zueinander. Dies fällt oft erst auf, wenn sie miteinander viel Zeit verbringen – ohne ihre Kinder. Oder im Urlaub, wenn wir viel Zeit miteinander auf engstem Raum verbringen. Daher ist es insbesondere in Beziehungen wichtig regemäßig zu überprüfen, wie es um die Beziehung steht. Braucht Deine Beziehung Hilfe, oder geht es ihr gut? Wie sieht Dein Partner / Deiner Partnerin das? Wie würde er/sie diese Frage beantworten?

Woran erkenne ich das meine Paarbeziehung Hilfe braucht?

So geht es mir / uns jetzt

Das kann ich tun Produkte, die mir dabei helfen
Zu wenig Wertschätzung Positive Kommunikation: Mit kleinen Zeichen der Liebe jeden Tag Wertschätzung vermitteln. Einfach, schnell und unkompliziert. Die Spiele-Box für Paare – damit das Herz wieder was zum Lachen hat 🙂

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Kein gemeinsames Projekt in der Zukunft Zeit zu zweit für eine gemeinsame Beziehungsreise:Ein Spiel mit 20 verschiedenen Fragen, bei dem das Gemeinsame in den Vordergrund gerückt wird. Dadurch wird der Blick frei für Dinge, die ihr gemeinsam tun und erleben könnt und wollt. Der Beziehungskoffer: Enthält verschiedene Spiele, eine Paarkommunikationsanalyse und eine Mediation ohne Mediator

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Kommunikation hat sich abgenutzt.

Wir reden kaum mehr miteinander über Themen, die nicht mit dem Alltag und der Organisation (Familie, Beruf, Kinder) zu tun haben. Kommunikations-Werkzeuge ausprobieren:

  • Selbstbild/Fremdbild
  • Aktives Zuhören
  • Entschlüsseln

Der Beziehugskoffer: 7 verschiedene Kommunikations-Werkzeuge mit denen spielerisch und  einfach Brücken gebaut werden.Eine  Übersicht der Kommunikations-Werkzeuge findest Du HIER.

 

Ich möchte endlich wieder Freude spüren und lachen: Lege den Fokus auf die Dinge, die funktioneren, die Dir an der Beziehung gefallen. Und mache kleine Geschenke und Komplimente im Alltag, die Deinen Partner / Deine Partnerin überraschen werden. Benutze dafür kleine Haftnotizen auf denen Du jeden Tag Deinem Partner / Deiner Partnerin ein Kompliment machst! Deine Spiele-Box für PaareMit Happy Messages hast du mehr als 1000 Möglichkeiten jeden Tag Deinen Partner / Deine Partnerin zu überraschen.Mehr Informationen HIER

 

 

Nähe und Intimität steigern

 

Was kann ich tun, wenn ich erkannt habe, dass unsere Beziehung Hilfe braucht?

  1. Ansprechen: Sprich mit Deinem Partner / Deiner Partnerin darüber, wie es Dir geht und was Dir durch den Kopf geht. Oft braucht es einige Zeit, für Dein Gegenüber die eigenen Bedürfnisse und Position auszudrücken. Ich erlebe oft, dass Paare verschiedene Geschwindigkeiten in sich tragen. Das bedeutet, dass eine Seite schnell redet, denkt und entscheidet und die andere Seite nicht. Oder es kann bedeuten, dass eine Seite schon über Trennung nachdenkt, während der/die Andere der Meinung ist, dass es „eh noch ganz gut läuft“. Daher ist es wichtig sich gegenseitig Zeit zu geben, das Gespräch und dessen Inhalt zu verdauen.
  2. Nachfassen: Was machen wir mit unserer Situation? Wollen wir es selbst durchsprechen, wie es uns geht? Holen wir uns Unterstützung von außen? Und wenn ja, was benötigen wir? Eine Mediation, eine Paartherapie, einen Spezialisten?
  3. Umsetzen: Fragt im Freundeskreis, sucht im Netz und einigt euch auf den nächsten Schritt. Egal ob ihr gemeinsam eine Beziehungreise macht (20 Fragen gemeinsam beantworten) oder ob ihr euch für einen Mediator / eine Mediatorin entscheidet – tut es. Denn wie sagt schon Erich Kästner: “ Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“
freundschaft
Zeit zu zweit: Mehr Nähe und Intimität

Probiere es aus und besorge Dir Dein Produkt. Spiele die verschiedenen Spiele miteinander. Nutze die Beziehungsreise, um miteinander ins Gespräch zu kommen.  Und gib damit Deiner Beziehung Luft und Liebe. Viel Spaß beim Ausprobieren!

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13 persönliche Zeit-Geschenk-Ideen für Ihre Beziehung

Wie sieht es aus – das richtige Geschenk für IHN/SIE? Worüber wird ER/SIE sich am Meisten freuen? Nach jahrelangem Beschenken von allen Seiten fehlen einem die Ideen. Aber eines gibt es noch. Eines, das viel wertvoller ist als alles andere, das wir haben. Eines das für jeden von uns einzigartig ist. Von dem wir immer weniger haben. Und immer mehr wollen, je älter wir werden. Richtig – es ist ZEIT.

Die Idee

Zeit für die Beziehung

Schenken Sie ihrem Liebsten  / ihrer Liebsten ZEIT. Beziehungs-Zeit. Wie sieht diese aus? Sie schenken IHM/IHR soviel Zeit, wie Sie möchten.

Überlegen Sie wie lange es her ist, dass Sie jemandem Zeit geschenkt haben. Laut einer Studie verbringen Paare pro Tag 3 MINUTEN damit sich miteinander über beziehungsrelevante Themen zu unterhalten. Nicht viel Zeit, um sich aufeinander zu beziehen. Zu wenig Zeit für Beziehungspflege. Wenn Kinder da sind versinkt der Alltag in Organisation und Abstimmung. Ohne Kinder in Arbeit. Oder in Arbeit, Alltag und Familie.

Genug gute Gründe, um Zeit zu schenken. Und zwar die eigenen Zeit. Finden Sie ein nettes Billet / eine Geschenkkarte und schenken Sie Zeit zu zweit.

 

Das perfekte Geschenk zum Lachen, Schenken und miteinander Erleben
Das perfekte Geschenk zum Lachen, Schenken und miteinander Erleben

13 persönliche Zeit-Geschenk-Ideen für Ihre Beziehung

  1. Zeit um etwas gemeinsam zu erleben
  2. Zeit zum Kommunizieren
  3. Zeit zum Lachen
  4. Zeit für Nähe
  5. Kuschelzeit (z.B. der 6-Sekunden-Kuss)
  6. Zeit zum Vorlesen
  7. Zeit zum Schweigen (z.B. ein gemeinsamer Spaziergang ohne Worte)
  8. Zeit zum Reden (z.B. aktives Zuhören)
  9. Zeit zum Singen
  10. Zeit für Sex (incl. Vorspiel-Zeit)
  11. Zeit zum Spielen (siehe www.beziehungskoffer.com) und die Spiele-Box für Paare
  12. Zeit zum Reisen
  13. Zeit für sich (z.B. Friseur, Fußballspiel schauen, Sport, Freunde/FreundInnen treffen)
Romantische Momente: Vom 6 Sekunden-Kuss bis zum Sex
Romantische Momente: Vom 6 Sekunden-Kuss bis zum Sex

Was mir am Zeit schenken so gut gefällt?

Es ist ein sehr persönliches und einzigartiges Geschenk. Die Ausführung macht in den meisten Fällen beiden Menschein Freude. Dadurch entsteht automatisch mehr Nähe und Intimität. Beides ist für eine Beziehung wie Dünger, um die Herausforderungen des Alltags miteinander positiv zu bestehen.

Es ist so einfach. Egal ob ein Spaziergang, oder gemeinsam Essen gehen, oder einfach „nur“ zuhören – die Umsetzung macht Freude und Lust auf mehr.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

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Wenn die Romantik im Alltag verloren geht: Wie Sie lernen sich (wieder) zu bemühen

Viele Paare hören auf sich um einander zu bemühen, sobald sich ihre Beziehung verfestigt. Zumindest gilt dies – laut dem amerikanischen Forscher John Gottman – für Paare mit hoher Scheidungswarscheinlichkeit. Sein Aufruf lautet daher „Hören Sie nicht auf sich um einander zu bemühen“! Beziehung und Romantik statt Trennung und Scheidung

Was meint er damit? Die Romantik geht im Alltag der Beziehung verloren. Am Anfang sind wir bemüht uns von unserer besten Seite zu zeigen. Wenn „der Fisch“ erst einmal gefangen ist, lassen wir nach. So zumindest die Erfahrung des Scheidungsforschers.

Was tun, wenn der Alltag die Romantik gekillt hat?

Wie können wir uns weiterhin „romantisch“ inszenieren bzw. verhalten? Hier einige Tipps aus verschiedenen Studien, Ratgebern und – ja – aus der eigenen Erfahrung 🙂

1) Dress up: Der Impuls ist verständlich nach der Arbeit nachhause zu kommen und möglichst schnell  in ein „Schlonz-Gewand“ (= gemütliches Outfit)  zu wechseln. Erst recht, wenn der Tag lang war und wir einfach nur „gemütlich“ sein wollen. Das bedeutet auch, dass unsere bessere Hälfte uns den Großteil der Beziehungszeit nur so „abgewohnt“ sieht. Dies war am Anfang der Beziehung ganz anders. Da ging noch mehr Energie in die außere Hülle, als dies heute für die Arbeit der Fall ist.

Daher der Tipp: Dress Up. Ziehen Sie sich hin und wieder für IHN / SIE schön an. Zuhause. Einfach nur so. Es freut ihren Partner / ihre Partnerin bestimmt. Und wenn dies nicht der Fall ist? Dann merken Sie, dass etwas nicht stimmt. Was das ist? Ihr Partner sieht und beobachtet sie nicht (mehr). Ein Alarmzeichen.

2) Surprise: Wie war es am Anfang Ihrer Beziehung? Womit haben Sie sich überrascht? Was hat ihm/ihr besonders gut gefallen? Womit hat er/sie nicht gerechnet? Überraschen Sie ihren Partner / ihre Partnerin wieder einmal. Das gehört zur „Romantisierung“ einer Beziehung einfach dazu. Probieren Sie es. Sie werden sehen – die Vorbereitung alleine macht schon Spaß! Überraschungen können Blumen sein, eine Einladung oder eine Happy Message 🙂

3) Hör ZU: Das ist für die meiner LeserInnen, die hier öfter reinschauen ein bekanntes Thema. Erinnern Sie sich an die Zeit als Sie die ersten langen Gespräche miteinander hatten. Als Sie an den Lippen des/der Anderen hingen als würde ihr Leben davon abhängen. Diese Zuhör-Intensität müssen Sie heute nicht mehr schaffen, dafür aber ein offenes Ohr bereitstellen, wenn er/sie nachhause kommt. Und einfach nur lange und ausführlich zuhören und solange Fragen stellen, bis Sie sicher sind alles verstanden zu haben.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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Sind Sie Masters oder Desasters of relationship?

Eine Beziehung wird oft als Meisterstück des eigenen Lebens gesehen. Masters of relationships sind daher Beziehungs-Meister.

John Gottman – ein amerikanischer Scheidungsforscher – begleitet Paare über Jahrzehnte. Sein Ziel ist es herauszufinden, was die „Masters of relationship“ von den „Desasters“ of relationship“ unterscheidet. Dabei entdeckte er einen Punkt in der Beziehungsqualität, der mir in meiner Arbeit als Mediator auch schon oft aufgefallen ist. Dieser Punkt ist die Neugierde.Paarkommunikationsanalyse

Paare, die als „Masters of relationship“ bezeichnet werden, wissen viel über ihre PartnerInnen. Und was noch wichtiger zu sein scheint: Sie wollen mehr wissen. Nicht indem sie dauernd nachbohren, Fragen stellen und die intimsten Geheimnisse kennen lernen wollen. Sondern indem Sie sich für Veränderung und Weiterentwicklung ihrer PartnerInnen interessieren.

Woran erkennt Gottman diese Paare? An ihrer Fähigkeit offene Fragen zu stellen.

Hier einige Beispiele für offene Fragen:

– Thema Zukunft: Was sind die nächsten Ziele und Wünsche in Deinem Leben?

– Thema Vorbildwirkung: Wie siehst du dich als ………….. (z.B. Mutter, Vater, Sohn, Ehemann, Ehefrau) und wie hat sich diese Rolle verändert?

– Wer sind Deine Vorbilder? und Warum?

Stellen Sie offene Fragen und hören Sie zu. Paare, die einander offene Fragen stellen und dazu imstande sind aktiv zuzuhören, sind die „Masters of relationship“. Deren Beziehungen sind stabil und verfügen über eine positive Beziehungsqualität. So einfach ist das.

Oder vielleicht doch nicht? Zuhören wird mit der Zeit schwieriger, unsere Ohren werden „stumpf“. Daher brauchen Beziehungen regelmäßig Pflege, um zuhören, fragen und verstehen nicht zu verlernen.

TIPP: Wenn Sie aktives Zuhören „aus“üben wollen: Offene Fragen mit einer Anleitung zum zuhören finden Sie in der Einsteiger-Variante im Easy-Kommunikations-Set und für Fortgeschrittene im ersten interaktiven Kommunikationsspiel für Paareder Beziehungsreise. Check it out 🙂

Paarkommunikation
Kommunikation innnerhalb und außerhalb der Box

 

 

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Wie geht „richtige“ Kritik? Person oder Sache?

In einem meiner ersten Management-Seminare vor einigen Jahren lernte ich das Harvard-Konzept kennen. Eine der wesentlichen Essenzen in der Verhandlungsführung war, dass es wichtig ist hart in der Sache und weich zur Person zu sein.You are fired!

Dies gilt auch in Beziehungen. Wenn Kritik am Gegenüber aus einem quillt, ist es der wesentliche Unterschied, ob ich

a) das kritisiere was der andere gesagt  /  (nicht) gemacht hat  ODER

b) mein Gegenüber – die Person – kritisiere.

Kritisiere ich die Person, so greife ich die Person an. Kritisiere ich etwas das vorgefallen ist, so bleibe ich beim Thema.

Amerikanische Scheidungsforscher haben herausgefunden, dass Kritik an der Person der Anfang der negativen Kommunikation in einer Beziehung ist. Für manche Paare ist dies der Anfang vom Ende. Für andere die Chance, die Kommunikation in ihrer Beziehung langfristig zu ändern.

Denn Kritik an der Person ist einfach.  Dagegen ist Kritik an der Sache eine Aufgabe, der es lohnt sich zu stellen. Schärfen Sie Ihr Ohr, wenn Sie Kritik hören, Fragen Sie nach in der Sache, bis Sie verstanden haben worum es geht. Erst dann geben Sie Ihre eigene Einschätzung ab und sprechen über Ihre eigenen Bedürfnisse. Probieren Sie es aus. Es lohnt sich.

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Ist die Muttersprache eine Vatersprache?

Kleinkinder bis zum Alter von 36 Monaten lernen die Muttersprache zuerst nicht von der Mutter, sondern durch den Vater.  Das ist das Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie der Universität von North Carolina. Was passiert da genau?Füße_Kind_Erwachsener_Herbert_Flickr

Die Forschungsergebnisse zeigen, dass Kinder innerhalb der ersten zwei bis drei Lebensjahre Satzmuster und Satzbau von ihrem Vater imitieren. Der Wortschatz des Kindes entwickelt sich umso besser, je größer der Wortschatz des Vater ist.

Laut Studie überfordert 2-3 Jahre alte Kinder die intensivere und pro-aktivere Mutter-Kommunikation. Erst ab dem Alter von 3 Jahren orientieren sich Kinder am Wortschatz der Mutter, deren Bedeutung für die Sprachkompetenz der Kinder danach stetig zunimmt.

Ich kann diese Studie selbst sowohl bestätigen als auch nicht bestätigen. Mein Sohn – bald 4 Jahre alt – wächst zweisprachig auf. Er verwendet sowohl meine als auch die Satzmuster und Satzbau meiner Frau. Wie ist es bei euch? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht mit der Muttersprache bzw. der Vatersprache?

Quelle Bild: Füße_Kind_Erwachsener_Herbert_Flickr

 

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Worte als Waffen? 3 Schritte zum „Abrüsten“ der Kommunikation in der Beziehung

Die zerstörende Wirkung von Worten in der Kommunikation erleben wir fast jeden Tag. Die Sängerin Birdy hat dies in einem Lied gut getroffen:

“ If you use your words as a weapon, then as a weapon I´ll shed no tears.“ (Lied: Words as a weapon.)

Wann sind Worte Waffen? WennNicht streiten sonder Kompromissbereitschaft zeigen Goodshoot Thinkstock

  • sie unter die Gürtellinie gehen.
  • es darum geht den Partner / die Partnerin zu verletzen, zu demütigen,
  • es wichtiger ist eine Diskussion zu gewinnen („Gefecht“?) als herauszufinden, worum es eigentlich geht.

Was tun, wenn mein Partner / meine Partnerin Worte als Waffen einsetzt?,

  • Zuhören, ohne die eigene Position vorzubereiten
  • Erst die eigene Postion / das eigene Interesse ins Spiel bringen, wenn Sie ganz genau verstanden haben, was Ihr Partner / ihre Partnerin eigentlich von Ihnen will.

Wie geht das? Wenn Sie sich in einer heißen Diskussion miteinander befinden, in der es um gewinnen, Recht haben, im Recht sein geht, dann versuchen Sie folgendes:

  1. Hören Sie zu. Sprechen Sie nur wenn Sie nachfragen, um herauszufinden was Ihr Partner / Ihre Partnerin gesagt hat.
  2. Stellen Sie Verständnisfragen zu dem was ihr Partner / ihre Partnerin gesagt hat. Tun Sie dies solange bis Ihr Partner / ihre Partnerin das Gefühl hat, dass sie genau verstehen was er/sie sagen wollte.
  3. Halten Sie es mindestens 3 Minuten lang aus nicht ihren eigenen Standpunkt einzubringen. Tun sie dies erst wenn sie von ihrem Partner / ihrer Partnerin darum gebeten werden.

Lassen Sie mich wissen, wie es Ihnen dabei ergangen ist. Am Anfang mag es sehr schwierig sein. Mit der Zeit lernen Sie wieder aktiver zuzuhören. Und Ihre Worte nicht als Waffen, sondern als Vehikel Ihrer Gefühle und Bedürfnisse zu verwenden.

Gutes Gelingen 🙂

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Wissen Sie wofür Sie ihren Partner schätzen? Und weiß er/sie es auch?

business peopleJa klar, denken sich da die Meisten. Aber wissen Sie es wirklich? Machen Sie folgendes Experiment mit, um es herauszufinden. Es ist ein Versuch, der sich positiv auf die Beziehung auswirken könnte 🙂

Das Wertschätzungs-Experiment

Schritt 1: Schreiben Sie 5-10 Punkte auf, für die Sie Ihren Partner / Ihre Partnerin schätzen, mögen, toll finden bzw. einfach gerne haben.

Schritt 2: Sagen Sie es Ihrem Partner / ihrer Partnerin das nächste Mal, wenn Sie zusammensitzen, z.B. beim Essen oder wenn Sie miteinander über den Tag sprechen, bzw. bevor Sie einschlafen.

Experiment Teil 1: Beobachten Sie, wie Ihr Partner / Ihre Partnerin mit der Information bzw. dem Kompliment umgeht. Wie können Sie erkennen, ob die Wertschätzung angekommen ist?

– Er/Sie bedankt sich.

– Er/Sie umarmt Sie.

– Er/ Sie wird freundlicher, bringt Blumen mit, beginnt selbst mit positiver Kommunikation Ihnen gegenüber bzw. steigert diese.

Experiment Teil 2: Legen Sie nach

Versuchen Sie täglich eine Wertschätzung / ein Lob / eine positive Botschaft, die Ihren Partner / Ihre Partnerin betrifft zu machen. Tun Sie dies möglichst unauffällig. So als wäre es Ihnen gerade spontan eingefallen.

Wozu das Experiment? Wenn der Alltag die Paarkommunikation auffrist, bleibt oft für positive Kommunikation miteinander nicht mehr viel Platz. Lange To do Listen, viel Arbeit und Koordination lassen Paare diesen wesentlichen Bestandteil der Beziehungspflege vergessen. Wertschätzung ist das Schmieröl für den Beziehungs-Alltag. Ohne Wertschätzung beginnt der Beziehungs-Motor zu stottern und die Beziehung zerfällt in Einzelteile.

Mit diesem Experiment können Sie feststellen,

  • ob Ihr Partner Ihnen (noch) zuhört,
  • wie und ob er/sie auf diese Wertschätzung reagiert und
  • wie oft Sie das Experiment wiederholen müssen, bis es Ihm/Ihr auffällt, dass sich etwas geändert hat.

Wenn Sie Unterstützung bei dem Wertschätzungs-Experiment benötigen, können Sie es sich mit Happy Message leichter machen. Viel Spaß beim Ausprobieren. Schreiben Sie mir wie es  Ihnen damit ergangen ist.